Aston Martin Valhalla: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

22 Juli. 2021

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Der Hybrid-Mittelmotor-Supersportler soll intensive Leistung mit punktgenauer Dynamik kombinieren und ist bei der Transformation der britischen Edelmarke der nächste Schritt.

Das Valhalla-Konzept nähert sich immer mehr der Serienreife (Alle Bilder: Aston Martin)


Welche Werte soll die Valhalla transportieren?


Astons Martin Valhalla ist das neueste und bedeutendste Produkt der bisherigen Project Horizon-Strategie der Marke. Die Briten wollen Best-in-Class-Standards für Leistung, Dynamik und Fahrspaß setzen und den Übergang von Verbrennungsmotoren zu Hybrid- vollelektrischen Antriebssträngen vorantreiben. Mit dem ersten Mittelmotor-Hybrid betritt die Marke Neuland, soll aber die Verbindung zur Formel 1 symbolisieren.


Dieses Know-How hat Aston Martin neben Chassis, Aerodynamik und Elektronik vor allem in den hochmodernen Hybridantriebsstrang gesteckt und einen Supersportwagen kreiert, der ein neues, auf den Fahrer zugeschnittenes, Fahrerlebnis bieten soll. Das Handling sei punktgenau, der Antrieb unglaublich und die Mischung aus sofortigem batterieelektrischem Drehmoment und der Intensität eines V8-Motors soll für atemberaubenden Fahrspaß.

Welche Motoren stecken unter der Haube?


Das pulsierende Herz der Valhalla ist der brandneue PHEV-Antriebsstrang mit drei Motoren: allen voran ein in der Heckmitte montierter 4,0-Liter-Biturbo-V8-Motor. Der fortschrittlichste, reaktionsschnellste und leistungsstärkste V8-Motor, der je in einem Aston Martin verbaut wurde, verfügt über eine Flatplane-Kurbelwelle für verbessertes Ansprechverhalten. Er dreht bis 7200 U/min und entwickelt 750 PS, er sendet den Antrieb ausschließlich an die Hinterachse. Er atmet durch ein leichtes Auspuffsystem mit aktiven Klappen für einen einstellbaren und authentischen Aston Martin-Klangcharakter aus und verfügt außerdem über Endrohre nach oben.


Ergänzt wird der V8 durch ein 150-kW/400-V-Batterie-Hybridsystem mit zwei E-Motoren; einer an der Vorderachse und der andere an der Hinterachse montiert. Das elektrische System steuert weitere 204 PS für eine kombinierte Spitzenleistung von 950 PS bei. Beim Fahren im EV-Modus wird die Batterieleistung ausschließlich an die Vorderachse geleitet. In anderen Fahrmodi wird die Batterieleistung zwischen Vorder- und Hinterachse aufgeteilt, der an jede Achse gesendete Prozentsatz variiert ständig entsprechend den Fahranforderungen. In bestimmten Situationen können 100 Prozent der Batterieleistung an die Hinterachse geleitet werden, um die volle Kraft des V8 noch weiter zu steigern. Das maximale Drehmoment liegt bei 1.000 Nm.


Den Antriebsstrang vervollständigt ein völlig neues 8-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe. Exklusiv für Aston Martin entworfen und gebaut, wurde dieses neue Paddle-Shift-Getriebe speziell für die Hybrid-Ära entwickelt. Mit E-Reverse (das die Elektromotoren des PHEV nutzt und dadurch Gewicht spart, indem der konventionelle Rückwärtsgang überflüssig wird) verfügt das Getriebe auch über ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse für maximale Traktion und Agilität.

Im reinen EV-Modus soll die Valhalla eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h erreichen und eine emissionsfreie Reichweite von 15 km haben. Mit allen 950 PS erreicht die Valhalla eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h und absolviert den Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer in 2,5 Sekunden.


Was zeichnet das Modell sonst noch aus?


Die Valhalla ist um eine neue Kohlefaserwanne herum gebaut, die maximale Steifigkeit bei minimalem Gewichtsverlust bietet. Die Stoßstangen-Vorderradaufhängung im Formel-1-Stil kommt mit innenliegenden Federn und Dämpfern. Zusätzlich zur straffen Federung des Mehrlenker-Hinterbaus sorgt der Track-Modus für eine drastisch reduzierte Fahrhöhe, um den Abtrieb zu maximieren. 

Hochleistungs-Carbon-Keramik-Matrix-Bremsen garantieren eine außergewöhnliche Bremskraft und werden mit maßgeschneiderte Michelin-Reifen (20 Zoll vorne, 21 Zoll hinten) kombiniert. Mit einem angestrebten Trockengewicht von weniger als 1.550 kg soll die Valhalla im Vergleich zu seinen Klassenrivalen ein konkurrenzloses Leistungsgewicht aufweisen. Um dennoch auf dem Boden zu bleiben, profitiert das Modell von der Abwärtsströmung des von der Formel 1 inspirierten Aston Martin Valkyrie Hypercars und verwendet eine Kombination aus aktiven aerodynamischen Oberflächen – insbesondere den Frontflächen und dem Heckflügel – und einer Steuerung des Unterbodenluftstroms durch Venturi-Tunnel. Bei 250 Meilen pro Stunde erzeugen aerodynamischen Oberflächen beeindruckende 600 kg Abtrieb, genug für mächtige Hochgeschwindigkeits-Kurvenfahrten und unerschütterliche Stabilität.


Im Innenraum setzt Aston Martin auf ein zurückhaltendes Design mit klarer, einfach Ergonomie, die sich voll auf den Fahrer konzentriert. Mit leicht erhobenem Fußrau, verstellbaren Pedalen und einer niedrigen Sitzposition soll Formel 1-Flair aufkkommen. Das zentrale HMI-System integriert Apple CarPlay und Google Auto.


Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer mit adaptiver Funktionalität und Fernlichtassistent bieten eine hervorragende Sicht nach vorne im Dunkeln, und die Zweizonen-Klimaanlage bietet hohen Fahrkomfort. Um die neuesten regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, integriert die Valhalla unter anderem eine automatische Notbremsfunktion, Frontkollisionswarner, aktive Geschwindigkeitsregelung, Tot-Winkel-Überwachung und Rückfahrkamera.

Der erste Mittelmotor-Supersportwagen der britischen Luxusmarke, wird sowohl als Links- als auch als Rechtslenker erhältlich.

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Lukas Schmidt

22 Juli. 2021