Alfa Romeo: CEO bestätigt weiteres SUV

Arne Roller

08 Nov. 2021

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Der Name steht auch fest.

Im Juni 2022 geht der Tonale gegen die Premium-SUV-Konkurrenz im C-Segment wie Audi Q3, BMW X1 und Mercedes GLA ins Rennen. Alfa-CEO Jean-Phillippe Imparato selbst war es, der die Markteinführung des neuen Alfa-SUV verzögerte, weil er mit der Leistung der Plug-in-Version unzufrieden war.



Der Tonale kommt im Juni 2022 auf den Markt.


Um die italienische Traditionsmarke in die schwarzen Zahlen zu bringen, will der neue Chef, der zuvor bei Peugeot am Steuer saß, laut Automotive News ein weiteres SUV unterhalb des Tonale auf den Markt bringen. Der Name des Subkompakt-SUV: Brennero. Als Gegner sieht Imparato hier MINI, die zuletzt bekannt gaben, an einem kleinen, rein elektrischen SUV zu arbeiten, dass sich eine Stufe unter dem Countryman ansiedeln soll. „Ich kann absolut gegen MINI bestehen“, sagte Imparato bei einer Diskussion mit englischen Journalisten in der vergangenen Woche. „Wenn ich Alfa Romeo in 10 Jahren profitabel machen will, dann – das ist meine Überzeugung muss ich in den größten Segmenten präsent sein. Ich muss bei den B- und C-Segment-SUV dabei sein.“



Alfa Romeo: Prestigefahrzeuge muss sich ein Hersteller leisten können


Der Alfa-Chef ist in diesen Segmenten in guter Gesellschaft. Schließlich hat es dem Premium-Status von Mercedes, BMW oder Audi nicht geschadet, kleinere Fahrzeuge wie den GLA, den X1 oder den Q3 anzubieten. Und auch ein MINI Countryman kommt mit einem Premium-Preisschild.


Alfa will in die Volumensegmente und gleichzeitig seinem Premium-Anspruch untermauern. Zuletzt hatte die Marke zu kämpfen. Obwohl gute Fahrzeuge, laufen die Verkäufe bei den Modellen Stelvio und Giulia nicht wie gewünscht. Rabatte waren notwendig, um anständige Verkaufszahlen zu erzielen.


Der neue Mann am Ruder weiß, dass es so nicht laufen kann. Stattdessen will Imparato mehr Autos bauen, wie sie sich die Verbraucher wünschen. Limousinen wie die Giulia liegen nicht im Trend und Sportwagen wie der 4C sind ein Nischenprodukt.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Festlegung von Produktionsgrenzen. Nur Autos auf Bestellung zu bauen, das soll ein Überangebot verhindern. „Unsere Strategie muss darauf abzielen, 60 bis 80 Prozent der Fahrzeuge auf Bestellung zu fertigen, um unsere Lagerbestände schmal zu halten“, sagte Imparato.



Alfa Romeo: Das Kleeblatt kommt auch an die E-Modelle


In einem Interview mit Autocar gab Imparato bekannt, dass das erste Elektrofahrzeug der Marke auch eine Quadrifoglio-Variante bekommen könnte: „Bei all unseren Modellen werde ich immer die Möglichkeit prüfen, eine Performance-Version des Autos zu entwickeln, die unseren Ansprüchen entspricht“, sagte Imparato. „Wenn ich der Meinung bin, dass ich nicht in der Lage bin, die richtigen Leistung für Quadrifoglio anzubieten, werde ich keine Quadrifoglio-Version machen.“ Elektro bedeutet bei Alfa Romeo also nicht den Wegfall an Performance-Ansprüche. Ganz im Gegenteil.



Alfa Romeo: Elektrifizierung als Chance


Der Wechsel zu rein elektrischen Fahrzeugen könnte es Alfa Romeo ermöglichen, ikonische Autos zurückzubringen. Der neue starke Mann bei Alfa gab bereits zu, den Spider Duetto als Elektro-Roadster wiederbeleben zu wollen. Die Designarbeiten haben bereits begonnen. „Ich habe das Auto, ich habe es den Händlern gezeigt“, sagte Imparato. Der französische Alfa-CEO zeigte sich ebenso sehr interessiert an einem rein elektrischen, dreitürigen Alfa Romeo GTV.


Bevor es aber dazu kommen kann, muss Alfa Romeo seinen Absatz erhöhen. Hier setzt man jetzt viele Hoffnungen in den Tonale und den Brennero.


Arne Roller

08 Nov. 2021