Beckham investiert in Lunaz

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Der Ex-Fußballstar folgt dem Beispiel des mächtigen Finanz-Clans Barclay, der Familie Reuben (zweitreichste Familie Großbritanniens) und der Oberschichtsippe Dellal und investiert in das Upcycling- und Fahrzeugelektrifizierungsunternehmen Lunaz.

(Fotos: Lunaz)


Prominente stecken zunehmend Geld in nachhaltige Projekte. Der ehemalige Fußballprofi David Beckham ist einer von ihnen und engagiert sich nun bei Lunaz. Beckham investiert schon länger Start-ups, unter anderem im Bereich eSports und nun auch umweltverträglich durch seine Lunaz-Beteiligung von zehn Prozent. Das Unternehmen betreibt Upcycling von Kraftfahrzeugen und rüstet diese auf Elektroantrieb um.


„Das Unternehmen hat mich durch ihre Arbeit einige der schönsten Oldtimer durch Upcycling und Elektrifizierung zu restaurieren, angezogen. David Lorenz und sein Team von Weltklasse-Ingenieuren bauen etwas ganz Besonderes und ich freue mich darauf, Teil ihres Wachstums zu sein“, sagte David Beckham bei seiner Antrittsrede.

Das Unternehmen reklamiert für sich eine globale Führungsrolle bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen mit traditionellem Antrieb. Dabei Klassiker und Oldtimer aller bekannten Marken wie Rolls-Royce oder der 1961-er Bentley Continental Flying Spur. Die Lunaz-Version wurde von BBC Top Gear mit dem "Electric Vehicle Award" ausgezeichnet. 


Dank des Verfahrens können Oldtimer-Freaks für etwa 390.000 Euro ihr Lieblingsstück mit E-Antrieb inklusive Restaurierung zeitgemäß flott machen lassen. Bestandteil der Generalüberholung ist auch eine Verbesserung der Federungs-, Lenkungs- und Elektroniksysteme. Die Leistungsbandbreite reicht von 135 bis fast 600 PS. Steuerelektronik und fehlende Ersatzteile (mitunter über 3-D-Druck) fertigt man im Haus. Die Neuerung der alten Schätze wird optisch so diskret wie möglich durchgeführt. Die Tanköffnung fungiert nun als Ladebuchse, die Pedale werden für den elektrischen Antrieb angepasst und die Bremsen werden auf Energierückgewinnung mittels Rekuperation umgestellt. Lediglich an der Instrumententafel lässt sich auf den ersten Blick erkennen, dass das Auto auf E-Technologie umgerüstet ist.


Darüber hinaus rüstet das Unternehmen ganze Firmenflotten an Nutzfahrzeugen mit E-Antrieben um, als Reaktion auf den zunehmenden Druck der Gesetzgeber, den Einsatz emissionsreicher Fahrzeuge in Innenstädten zu begrenzen. „Das Upcycling bestehender Personen-, Industrie- und Nutzfahrzeuge stellt eine nachhaltige Alternative zu Neufahrzeugen dar. Unser Ansatz wird Flottenbetreibern Kapital einsparen und gleichzeitig die Verschwendung im globalen Streben nach Dekarbonisierung drastisch reduzieren“, sagt David Lorenz, Gründer und CEO von Lunaz.

Das Geschäftsmodell hat Potenzial, sagen sie bei Lunaz, denn bis 2030, wenn die Verbrennungsmotoren in wichtigen Märkten verboten werden, werden mehr als 2 Milliarden konventionell angetriebene Fahrzeuge auf der Erde existieren. Remanufacturing, Upcycling und Elektrifizierung können die Verschrottung eines Großteils dieser Fahrzeuge verhindern. 


Mit dem frischen Geld wollen die Briten die globale Expansion vorantreiben. Als Erstes will Lunaz die Umrüstung von den 80 Millionen industrieller Lkw in den USA, der EU und Großbritannien anbieten, einschließlich die von Müllfahrzeugen.


Die Teststrecke für die umgerüsteten Fahrzeuge liegt vor der Tür. Das Unternehmen hat seinen Sitz vor den Toren der Rennstrecke Silverstone im Silverstone Technology Cluster. Vielleicht hilft ja Investor Beckham nicht nur mit Geld, sondern auch als Testfahrer.



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