Blume: Entscheidung über Bugatti naht

Mathias Keiber

22 Feb. 2021

1/2
Die Zukunft von Bugatti soll im Volkswagen-Konzern noch im ersten Halbjahr geklärt werden. Das sagte Porsche-Chef Blume am Wochenende in einem Interview.

Wie geht es weiter mit Bugatti im VW-Konzern? Das britische Automobilmagazin „Car“ berichtete letztes Jahr, Volkswagen stehe kurz davor, Bugatti an den kroatischen E-Supersportwagen-Hersteller Rimac Automobili zu verkaufen. Im Gegenzug würde Porsche den Anteil von aktuell 15,5 Prozent an Rimac erhöhen, hieß es. Seitdem ist es still geblieben in der Angelegenheit. Doch nun hat Oliver Blume, Porsche-Chef (im Titelfoto) und im VW-Konzern-Vorstand für die Markengruppe „Sport & Luxury“ zuständig, zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht.


Im Interview mit dem Fachmedium „Automobilwoche“ sagte Blume: „Bugatti ist ein Konzernthema. Und Bugatti ein Teil der Luxusgruppe. Derzeit gibt es intensive Überlegungen darüber, wie Bugatti bestmöglich in die Zukunft geführt werden kann. Dabei könnte auch Rimac eine Rolle spielen, weil die Marken technologisch gut zusammenpassen. Es gibt derzeit verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Konstruktionen. Ich gehe davon aus, dass das Thema im ersten Halbjahr im Konzern entschieden wird.“

Mate Rimac (Fotos: Porsche)


Mit Blick auf Rimac betonte Blume das Bedürfnis nach starken Partnern: „Rimac ist auf der Elektro- und Batterieseite sehr agil, gut in prototypischen Lösungen, bei Kleinserien und in der Fähigkeit, Themen anders zu denken.“ Porsche habe sich an an der Firma beteiligt, um Komponenten entwickeln zu lassen. Man wolle aus Rimac einen Tier1-Lieferanten im Hochtechnologie-Segment machen. Dabei gehe es uns auch um Hybrid-Antriebe und um das schnelle Testen prototypischer Lösungen. „Mate Rimac ist ein positiver, innovativer Mensch und passt gut zu Porsche“, so Blume.


Ob das Investment in Rimac bei einem etwaigen Supersportwagen eine Rolle spielen könnte, dazu will Blume indes nichts sagen: Es sei nichts entschieden, es gebe noch nicht einmal Skizzen. Es sei jedoch klar: „Wenn Porsche auf diesem Gebiet wieder aktiv werden sollte, wird es ein automobiler Leuchtturm sein. Wer dabei eine Rolle spielen könnte, dafür ist es noch viel zu früh.“


Dass E-Fuels für Porsche eine Rolle spielen werden, ist derweil unstrittig. „Bei den synthetischen Kraftstoffen wollen wir mit Pioniergeist vorangehen, auch wenn wir nicht diejenigen sind, die diese Kraftstoffe dann in großem Maßstab einsetzen“, so Blume. „Der 911 ist von der Karosserieform so konstruiert, dass er nur als Verbrenner funktioniert. Mit einer schweren Batterie wäre er nicht mehr in dieser ikonischen Weise fahrbar. Wir halten nichts von Kompromissen und Multitraktion. Deshalb fahren wir den 911 mit Verbrennungsmotor nachhaltig über E-Fuels in die Zukunft.“




360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.

Mathias Keiber

22 Feb. 2021