Bestellstart Ford Mustang Mach-E GT: 5 Fragen beantwortet

13 Juli. 2021

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Das legendäre Muscle Car von Ford ist nun auch ein vollelektrisches SUV-Coupé. Am Wochenende wurde die höchste Ausbaustufe beim Goodwood Festival of Speed vorgestellt, jetzt ist sie auch bestellbar. Alle Infos.

Wofür steht der Mustang Mach-E GT?

Der Mustang Mach-E GT ist die leistungsstärkste Version der rein elektrischen Baureihe Mustang Mach-E: Mit einem maximalen Drehmoment von 860 Nm übertrifft der GT alle bisherigen Serienmodelle, die Ford in Europa angeboten hat. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der Stromer damit in gerade einmal 3,7 Sekunden.

 

Dank zweier Wechselstrom-Motoren mit einer kombinierten Leistung von 487 PS, serienmäßigem Allradantrieb, MagneRide-Fahrwerk und Hochleistungsbremsen verspricht Ford „herausragende Fahrleistungen auf Supersportwagenniveau und beeindruckende Agilität“. Die adaptive Funktionsweise des Fahrwerks basiert auf Stoßdämpfern mit einer metall-partikelreichen Hydraulik-Flüssigkeit, deren Viskosität sich über Magnetfelder nahezu in Echtzeit veränderten Bedingungen oder dem gewählten Fahrmodus anpassen lässt.

 

Auch die spezielle Kalibrierung des Antriebsstrangs trägt zu den Fahrleistungen bei: Sie teilt den Hinterrädern einen größeren Anteil des Motormoments zu als den anderen Mach-E-Allradversionen. Um das extreme Drehmoment auf die Straße zu bringen, hat Pirelli eine maßgeschneiderte Reifenmischung im Format 245/45 R20 entwickelt. Aufgezogen auf Acht-Zoll-Felgen, ein Zoll mehr als die Felgen des „konventionellen“ Mach-E, sollen die Reifen „außergewöhnlichen Grip bei hoher Seitenstabilität“ garantieren. „Die speziell entwickelten Pirelli-Reifen krallen sich regelrecht in den Boden und reduzieren in Kombination mit dem MagneRide-Dämpfersystem die Wank-Neigung der Karosserie erheblich", so Rob Iorio, Leiter Fahrzeugtechnik des Mustang Mach-E GT.

 

Der permanent-erregte Synchronmotor an der Hinterachse erreicht bereits nach einer Ansprechzeit von nur 0,5 Sekunden seine maximale Antriebskraft. Unabhängig davon steuert der vordere Motor des Allradsystems weitere Leistung, Drehmoment und Traktion bei.

 

Man merkt es vermutlich schon: Der Mach-E GT ist nicht nur für die Straßen gemacht, sondern auch für die Rennstrecke. Tatsächlich kommt er sogar mit einem ausschließlich für den Rennstreckeneinsatz zugelassenen Fahrmodus. „Ungezähmt extended“ lautet dessen illustrer Name – und er verspricht eine feinere Dosierbarkeit der Leistung für das Fahren im Grenzbereich sowie eine reduzierte Aktivierungsschwelle des ESP und der Traktionsregelung. Die regulären Fahrmodi heißen „zahm“, „aktiv“ und „ungezähmt“ und werden von künstlichen Motorsounds akustisch begleitet – eine Spielerei.


Keine Spielerei: Wer „ungezähmt extended“ unterwegs ist, wird auf ein Extra an Bremskraft nicht verzichten wollen. Dafür sorgen die innenbelüfteten Bremsscheiben an der Vorderachse mit 385 Millimeter Durchmesser. Hersteller der Hochleistungsanlage ist Brembo – also die Firma, der professionelle Motorsportler genauso vertrauen wie hobbymäßige Rennstreckenrowdys. Etwa weil die Italiener mit einer eigenen Abteilung gezielt nach Produktnachbauten suchen und den Handel damit unterbinden.

 

Wie macht der Mustang Mach-E GT äußerlich her?

Die Topversion einer Baureihe muss ihre Leistungsfähigkeit selbstredend auch optisch unterstreichen. Der Mach-E GT macht das zum Beispiel mit Leichtmetallrädern im serienmäßigen 20-Zoll-Fomat, den exklusiven Karosserietönen „Cyber Orange“ oder „Atoll-Blau Metallic“ und Sportsitzen von Ford Performance. Zu den äußerlichen Blickfängern gehören ansonsten der eigenständig gestaltete Polycarbonat-Grill mit D-Effekt, die Bugschürze mit Spoiler-Lippe und die zusätzlichen Lufteinlässen an der Frontpartie.

