Audi elektrifiziert den Q5 Sportback

Lukas Schmidt

24 Feb. 2021

1/7
Mit zwei neuen Plug-in-Hybridmodellen erweitert Audi die Q5-Reihe. Das SUV ist jetzt auch als elektrifizierte Sportback-Version mit bis zu 367 PS erhältlich.

Audi baut mit dem Q5 Sportback TFSI e quattro sein Angebot an Plug-in-Hybridmodellen weiter aus. Das SUV-Coupé fährt in zwei Leistungsstufen vom Band und bietet bis zu 367 PS. Wir haben den Ingolstädtern in die Karten geschaut und zeigen euch welche Trümpfe die neuen Modelle in petto haben.


A bisserl elektrisch geht immer: bis zu 71 Kilometer kann der Audi Q5 Sportback stromern (Alle Bilder: Audi)


Welche Antriebsvarianten gibt es?


Der Q5 Sportback 50 TFSI e quattro bietet 220 kW (299 PS) Systemleistung, der Q5 Sportback 55 TFSI e quattro gibt 270 kW (367 PS) ab. Bei beiden Modellen kann die Lithium-Ionen-Batterie 14,4 kWh Energie netto speichern – genug für eine elektrische Reichweite bis zu 61 Kilometer im WLTP (71 Kilometer im NEFZ). Das Schwestermodell Audi Q5 TFSI e quattro, das bereits seit 2019 auf dem Markt ist, erhält jetzt auch die leistungsstärkere Batterie.


Auch der „normale“ Q5 ist jetzt mit größerer Batterie erhältlich


Der Q5 TFSI e quattro und der Q5 Sportback TFSI e quattro nutzen den konzeptionell gleichen Antriebsstrang – jeweils in beiden Leistungsstufen – Er besteht aus einem 2.0-TFSI-Ottomotor mit 195 kW (265 PS) Leistung und 370 Nm Drehmoment und aus einem Elektromotor. Die permanent erregte Synchronmaschine (PSM) kommt auf 105 kW Peak-Leistung und 350 Nm Peak-Drehmoment. Sie ist zusammen mit der Trennkupplung in das Siebengang S tronic Getriebe integriert, die das Antriebsmoment auf einen quattro-Triebstrang mit ultra-Technologie weiterleitet.


Die beiden Motorisierungen unterscheiden sich in der Boost-Strategie, deshalb differieren ihre Systemleistung und ihr Systemdrehmoment. Der 50 TFSI e beschleunigt mit 450 Nm in 6,1 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer, 55 TFSI e mobilisiert 500 Nm Drehmoment – genug für einen Standardsprint in 5,3 Sekunden.



Die Lithium-Ionen-Batterie liegt unter dem Gepäckraumboden und besteht aus 104 prismatischen Zellen und kann 14,4 kWh Energie netto (17,9 kWh brutto) mit 381 Volt Spannung speichern. Die elektronisch begrenzte Spitze von 239 km/h und der Strom- beziehungsweise Kraftstoffverbrauch sind bei beiden Leistungsstufen identisch. Im rein elektrischen Betrieb fahren die Plug-in-Hybride bis zu 61 Kilometer weit (WLTP) und bis zu 135 km/h schnell.


Vorsprung durch Technik? – Die Fahrmodi


Der Hybridmodus wird mit der Zielführung in der Navigation automatisch aktiviert, kann aber auch manuell über die Betriebsartentaste ausgewählt werden. In diesem Modus wird die Batterieladung optimal auf die Wegstrecke verteilt, um den Kraftstoffverbrauch möglichst gering zu halten. So versucht das Fahrzeug den letzten innerstädtischen Streckenabschnitt rein elektrisch zu fahren um mit nahezu leerer Antriebsbatterie am Ziel bzw. an der Ladestation anzukommen.

Wenn der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, entscheidet das Antriebsmanagement je nach Situation zwischen dem Freilauf mit ausgeschaltetem Motor und der Schubrekuperation, also der Rückgewinnung von kinetischer Energie und ihrer Umwandlung in elektrische Energie. Die E-Maschine übernimmt dabei alle leichten Verzögerungen bis 0,1 g und kann bis zu 25 kW Leistung generieren. Die Bremsrekuperation reicht bis 0,2 g, hier lassen sich bis zu 80 kW elektrische Leistung zurückgewinnen. Erst bei stärkeren Verzögerungen kommen die hydraulischen Scheibenbremsen ins Spiel. Auch hier kommen wieder Streckendaten der Navigationsdatenbank ins Spiel, zudem berücksichtigt die Technik den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug über das Kamera- und Radarsignal.



Neben dem Hybrid-Betriebsmodus kann der Fahrer zwischen drei weiteren Modi wählen. Im Modus „EV“ – der Grundeinstellung bei jedem Fahrzeugstart – wird das Auto ausschließlich elektrisch angetrieben, solange der Fahrer nicht einen variabel spürbaren Druckpunkt im Fahrpedal überschreitet. Im Modus „Hold“ wird die Batteriekapazität auf dem aktuellen Stand gehalten. Und im Modus „Charge“ erhöht das Antriebsmanagement mit Hilfe des Verbrennungsmotors die Energiemenge in der Batterie. Die E-Maschine arbeitet dann wie bei der Rekuperation als Generator und lädt die Antriebsbatterie.


Wie schnell lädt der Q5 Hybrid?


Alle Plug-in-Hybride in der Q5-Familie bringen serienmäßig das Ladesystem kompakt für die Garage mit. An einem Industrieanschluss mit 400 Volt / 16 Ampere dauert eine Vollladung mit 7,4 kWh Leistung etwa zweieinhalb Stunden, an einer 230 Volt-Haushaltssteckdose sind es zirka acht Stunden und 15 Minuten. Unterwegs kann der Fahrer mit dem ebenfalls serienmäßigen Mode-3-Kabel mit Typ 2 Stecker an öffentlichen Ladesäulen Strom nachtanken. Ein Audi-eigener Ladedienst, der Audi e-tron Charging Service gewährt Zugang zu rund 200.000 Ladepunkten in 26 europäischen Ländern. Eine Karte genügt, um den Vorgang zu starten, unabhängig vom Anbieter.



Was zeichnet die Modelle sonst noch aus?


Zum Serienumfang der großzügig ausgestatteten Baureihe gehören Sportsitze, eine Dreizonen-Klimaautomatik, Komfortschlüssel sowie Hybrid-spezifische Anzeigen samt Powermeter. Die Fondsitze lassen sich in Längsrichtung und in der Lehnenneigung verstellen.



Der Vorverkauf für den Audi Q5 Sportback TFSI e quattro ist vor kurzem in Europa gestartet. Der 50 TFSI e – lieferbar in den Lines „advanced“ und „S line“ – kostet in Deutschland ab 60.000 Euro, der 55 TFSI e – ausschließlich als „S line“ erhältlich – ab 65.050 Euro. Beim Q5 TFSI e quattro lauten die Preise auf 56.500 Euro für die preiswertere Variante in der Basisversion – optional „advanced“ und „S line“ – beziehungsweise 62.900 Euro für die Top-Motorisierung mit „S line“ Ausstattung. Beim Neuwagenkauf können die Kunden in Deutschland bei allen Q5-Plug-in-Hybriden 5.625 Euro Förderung netto beanspruchen.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.

Lukas Schmidt

24 Feb. 2021