Ave Jeep Gladiator: die Todgeweihten grüßen dich

Lukas Schmidt

23 Feb. 2021

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Nach 28 Jahren Abstinenz kehrt Jeep wieder zurück ins Pickup-Business. Auf Wrangler-Basis bietet der Gladiator all das, was ein klassischer Jeep kann – und noch mehr.

Mit dem Gladiator schickt Jeep nach langer Pause wieder einen Pickup in die Arena. Wir fassen zusammen, mit welchen antiken und modernen Waffen die Wuchtbrumme in den Ring steigt.


Der Gladiator markiert die Rückkehr der Marke Jeep in das Pickup-Segment nach 28 Jahren (Alle Bilder: Jeep)


Was sind die Tugenden des Gladiator?


Der neue Gladiator ist mit robustem, einzigartigem Design sofort als traditioneller Jeep erkennbar. Das Designteam hat den legendären Seven-Slot-Kühlergrill des Wrangler mit sieben Lufteinlass-Öffnungen beibehalten und die Öffnungen für mehr Luftdurchsatz verbreitert. Die leicht trapezförmige Kühlermaske ist im oberen Bereich etwas nach hinten geneigt, um die Aerodynamik zu verbessern.



Bei der Entwicklung der Ladefläche standen Funktionalität und Flexibilität im Vordergrund. Die Ladefläche ist beleuchtet, kann mit einer externen Stromquelle mit 230 Volt ausgestattet werden, und bietet mit integrierten Verzurr-Ösen eine Vielzahl von Verstaumöglichkeiten. Eine schützende, rutschfeste Beschichtung sowie verschiedene Abdeckungen runden das Angebot ab.



Der Innenraum des Jeep Gladiator kombiniert authentisches Styling, Komfort und Vielseitigkeit mit modernem Infotainment-System Uconnect mit sieben oder 8,4 Zoll großem Touchscreen und sieben Zoll großem TFT-Display Kombiinstrument. Apple CarPlay- und Android Auto-Konnektivität ist ebenfalls verfügbar. Optional sorgt ein Premium Alpine Audio System mit neun Lautsprechern, hinterem Subwoofer, 552 Watt starkem Zwölfkanal-Verstärker und herausnehmbarem, tragbarem, Bluetooth-Lautsprecher für ordentlich Sound.



In Punkto Assistenzsysteme bietet der Gladiator serienmäßig Voll-LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, Rückfahrkamera mit dynamischem Führungs-Gitter, Parkassistent vorne und hinten sowie elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit Wank-Stabilisierung. Zu den auf Wunsch verfügbaren Sicherheitssystemen gehören ein Toter-Winkel-Warner mit hinterer Querbewegungserkennung, Front-Kamera, Auffahrwarnung mit automatischem Bremseinsatz, Adaptive Cruise Control mit Anhalte-Funktion und Licht-/Fernlicht-Automatik.


Was können Motor und Fahrwerk?


Der 3.0 V6 MultiJet-Turbodiesel im Gladiator verfügt über Stopp-Start-System, 194 kW (264 PS) Leistung und 600 Newtonmeter Drehmoment. Er verfügt über Turbolader-Technologie mit reibungsarmen Lagern für attraktive Fahrleistungen schon bei niedrigen Drehzahlen. Das bewährte Achtgang-Wandler-Automatikgetriebe optimiert die Antriebsleistung ebenso bei Geländefahrten wie auch für gleichmäßige, effiziente Kraftentfaltung bei Autobahngeschwindigkeiten. Die legendären Offroad-Fähigkeiten der Marke werden mittels ausgeklügeltem Command-Trac 4x4-Systems mit zweistufigem Verteilergetriebe und Gelände-Untersetzung von 2,72 sowie hoch belastbaren Dana 44 Vorder- und Hinterachsen mit einer Übersetzung von 3,73 ins Gelände gebracht.


Welche Ausstattungsstufen gibt es?


Der Gladiator kann als Sport, Overland, 80th Anniversary und zum Marktstart auch in der besonders umfangreich bestückten Launch Edition bestellt werden. Die limitierte Launch Edition ist mit der Top-Ausstattung vollgepackt und soll mit 18 Zoll Leichtmetall-Rädern, Lackierung in Wagenfarbe für Hardtop und Radlaufverbreiterungen, schwarzen Teilleder-Sitzbezügen, robustem, rutschfestem Coating für die Ladefläche, Cargo Management Paket und Ladeflächen-Abdeckung sowie Alarmanlage und Winter-Paket alle Wünsche befriedigen. Für Unterhaltung und Information nicht nur an Bord sorgen serienmäßig das Alpine Premium Audio System sowie das Infotainment-System Uconnect 8.4 mit Apple CarPlay, Android Auto und Touchscreen mit 21,3 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Die Assistenzsysteme sind beim Preis von 75.5000 Euro auch alle an Bord.



Ohne diese Features startet der Jeep Gladiator in der Sport-Ausführung ab 60.500 Euro mit Soft-Top und kleinerem Bildschirm im Cockpit. Die Lackierungs-Farbpalette umfasst Schwarz, Firecracker Red, Billet Silver Metallic, Bright White, Granite Crystal Metallic, Hydro Blue, Sting-Gray, Snazzberry und Sarge Green.



Die Sport-Ausstattung steht auf 17 Zoll großen Rädern, während Overland, 80th Anniversary und Launch Edition mit 18-Zöllern fahren. Bei der Overland-Edition (ab 68.500 Euro) sind dann Hard-Top, sowie ein besseres Infotainment- und Sound-System an Bord. Die 80th Anniversary-Ausführung lockt zum Preis von 71.500 mit moderner Technologie im historischen Gewand und zahlreichen Design-Anspielungen an das lange Erbe der Marke Jeep.




Ohne Frage, ein Jeep ist der Urtyp der wahren SUV, bei denen Geländegängigkeit nicht nur im Namen steckt. Dass der Gladiator kein Auto für den Alltag ist, steht aber ebenso fest wie die Tatsache, dass einen Doppelkabinen-Pickup in Deutschland so gut wie niemand wirklich braucht. Aber darum geht es in diesen Sphären und Modellklassen ohnehin nicht – sondern um das vielzitierte Lebensgefühl. Und da transportiert die moderne Jeep-Designsprache den klassischen Look gekonnt ins Hier und Jetzt und sorgt für starken Flair. Wenn es also unbedingt ein Pickup sein muss, dann gefälligst dieser Jeep und nicht irgendein Lifestyle-Pritschenwägelchen.

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Lukas Schmidt

23 Feb. 2021