Autonomes Fahren: Uber steigt aus

Der Traum vom autonomen Auto hat Mobilitätsdienstleister Uber endgültig fahren lassen. Andere bleiben beim selbststeuernden Fahrzeug dran.

Uber steigt aus dem Wettbewerb ums automatisierte Fahren aus. Als Grund nannte die Plattform die enormen Investitionen, um das vollautonome Fahren sicher und serienreif weiterzuentwickeln. Doch das bisher gewonnene Know-how geht nicht verloren. Die komplette Abteilung wechselt zu Aurora, die darüber hinaus mit weiteren 400 Millionen Dollar die Technologie vorantreiben wollen.


Mit viel Wirbel hatte Uber das Projekt medial vermarktet und mit Anthony Levandowski Googles Experten für die Entwicklung geholt – mit juristischen Folgen. Denn Internetriese Google bezichtigte Uber daraufhin der Industriespionage. Und es gab weitere schlechte Nachrichten für Uber: Vor zwei Jahren verunglückte eine Frau tödlich, als ein Uber-Testfahrzeug sie erfasste, weil die Software zu spät reagierte und der menschliche Fahrer mit seinem Smartphone beschäftigt war.


Der Ausstieg von Uber kann die Technologie langfristig aber nicht bremsen. Nach wie vor sind neben den Protagonisten in der Autoindustrie Unternehmen wie Googles Waymo oder Amazon am Start. Auch sprechen viele Vorteile für selbstfahrende Autos. Unfallzahlen würden sinken, der Verkehr besser fließen, bisherige Fahrer könnten sich während der Fahrt auf anderes konzentrieren. Dafür würden Kunden laut einer Studie von McKinsey auch mehr zahlen.


Schon jetzt sind die Fortschritte der Technologie in Neufahrzeugen zu sehen. Abstandsregler, Bremsassistenten und Aufmerksamkeitswarnung sind bereits jetzt schon gewohnte Helfer im Auto. Dass Fahrzeuge auf den Straßen teilweise selbstständig navigieren können, gehört in der Oberklasse schon fast zur Serienausstattung.


Doch Fahrer müssen aktuell noch die Kontrolle behalten und jederzeit eingreifen können. Ziel ist es, dass Fahrzeuge irgendwann ohne Lenkrad auskommen. Das ist aber noch Zukunftsmusik, da die Haftungsfrage gesetzlich nicht geregelt ist und es noch an entsprechender Infrastruktur hapert. Neben der Sicherheitslage und dem Ausbau des schnellen 5G-Netzes wird zudem über die Datennutzung gestritten. Ein entscheidender Faktor, denn wer die Daten hat, kann schneller entwickeln – und Geld verdienen.


(Foto: Volvo / Uber)

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.