Die E-Autos von Aiways gibt's bald auch in Portugal und Spanien

Attila Langhammer

16 Nov. 2021

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Der Autohersteller Aiways vertreibt seine beiden Modelle U5 SUV und U6 SUV-Coupé zukünftig auch auf der iberischen Halbinsel. Als Vertriebs- und Servicepartner arbeiten die Chinesen mit Astara zusammen – einem der größten Mobilitätsdienstleister in Europa und Lateinamerika

Der chinesische Hersteller Aiways vertreibt seine beiden vollelektrischen Mittelklasse-SUV U5 und U6 ab sofort auch in Portugal und Spanien – damit ist die Marke jetzt auf neun europäischen Märkten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Spanien) vertreten. Auf den beiden neuesten Märkten können interessierte Kunden die Autos ab dem erstem Quartal 2022 online oder in Showrooms anschauen, bestellen oder zunächst Probefahrten buchen. Die gesamte Abwicklung der Marktprozesse auf der iberischen Halbinsel übernimmt der Dienstleister Astara, ein großer Dienstleister, der in vielen Mobilitätsbereichen tätig ist. Bis zum Jahresende will Aiways außerdem noch zwei weitere Märkte in Europa erschließen.


Aiways auf Expansionskurs


Mit dieser Entwicklung ist der für chinesische Verhältnisse eher kleine Hersteller auf dem besten Weg das selbstgesteckte Ziel für 2022 zu erreichen: Mehr als 10.000 Fahrzeuge wollen die Chinesen im kommenden Jahr absetzen – das klingt nach nicht gerade viel und entspricht etwa dem, was Toyota oder Volkswagen an einem Vormittag absetzen – aber Aiways will sich (vorerst) nicht mit den Giganten messen, sondern mit anderen Marken aus dem Reich der Mitte. Und mit der Erschließung immer weiterer Märkte in Europa ist Aiways anderen chinesischen Autoherstellern bisher mindestens einen Schritt voraus.


„Ich bin sehr zuversichtlich, was den Elektrofahrzeug-Markt in Europa und China im Jahr 2022 angeht. Mit noch mehr Herstellern auf dem Markt wird es für den Mobilitätsdienstleister Aiways, welcher noch in vielen weiteren europäischen Märkten etabliert werden wird und auch für die gesamte Elektromobilitätssparte ein spannendes Jahr. Wir sind 2021 in Europa in sieben Ländern erfolgreich gestartet und werden unsere Expansion in diesem Jahr mit Spanien und Portugal fortsetzen. Auch 2022 werden wir weiter wachsen - in China, in Europa und darüber hinaus. Einer unserer nächsten Meilensteine wird die weltweite Markteinführung des Aiways U6 SUV-Coupé sein."

Samuel Fu, Gründer und CEO Aiways


Der Aiways U5 SUV ist erst der Anfang


Der U5 SUV ist das erste Modell mit dem Aiways bereits seit 2020 in Deutschland auf dem Markt ist. In meinem Testbericht erfährst Du, was das Elektro-SUV kann und ob es überhaupt konkurrenzfähig ist. Und obwohl der U5 UV gerade mal zwei Jahre alt ist, bekommt er quasi zum Jahresauftakt 2022 eine kleine Überarbeitung – damit wird die Ergonomie des Ladeanschlusses verbessert, das Infotainmentsystem erhält ein Upgrade und beherrscht dann auch kabelloses Apple Car Play, außerdem hält eine weitere optionale Lackfarbe Einzug in den Katalog.


Im Frühjahr des nächsten Jahres will Aiways dann den U6 SUV-Coupé – einen U5 mit sportlicher gezeichneter Karosse – auf den Markt bringen. Und bis Ende 2022 will der Hersteller eine deutlich überarbeitete Batterie in seinen Fahrzeugen installieren.

Der Aiways U6 bekommt eine sportlicher gezeichnete Karosse, kommt im nächsten Jahr auf den Markt


Wer steckt hinter Automarke Aiways


Die Automarke Aiways wurde 2017 in China gegründet, den Hauptsitz hat das Unternehmen in Shanghai. Der Name besteht genau genommen aus zwei Teilen: Ai heißt auf Chinesisch Liebe und Ways meint das englische Wort für Wege oder Straßen. Das AI am Anfang soll aber auch als Abkürzung für Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz) verstanden werden. Hinter Aiways stecken die beiden Geschäftspartner Fu Qiang (Samuel Fu) und Gary Gu, ihr Startkapital stammt größtenteils von verschiedenen Investoren aus der Volksrepublik China.


„Aiways, von internationalen Medien als Herausforderer traditioneller OEMs bezeichnet, hatte ein erfolgreiches, erstes Verkaufsjahr in Europa. In diesem ersten Jahr haben wir unser innovatives Vertriebsmodell, das uns ermöglicht, Hunderte von Servicepunkten in erreichbarer Nähe zu jedem Kunden zu haben, in den Ländern implementiert, in welchen wir den Betrieb aufgenommen haben. Die Verkaufszahlen sind den Umständen entsprechend gestiegen, aber noch wichtiger ist, es wurde ein solides Vertriebsnetz aufgebaut. Hier haben andere Hersteller – auch aus Fernost - noch immer Schwierigkeiten, die beste Lösung zu finden. Diesen Rückenwind werden wir für weiteres Wachstum und Expansion nicht nur in weiteren Ländern, sondern auch in neue Produkte nützen. Wir werden jedes Jahr ein neues Modell von Aiways auf die Straßen und in unsere Märkte bringen.“

Dr. Alexander Klose, Executive VP Overseas


Aiways-Werk in Shangrao, Kapazität für bis zu 350.000 Fahrzeuge pro Jahr


Die europäische Firmenzentrale befindet sich in München, von hier werden alle Auslandsgeschäfte geleitet und hier findet sich auch eine kleine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die unmittelbar auf Kunden- und Pressekritik reagiert und den U5 SUV fließend weiterentwickelt. Gefertigt werden alle Aiways-Modelle im firmeneigenen Werk in Shangrao in der Provinz Jingxi. Dort können bis zu 350.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden. Mit der Hoheit über die Fertigungsanlagen unterscheidet sich Aiways ein weiteres Mal von den Konkurrenten aus dem eigenen Land – viele andere chinesische Autohersteller lassen ihre Autos als Auftraggeber in Fremdfirmen fertigen und können dann nicht oder nur schwerfällig auf veränderte Nachfragen reagieren.



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Attila Langhammer

16 Nov. 2021