Chinesischer Markt trotzt der Chipkrise

Arne Roller

12 Jan. 2022

Während deutsche Hersteller schwächelten, nahmen die Verkäufe auf dem größten Automarkt der Welt in 2021 zu.

Die andauernde Chipkrise stellt für Hersteller in aller Welt fortlaufend eine Herausforderung dar. Ungeachtet dessen konnte der chinesische Automarkt im vergangenen Jahr um 3,8 % auf 26,3 Millionen Fahrzeuge – schwere Nutzfahrzeuge mitgerechnet – wachsen. Das vermeldete der chinesische Autoverband CAAM am Mittwoch. Laut einer Meldung der dpa rechnet der Verband auch für 2022 mit weiterem Wachstum.


Bei den guten Zahlen in 2021 konnte vor allem ein prominenter Hersteller nicht mithalten: Volkswagen musste im vergangenen Jahr Absatzeinbußen im Reich der Mitte hinnehmen. Und das, obwohl der Absatz von Fahrzeugen mit Elektroantrieb in China mit einem Anstieg von 168 % regelrecht explodierte.



China: Chipkrise verlangsamt Wachstum in der zweiten Jahreshälfte


Vor allem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres zog der Absatz in China stark an, wurde dann aber wegen des Chipmangels wieder eingebremst. Insgesamt blieb aber ein Zuwachs. Die zweite chinesische Branchenvereinigung PCA legte schon gestern ihre Zahlen vor. Sie misst die Auslieferungen von Pkw, SUV, Minivans und leichten Nutzfahrzeugen und errechnete für 2021 einen Zuwachs von 4,5 Prozent auf 20,5 Millionen Autos. Es war der erste Anstieg seit 2018.


China ist derzeit der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Konzerne Volkswagen (mit den Töchtern Audi und Porsche), Daimler und BMW. Neben Volkswagen verzeichnete auch Mercedes-Benz in China einen leichten Rückgang bei den Verkäufen. BMW hat seine Zahlen für 2021 noch nicht vorgelegt.


(Foto: Auto China Peking 2016, Credits: Daimler)

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Arne Roller

12 Jan. 2022