Automacherin: Mary Barra

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In unserer Serie „Die Automacher“ stellen wir prägende Persönlichkeiten aus der Autobranche vor. Heute: GM-Chefin Mary Barra.

Die Entscheidung, ab Ende 2035 keine Verbrenner mehr zu produzieren, war ein medialer Treffer. Zudem soll der komplette Konzern bis 2040 CO2-neutral wirtschaften, tat GM-Chefin Mary Barra kürzlich kund: „General Motors wird Teil einer Allianz von Regierungen und Unternehmen rund um den Globus sein, die an einer sichereren, grüneren und besseren Welt arbeiten.“. Damit bekennt sich der erste traditionelle US-Hersteller zur umweltfreundlichen Mobilität nach dem Beispiel des US-Bundesstaates Kalifornien. Damit bewies Barra einmal mehr, dass sie Chancen zu nutzen weiß. Denn kaum war Donald Trump offiziell vom umweltfreundlicheren Joe Biden abgelöst, raffte sie sich zu diesem Bekenntnis auf. Wer ist die Frau, die einem Unternehmen vorsteht, deren Automarken um die 17 Prozent Marktanteil hält?


Mary Teresa Barra, geborene Makela, erblickte am Heiligen Abend des Jahres 1961 in Waterford, Michigan, das Licht der Welt. Schon zu der Zeit war ihr Schicksal mit General Motors verknüpft. Ihr Vater mit finnischen Wurzeln arbeitete als Schlosser bei Pontiac. Nach der Devise: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm heuerte Barra selbst bei Pontiac an, nachdem sie im General Motors Institute (Kettering University) 1985 ihr Studium mit einem Bachelor of Science in Elektrotechnik abschloss. 1990 erwarb sie noch den Titel des Masters of Business Administration an der Stanford Graduate School of Business.


Ihre Karriere kannte ab da nur eine Richtung – nach oben und das mit Tempo. Bisheriger Höhepunkt: Sie löste im Januar 2014 Dan Akerson als Chairman und Chief Executive Officer von General Motors ab und sitzt seit Januar 2016 dem GM-Verwaltungsrat vor.

Barra ist eine Exotin, da sie die einzige Frau ist, die so eine Machtposition in der Branche bekleidet. Frauen in Führungspositionen sind in der Autoindustrie immer noch rar gesät. Dabei zeigt gerade das Beispiel Barra, das auch weibliche Vorstände Gewinne einfahren können. Zudem steuert sie das Unternehmen gut durch die Corona-Krise. Das wird an der Börse mit positiven Vorzeichen und Analystenkommentaren honoriert. Barra wird dafür auch fürstlich belohnt. 2019 verdiente Barra laut US-Magazin „Forbes“ 21,6 Millionen US-Dollar und damit das Spitzengehalt unter den Detroiter Autolenkern.


Damit das auch so bleibt, entwickelte Barra ambitionierte Visionen für den weiteren Kurs von des Mehrmarkenkonzerns GM und seine rund 164.000 Mitarbeiter. Eine davon setzt sich das Ziel „Zero Emission“, ein anderes: Zeitgewinn durch automatisiertes Fahren.


Gleichzeitig arbeitet sie an der zukunftsfähigen Transformation der persönlichen Mobilität durch fortschrittliche Technologien wie Konnektivität, Elektrifizierung und autonomes Fahren. Dafür investiert sie Milliarden.Sie weiß, warum. Bevor die zweifache Mutter GM-Chefin wurde, verantwortete sie seit August 2013 als Executive Vice die globale Produktentwicklung, Einkauf und Lieferkette bei GM. Zuvor war sie als Senior Vice President für globale Produktentwicklung tätig und musste Trends immer schon umsetzen.

Barra ist darüber hinaus Mitglied des Board of Directors der Walt Disney Company, des Board of Trustees der Duke University und des Detroit Economic Club. Sie ist außerdem Mitglied des Business Council und Vorstandsmitglied des Business Round Table, wo sie den Vorsitz im Ausschuss für Bildung und Arbeitskräfte und einen gleichnamigen Unterausschuss für den Sonderausschuss für Rassengerechtigkeit und Gerechtigkeit innehat. Black Lives Matter lässt grüßen und zeigt erneut, dass Barra einen Riecher für Strömungen hat. Ihr Instinkt hat sie auf jeden Fall weit gebracht. Im vergangenen Jahr setzte sie „Forbes“ auf Platz 6 der Liste Power Women.

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