Automobili Estrema Fulminea – Im Zeichen des Blitzes

Ralf Kund

18 Mai. 2021

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Der italienische Hypercar-Hersteller Automobili Estrema setzt auf neue Technologie um mit dem Fulminea einen Sportwagen der Superlative auf die Straße zu bringen

(Fotos: Automobili Estrema)

Die Zahlen sind beeindruckend: 2040 PS, in unter zehn Sekunden auf 300 km/h – und fast zwei Millionen Euro teuer, ohne Mehrwertsteuer. Schon auf dem Papier ist der Fulminea der neugegründeten italienischen Firma Automobili Estrema beeindruckend. Der erste Prototyp, der zwar noch nicht fährt, sieht extrem rassig aus, spielt mit Elementen aus dem Rennsport und lockt mit effektvollen Rückleuchten, die fast frei schwebend wirken und aus sich selbst zu leuchten scheinen.

Doch auch unter der Haut geht es sehr modern zu, denn der von vier E-Motoren angetriebene Supersportler setzt nicht nur auf eine Feststoff-Lithium-Ionen-Batterie mit 100 kWh, sondern kombiniert den 300 kg wiegenden Akku zudem mit zwei Superkondensatoren auf der Vorderachse. Mit dieser hybriden Bauart will Automobili Estrema eine extrem hohe Energiedichte von 500 Wattstunden pro Kilogramm erreichen und die hohe Ladekapazität eines Feststoffakkus mit der Schnelligkeit von Superkondensatoren verbinden. Die Reichweite wird mit 520 Kilometern angegeben, das Laden von 10 auf 80 Prozent Batteriefüllung soll in weniger als 15 Minuten möglich sein. Gesteuert werden Ultracaps und Akku von einem neuartigen Batteriemanagement-System mit dem Namen „Eve-AI“.    

Für die Akku-Einheitkooperiert Automobili Estrema mit dem türkischen Spezialisten Imecar und der belgischen ABEE-Gruppe. Gemeinsam wollen die Partner zudem die erste italienische Gigafactory für Akkus auf die Beine stellen. Die dort entwickelten und produzierten Zellen sollen nicht nur für automobile Zwecke einsetzbar sein.

Vom Fulminea sollen 2023 lediglich 61 Exemplare entstehen, das erste fahrbereite Auto wird für die Jahresmitte 2022 erwartet. Hinter Automobili Estrema, die einen Blitz als Logo erkoren hat, das sich auch in der Seitenansicht des Fulminea zeigt, stecken keine Unbekannten. Als CEO fungiert Gianfranco Pizzuto, der 2007 Fisker Automotive mitgegründet hat, Technikchef ist Roberto Olivo, der unter anderem für Fiat, Alfa Romeo und Lancia gearbeitet hat. Für das Design ist der Deutsche Alexander Klatt verantwortlich, der nach Stationen bei Mercedes, BMW und Opel ebenfalls für Fisker gearbeitet hat.




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Ralf Kund

18 Mai. 2021