BMW iX: Produktion angelaufen

Mathias Keiber

05 Juli. 2021

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Das vollelektrische SUV hat die Fertigung in Dingolfing entscheidend verändert.

Mit einem großen, vollelektrischen SUV hat sich BMW mehr Zeit gelassen als die Konkurrenz aus Ingolstadt und Stuttgart: Der e-tron von Audi und der EQC von Mercedes sind seit gut zwei Jahren auf den Straßen. Der iX von BMW kommt erst im vierten Quartal des laufenden Jahres. Im Werk in Dingolfing ist nun aber die Serienfertigung des Stromers angelaufen. Damit fahren dort jetzt Fahrzeuge aller von BMW angebotenen Antriebsvarianten vom gleichen Band, also Verbrenner, Plugin-Hybride und vollelektrische Modelle. Konkret teilt sich der iX die Montagelinie mit Fahrzeugen der Reihen 5er, 7er und 8er.


Um die notwendige Flexibilität für die Antriebsvielfalt zu gewährleisten, wurde die Dingolfinger Fahrzeugmontage erweitert und umstrukturiert. Insgesamt investierte BMW für den iX mehr als 400 Millionen Euro in das Werk. Viele der Umbaumaßnahmen kommen jedoch auch den Nachfolgegenerationen des 7ers und des 5ers zugute. Für beide Modellreihen sind ebenfalls vollelektrische Varianten angekündigt.

BMW iX am Dingolfinger Werkstor. (Foto: BMW)


Schon dieses Jahr plant die BMW mit dem iX und neuen PHEV-Modellen allein im Werk Dingolfing eine Verdopplung des Anteils elektrifizierter Fahrzeuge am Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Bis zur Mitte des Jahrzehnts soll sogar die Hälfte der in Dingolfing produzierten Fahrzeuge elektrifiziert sein. „Bereits nächstes Jahr wird der BMW iX eines der volumenstärksten Modelle am Standort sein“, sagt BMW-Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic (rechts vorn im Titelbild / Quelle: BMW).


Auf den iX folgt im Herbst der i4, der in München produziert wird. Ende 2022 sollen alle deutschen Werke mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug produzieren. In Dingolfing wird im Zusammenspiel mit den Komponentenwerken derweil auch der E-Antrieb, die Batterie sowie die komplette E-Achse des iX produziert. Ab 2022 sollen dort E-Antriebe für mehr als eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge gebaut werden.


BMW: Nachhaltigkeit ist Trumpf


Bei all dem hat sich BMW Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben und betont, was hierbei bereits alles geschehen sei. So habe sich der Ressourcenverbrauch je produziertem Fahrzeug im Zeitraum von 2006 bis 2020 bereits mehr als halbiert, die CO2-Emissionen seien sogar um 78 Prozent gesenkt worden. Bis zum Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen in der Produktion je gefertigtem Fahrzeug um weitere 80 Prozent sinken.


„Dazu haben wir im Werk Dingolfing eine Reihe von Maßnahmen um- und zusätzlich neu aufgesetzt“, sagt Christoph Schröder, Leiter des Werks (links vorne im Titelbild). Zum Beispiel wird der iX ausschließlich mit regionalem und direkt bezogenem Grünstrom aus zwei Wasserkraftwerken an Isar und Lech gefertigt. Das gesamte Werk soll wie alle BMW-Standorte zudem bereits dieses Jahr „über entsprechende Kompensationen und Zertifikate bilanziell CO2-neutral gestellt werden“.


Klar, Greenwashing spielt dabei natürlich auch eine Rolle. 

Mathias Keiber

05 Juli. 2021