Arteon als sportliche R-Version bestellbar

Mathias Keiber

14 Dez. 2020

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Der Wolfsburger Chef-Styler ist nun auch Chef-Dynamiker.

Premium ist im Volkswagen-Konzern ja eigentlich Sache von Audi. Doch so ein bisschen mischt die Kernmarke auch im gehobenen Segment mit. Das tut sie zum Beispiel mit dem Touareg und mit dem stylischen Arteon, den es als viertüriges Coupé sowie als Shooting Brake gibt. Im Herbst stellte Volkswagen das Facelift des 2017 neu eingeführten Modells vor, nun gehen die sportlichen R-Variante in den Vorverkauf.

Zum Sportsmann werden die R-Varianten dank des Vierzylinder-Turbos „EA888 evo4“ mit 320 PS. Die vierte Generation des TSI verbindet laut Volkswagen „die Kraftentfaltung eines Sportwagenantriebs mit der Effizienz eines hochmodernen Downsizing-Aggregats“. In Zahlen ausgedrückt: Bereits bei 2.100 U/min entwickelt der 2-Liter-TSI sein maximales Drehmoment von 420 Nm und hält diese Kraft konstant bis 5.350 U/min. Seine Höchstleistung erreicht das Aggregat zwischen 5.350 und 6.500 U/min.


Die Kraftübertragung an den Allradantrieb übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Damit sprinten beide Varianten 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h – und dann weiter bis auf elektronisch abgeregelte bei 250 km/h. Wem das nicht genug ist, der kann draufzahlen, bekommt dafür das „R-Performance“-Paket, womit die Spitzengeschwindigkeit auf 270 km/h steigt.

Der Allradantrieb verfügt dank Torque-Vectoring über eine radselektiven Momentensteuerung. Dabei wird die Kraft über ein neues Hinterachsgetriebe nicht nur zwischen der Vorder- und Hinterachse, sondern ebenso zwischen den zwei Hinterrädern verteilt. Das erhöht die Agilität in Kurven. Fahrer können die Wirkungsweise des Torque-Vectorings und der stabilisierenden Fahrdynamiksysteme zudem über die serienmäßige Fahrprofilauswahl und einen Slider für das DCC-Fahrwerk beeinflussen. Man kann aber auch einfach auf die R-Taste im Multifunktionslenkrad drücken und so das sportlichste Zusammenspiel aller Antriebs- und Fahrwerksparameter auslösen.


Natürlich sieht man den R-Varianten den Sportsmann auch an. Zur Exterieur-Ausstattung gehören zum Beispiel neu designte Stoßfänger. Vorn sind das besonders gierige Lufteinlässe, hinten ein Diffusor. Die Spiegelkappen sind in einer mattierten Chromoptik gehalten. Standardmäßig stehen die R-Modelle auf 18-Zoll-Leichtmetallräder des Typs „Sebring“, optional sind die 19-Zöller „Adelaide“ und die 20-Zöller „Estoril“ erhältlich. Die hinter den Felgen hervorlinsenden Bremssättel sind blau.

Innen nimmt man auf Sitzen in schwarzem Velours mit blauen Ziernähten Platz, am Multifunktionssportlenkrad befinden Schaltpaddels für das DSG. Ebenfalls Serie sind Aluminium-Applikationen im „Carbon-Stil“ und ein zusätzliches R-Layout für die digitalen Instrumente. Gegen Aufpreis ist eine Sportsitzanlage mit integrierten Kopfstützen verfügbar, deren Leder im Bereich der Sitzwangen in einer Carbon-Optik ausgeführt.


Doch auch für die Einstiegsversion müssen Käufer tief in die Tasche greifen: Das viertürige Coupé startet bei 61.485 Euro, für den Shooting Brake sind mindestens 62.348 Euro fällig. Premium eben.

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Mathias Keiber

14 Dez. 2020