Autonomes Fahren: aktuell im Hintergrund – aber nicht langfristig

Obwohl selbstfahrende Autos derzeit nicht die Schlagzeilen beherrschen, läuft im Hintergrund die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Denn laut McKinsey sind die selbstfahrenden Vehikel ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld für die Auto- und die Datenbranche.

Die Arbeiten am autonomen Fahren laufen aktuell sprichwörtlich eher im Dunkeln ab. Aber sie laufen. (Foto: Volvo)


Obwohl selbstfahrende Autos derzeit nicht die Schlagzeilen beherrschen, läuft im Hintergrund die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Denn laut McKinsey sind die automatisierten Vehikel ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld für die Auto- und die Datenbranche.


Der Hype um autonome Fahrzeuge scheint abgeklungen zu sein. Doch auch wenn die Berichterstattung über die Technologie in der öffentlichen Wahrnehmung nachgelassen hat, laufen in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Autoherstellern und Datenriesen wie Google nach wie vor massive Entwicklungsarbeiten. Aufgeben geht nicht. Denn dafür hat man zu diesem Zeitpunkt schon zu viel investiert. Aber vieles bremst die Markteinführung von autonomen Autos.


Etwa müssen derzeit alle Mittel und menschlichen Ressourcen in die Entwicklung von E-Fahrzeugen gesteckt werden, außerdem fehlen fürs automatisierte Fahren nach wie vor belastbare Regeln und Vorschriften. Das bedeutet für die Autohersteller, dass sie auf alles gefasst sein müssen, auch auf neue Gesetze. Das ist für die Entwickler mühsam und kostspielig, da trotz Bemühungen seitens der Staaten noch nicht feststeht, welche Regularien am Ende gültig sind.


Aber wer glaubt, autonomes Fahren ist vom Tisch, irrt. Die Vorteile wie steigende Verkehrssicherheit oder besserer Verkehrsfluss sind unbestritten.


Laut einer McKinsey-Umfrage wird die Technologie in Zukunft ein Kauffaktor für Kunden: Die Befragung von 1.000 Personen in China, Europa und den USA ergab beispielsweise, dass rund 60 Prozent der Befragten in jeder Region die Automobilmarken wechselten, wenn ein Fahrzeug bessere autonome Funktionen aufwies.


Unter Käufern von Premium-Autos zeigt McKinseys „Future Mobility“-Umfrage, dass die Bereitschaft, die Marke aufgrund besserer autonomer Funktionen zu wechseln, „in China (81 Prozent) signifikant höher ist als in den USA (52 Prozent) oder Europa (etwa 60 Prozent).“ Damit erweist sich diese Zielgruppe als Innovationsmotor für die Branche. Und es bleibt bei dem Grundsatz, technologische Neuerungen werden von oben nach unten weitergereicht.


Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die meisten Kunden würden zögern, autonome Fahrzeuge zu kaufen, wenn es dem Fahrer nicht ermöglicht ist, die Kontrolle zu übernehmen. Sie zeigten sich jedoch interessiert daran, autonome Systeme in bestimmten Situationen einzusetzen. Die Kunden bewerten Fahrerassistenzfunktionen und weitere Serviceleistungen in Staus und auf Autobahnen als wichtiger als in städtischen Gebieten, da sie Staus und eintöniges Fahren auf Autobahnen als müßig ansehen. Das variiert laut McKinsey von Autonation zu Autonation: „In China beispielsweise sind Stauunterstützungsfunktionen wichtiger (und nützlicher) als ein Autobahnpilot, der Autos mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern fahren kann.“

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