Alles anders in der Formel 1: Große Namen und unverhoffte Chancen

Frederik Hackbarth

04 Dez. 2020

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Im Wüstenstaat Bahrain steigt am Sonntag das zweite Rennen binnen einer Woche. Einfach eine langweilige Wiederholung wird der Große Preis von Sakhir (Start 18.10 Uhr deutscher Zeit) aber nicht. Binnen weniger Tage hat sich viel verändert in der Formel 1.

(Fotos: F1, Haas, Mercedes-Benz)


Im Wüstenstaat Bahrain steigt am Sonntag das zweite Rennen binnen einer Woche. Einfach eine langweilige Wiederholung wird der Große Preis von Sakhir (Start 18.10 Uhr deutscher Zeit) aber nicht. Binnen weniger Tage hat sich viel verändert in der Formel 1.

Zuerst einmal sind da die Folgen des heftigen Feuerunfalls von Romain Grosjean. Wie durch ein Wunder überstand der Franzose diesen weitestgehend unverletzt. Wegen Verbrennungen an den Händen kann Grosjean am Wochenende aber noch nicht ins Auto zurückkehren und fällt aus. Er wird ersetzt durch Testpilot Pietro Fittipaldi, der einen legendären Namen zurück in die Königsklasse bringt. Fittipaldi ist der Enkel des zweifachen Weltmeisters (der Jahre 1972 und 1974) Emerson Fittipaldi, auch Vater Christian fuhr in den Neunzigerjahren Formel 1. Für den 24-jährigen Brasilianer wird es das F1-Debüt.

Romain Grosjean


Pietro Fittipaldi


Ein anderer großer Name machte unter der Woche ebenfalls Schlagzeilen. Denn Haas hat auch seine Fahrer für nächste Saison bekanntgegeben: wie erwartet steigt Michael Schumachers Sohn Mick in die Formel 1 auf. Das mediale Interesse am Sprössling des Rekordweltmeisters ist mindestens so groß wie die Erwartungen an ihn. Davor will Schumi Jr. am Wochenende aber noch den Titelgewinn in der Formel 2 klarmachen, die in Bahrain im Rahmenprogramm startet. Schumachers Teamkollege bei Haas 2021 steht seit dieser Woche ebenfalls fest: es wir der russische Oligarchensohn Nikita Mazepin.

Mick Schuhmacher


Für den nächsten Paukenschlag im Formel-1-Kosmos sorgte dann das Bekanntwerden der Corona-Erkrankung von Weltmeister Lewis Hamilton. Der Sieger vom letzten Sonntag kann entsprechend nicht antreten und hat sich in Quarantäne begeben. Ins begehrteste Cockpit der Motorsportwelt hat Mercedes für dieses Wochenende seinen Junior George Russell befördert, der sonst bei Hinterbänklerteam Williams geparkt ist. Russells Platz dort übernimmt für den Sakhir GP der britische Formel-2-Pilot und Rookie Jack Aitken.

George Russell


Für Russell ist es indes die Chance seines Lebens. Erstmals hat das Top-Talent siegfähiges Material und kann bei dem vorerst einmaligen Einsatz ein Signal für seine Zukunft im Top-Team der Silberpfeile setzen. Die erste Kostprobe seines Könnens liefert Russell dann auch gleich im ersten Training - und damit gleichbedeutend eine schallende Ohrfeige für den zweiten Mercedes-Stammpiloten Valtteri Bottas. Russell erzielt in der ersten Session am Freitag eine komfortable Bestzeit vor den beiden Red Bulls von Max Verstappen und Alex Albon. Bottas wird mit fast dreieinhalb Zehnteln Rückstand nur Vierter.


Am Wochenende muss der Finne das Ruder rumreißen, sonst könnte seine Stellung bei Mercedes schnell in Gefahr geraten. Als ob das neue Duell an der Spitze nicht schon für genug Spannung sorgen würde, haben die Veranstalter noch mit einem weiteren Highlight vorgebaut: gefahren wird dieses Wochenende auf dem deutlich kürzeren und schnelleren Außenkurs in Bahrain. Die Streckenvariante sorgt für Rundenzeiten von gerade einmal 54 Sekunden, die Abstände zwischen den Piloten sind entsprechend eng und würfeln das Geschehen zusätzlich durcheinander.

Das kurze Streckenlayout in Bahrain

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Frederik Hackbarth

04 Dez. 2020