Auto-Versicherung: Neue Typenklassen

Alljährlich kommt die Typenklasse für Autos auf den Prüfstand. Sie ist Grundlage für die Beitragshöhe der Versicherung. In diesem Jahr sind elf Millionen Halter betroffen.

Bald könnte Autohaltern Post ins Haus flattern. Denn es könnte sein, dass sie zu denen gehören, deren Autos in eine höhere oder niedrigere Typenklasse eingeordnet wurde.

 

Die Typenklassen beinhalten Schaden- und Unfallbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells. Die Berechnungen resultieren aus Fahrzeugschäden und den damit verbundenen Reparaturkosten der letzten drei Jahre. Wurde das Modell etwa selten in einen Unfall verwickelt und wurden wenig Versicherungssummen an den Geschädigten gezahlt, kann es in eine niedrige Klasse rutschen – und umgekehrt.

 

„In die Berechnungen der Vollkasko-Versicherung fließen die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbst verschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden ein (u. a. Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse). Für die Statistiken der Teilkasko-Versicherung werden nur Teilkasko-Schäden betrachtet“, heißt es beim GDV.

 

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) steigen über sieben Millionen Pkw im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere Klasse. 4,3 Millionen profitieren aber von der Einstufung in eine niedrigere Klasse und zahlen somit möglicherweise auch weniger Versicherungsgebühren.


Neben der Pflichtversicherung ist auch die Teilkaskoversicherung betroffen. 64 Prozent der Autos verbleiben in ihrer bisherigen Klasse. Vier Prozent (etwa 490.000 Autos) werden höher eingestuft. Die Halter von rund einem Drittel (32 Prozent) und damit rund 4,1 Millionen Autos können von niedrigeren Klassen profitieren. Für 57 Prozent der Vollkasko-Versicherten bleibt die Klasse gleich. Etwa 40 Prozent (rund 9,5 Millionen werden herabgestuft: Rund 660 000 Autos oder 3 Prozent rutschen in die höhere Klasse.

 

Welche Auswirkungen das auf die Versicherungsrechnung hat, ist noch offen. Die Typenklasse ist nur ein Bestandteil bei der Festlegung der Prämien. In den Betrag fließt auch noch der Ort, an dem das Fahrzeug angemeldet ist - also der Regionalklasse - ein. Ob die Versicherten mehr oder weniger zahlen müssen, steht am 1. Januar fest. Ab dann gilt die neue Klassifizierung. Bei neuen Verträgen können die Versicherungen die Neueinteilung mit sofortiger Wirkung berücksichtigen.


Der GDV hat dazu eine Abfrageseite mit Informationen zur Typklasse von mehr als 32.000 Fahrzeugen bereitgestellt


(Foto: ProMotor/T.Volz)

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