BMW: Brennstoffzelle in der Erprobung

1/3
Die Testphase für den i Hydrogen Next hat begonnen.

(Fotos: BMW)


BMW startet die Alltagserprobung von seriennahen Fahrzeugen mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb auf europäischen Straßen. Mit den Prototypen des i Hydrogen Next wird dabei das Zusammenwirken zwischen dem CO2-freien Antrieb, der modellspezifischen Fahrwerkstechnik und den Systemen der Fahrzeugelektronik unter praxisnahen Bedingungen getestet.


Beim i Hydrogen NEXT handelt es sich um ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug, das Wasserstoff als Energieträger nutzt und diesen in einer Brennstoffzelle zu Strom umwandelt. Mit dem jetzt gestarteten Erprobungsprogramm will BMW die Voraussetzungen schaffen, Ende 2022 eine Kleinserie des auf der Basis des X5 entwickelten Modells präsentieren zu können.

BMW war im Wasserstoff-Segment schon früh aktiv und kooperiert seit acht Jahren in dem Bereich mit Toyota: Die Zellen der Brennstoffzelle kommen vom japanischen Hersteller; der Brennstoffzellen-Stapel und das Gesamtantriebssystem stammen allerdings von BMW.


Die Partnerwahl von BMW ist klug: Die Japaner liegen beim Thema weit vorn und entwickeln derzeit in einer frühen Phase eine Art Nachrüstlösung für Verbrenner, um die traditionellen Antriebe auf Wasserstoff umzurüsten.


Die Energiegewinnung in dem jetzt getesteten Brennstoffzellenfahrzeug ist das Ergebnis einer chemischen Reaktion zwischen dem mitgeführten Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft. Dabei wird eine elektrische Leistung von 125 kW/170 PS erzeugt. Ein unterhalb der Brennstoffzelle angeordneter elektrischer Wandler passt deren Spannungsniveau an das des Elektromotors an, der für den Antrieb des BMW i Hydrogen EXT sorgt.


Damit die Freude am Fahren nicht zu kurz kommt, sorgt die in einer Leistungspuffer-Batterie gespeicherte Energie zusätzlich für die notwendige Dynamik. Dadurch kommt das Fahrzeug auf eine Systemleistung von 275 kW/374 PS, die laut BMW „exakt dem Niveau des derzeit stärksten in BMW-Modellen eingesetzten Reihensechszylinder-Ottomotors entspricht“.

Weitere technische Details gefällig? Die in der Leistungspuffer-Batterie gespeicherte Energie wird während der Fahrt durch Rekuperation in Schub- und Bremsphasen umgewandelt. Der zur Versorgung der Brennstoffzelle benötigte Wasserstoff wird in zwei 700-bar-Tanks aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) gespeichert. Gemeinsam fassen sie sechs Kilogramm Wasserstoff.


Ende des kommenden Jahres wollen die Münchner mit einer Kleinserie ein Angebot auf den Markt bringen. Denn wie die meisten Hersteller mit Ausnahme von Volkswagen erwartet BMW für die Antriebsart eine große Zukunft. „Besonders bei größeren Fahrzeugklassen ist die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie eine interessante Option für nachhaltige Antriebe“, sagt BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.