 

Andererseits soll der Mach-E natürlich auch die Brücke zum klassischen Mustang schlagen, was ob der drastischen Unterschiede in der Formensprache aber gar nicht mal so leicht ist. Trotz Coupé-artig verlaufender Dachlinie schaut der Mach-E GT deutlich speckiger aus als der durchtrainierte Weltbestseller unter den Sportwagen. Eine eindeutige Parallele stellen jedoch die dreiteiligen Hecklichter dar – was durchaus Sinn ergibt, denn die mag man als Mustang-Fahrer den weniger wilden Verkehrsteilnehmern ja gegebenenfalls mal zeigen.

 

Und das Interieur?

Im Innenraum deutet derweil nahezu nichts darauf hin, dass der Namensgeber des Modells ein klassisches Muscle Car mit nur zwei vollwertigen Sitzen ist. Hingegen schreit das Interieur des Mach-E GT geradezu Tesla, insbesondere das gigantische 15,5-Zoll-Touchdisplay im Hochformat. Und von der Geräumigkeit her kann man sich im Innenraum sehr viel eher eine vierköpfige Familie in den Sommerferien vorstellen als Steve McQueen auf Verfolgungsjagd durch die stufigen Straßen San Franciscos, auch wenn die serienmäßigen Sportsitze dafür wohl ganz gut geeignet wären. Ford verspricht „exzellenten Seitenhalt“ und ein Oberflächenmaterial in Soft-Touch-Leder-Qualität – letzteres auch für das Lenkrad.

Zum automobilen Fest für die Sinne gehört das Hören aber natürlich genauso wie das Fühlen. Hierfür setzt Ford auf eine Anlage den dänischen Premium-Herstellers Bang & Olufsen, die mit zehn Lautsprechern inklusive Subwoofer und 560 Watt Leistung auch audiophilen Ansprüchen genügen soll.

 

Mit einem vergleichbar großen SUV ohne Coupé-artige Dachlinie kann der maximale Stauraum logischerweise nicht mithalten, einiges rein geht in den zwischen 402 und maximal 1420 Liter fassenden Kofferraum aber trotzdem. Damit nicht genug, denn vorne gibt es zudem einen sogenannten „Frunk“, einen „front trunk“ also. Der fasst weitere 100 Liter und lässt sich dank eines Ablaufs auch als Kühlbox nutzen.

 

Was geht in puncto Reichweite und Assistenz?

Die „Extended Range“-Batterie hat eine nutzbare Kapazität von 88 kWh (Brutto-Kapazität: 98,7 kWh), was einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern im kombinierten WLTP-Zyklus entspricht. Anders gesagt: ein durchaus alltagstauglicher Aktionsradius. An einer Schnell-Ladesäule kann der Mach-E GT mit bis zu 150 kW Ladeleistung in nur zehn Minuten genug Energie für weitere 99 Kilometer „tanken“. Für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent vergehen 45 Minuten. Von Vorteil: Fahrer können fünf Jahre lang das „FordPass Charging Network“ ohne Grundgebühr nutzen.

 

Zur Serienausstattung gehören allerlei assistierende Annehmlichkeiten. Ab Werk mit an Bord sind eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage samt Fahrspur- und Stau-Assistent mit Stopp-&-Go-Funktion, ein Toter-Winkel-Assistent, ein Park-Assistent mit Ein- und Ausparkfunktion sowie teilautomatisierter und sowie der Pre-Collision-Assistent mit Notbremsfunktion und Querverkehr-Erkennungssystem.

 

Was kostet der Mustang Mach-E GT?

Ein Schnäppchen ist die Topversion des vollelektrischen Wildpferds von Ford nicht. Doch immerhin schafft sie es mit dem Nettolistenpreis der Basisversion von unter 65.000 Euro noch auf die Liste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für förderfähige Elektroautos. Vom Bruttoverkaufspreis ab 72.900 Euro können somit insgesamt 7500 Euro abgezogen werden, zwei Drittel davon gibt’s vom Bund, ein Drittel trägt Ford bei. Bestellbar ist der Stromer ab sofort.


Wer sozusagen lieber gegen den Strom fährt, dürfte am Mustang Mach-1 dank Suchtgefahr-Sauger mit 5 Litern Hubraum, 8 Zylindern und, yeah, 0 Turbos mehr Freude haben – und zahlt auch ohne Förderung weniger. 

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