BMW iX-Weltpremiere: Eine neue Ära beginnt

Arne Roller

11 Nov. 2020

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2018 stellte BMW den Vision iNEXT erstmals vor. Sowohl außen als auch innen kommt der nun vorgestellte iX der Studie sehr nah.


2018 stellte BMW den Vision iNEXT erstmals vor. Sowohl außen als auch innen kommt der nun in München vorgestellte iX der Studie sehr nah.


Der BMW iX könnte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen: Die Nachfrage nach E-Autos ist so hoch wie noch nie, der i3 verkauft sich wie geschnitten Brot und wirkliche Konkurrenz in seinem Segment hat der kommende iX nicht. Das Model X hat immerhin schon fünf Jahre auf dem Buckel, der Audi e-tron ist deutlich günstiger zu haben.


Von minimalistischen, ja gar „monolithischem“ Design sprechen die Bayern. Zwar kommt das Design in seiner Einfachheit und Klarheit nicht ganz an das der Studie von 2018 heran, aber der Fokus auf Reduktion und große Flächen ist deutlich erkennbar. Groß ist der iX in jedem Fall, kommt bei Länge und Breite auf die Maße eines X5. BMW entschied sich aber dazu, dass Auto etwas flacher zu gestalten, in der Höhe ist er also eher mit dem X6 vergleichbar.


Der iX in "Kaschmirsilber metallic": Hinter der geschlossenen Niere verbergen sich Lidar, Radar und Kameras. (Alle Fotos: BMW)


BMW iX Exterieur: Bullig und mit konventionellen Spiegeln


Mit ausgestellten Radkästen und Rädern in den Dimensionen derer beim X7 ist der iX eine durchaus bullige Erscheinung. Die Seitenansicht offenbart ein schmales Fensterband mit dem obligatorischen Hofmeister-Knick. Die C-Säule fällt sehr breit aus.


Redakteur Arne Roller und der neue BMW: Breite Schultern und C-Säule sowie Hofmeister Knick - der iX ist auch von der Seite gut als Münchner Fabrikat erkennbar.


Einen kamerabasierten Rückspiegel wie beim Audi e-tron gibt es nicht. Die Rückspiegel beim iX sind also konventioneller Natur.

Mit aerodynamisch optimierten Leichtmetallfelgen, einem komplett flachen Unterboden und Air-Curtains kommt der iX auf einen für seine Größe sehr guten cw-Wert von lediglich 0,25.


BMW iX: Leistung und Reichweite satt


Bei der fünften Generation des BMW eDrive konnte die Leistungsdichte nun nochmal um 30% erhöht werden. So erreicht der iX eine Reichweite von über 600 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus – und das bei einer Leistung von über 500 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in unter fünf Sekunden. Großen Wert legt BMW dennoch auch auf die Nachhaltigkeit des neuen Antriebs. Zum Beispielkommt man im Produktionsprozess komplett ohne den Einsatz von seltenen Erden aus. Die Batterien des BMW iX sind als Bestandteil eines langfristigen Ressourcenkreislaufs konzipiert und sollen eine besonders hohe Recyclingquote ermöglichen. Für die Produktion der Batteriezellen und des gesamten Hochvoltspeichers nutzt BMW nach eigenen Angaben ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen.


BMW iX: Schnelles Laden dank Gleichstrom


Die neue Ladetechnologie des BMW iX ermöglicht Gleichstrom-Schnellladen mit einer Leistung von bis zu 200 Kilowattstunden. Auf diese Weise kann die Batterie in weniger als 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent ihrer Kapazität geladen werden. Außerdem lässt sich innerhalb von zehn Minuten genügend Energie einspeisen, um die Reichweite um mehr als 120 Kilometer zu erhöhen. Die für das Aufladen des Hochvoltspeichers von null auf 100 Prozent an einer Wallbox mit einer Leistung von 11 kW benötigte Zeitspanne beläuft sich auf weniger als elf Stunden.


Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 200 kW ist beim BMW iX möglich: In zehn Minuten lässt sich so Strom für eine Reichweite von 120 Kilometer laden.


Der Stromverbrauch des iX liegt bei weniger als 21 kWh je 100 Kilometer im Testzyklus WLTP. Mit einem Brutto-Energiegehalt von mehr als 100 kWh soll der Hochvoltspeicher demnach für eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern reichen.


BMW iX: Modernste Technik bei der Konnektivität


4D-Sound, 5G mit bis zu 30 gbit/s, ein mobiles Netzwerk mit nur einer Millisekunde Verzögerung und hochauflösendem Streaming – der iX wartet mit vielen technischen Neuerungen in Sachen Kommunikation und Konnektivität auf. 4k-, ja sogar 8k-Streaming soll möglich sein. Mit 5G wird das Fahrzeug zudem Teil des Verkehrssystems: Autonomes Fahren Stufe der Stufe 2 ist zu Beginn möglich, die Stufe 3 könnte dann schon bald per Over-the-Air-Update aufgespielt werden. Dem Fahrer zugerichtet thronen zwei Bildschirme auf dem Armaturenbrett des iX: Ein 12,3 Zoll großen Informations-Display für den Fahrer und einem freistehender 14,9 Curved-Monitor für das Infotainment.


Zwei große Bildschirme, ein Hexagon-Lenkrad und ein Schaltpanel in der Mittelkonsole: Im iX soll modernste Technik auf intuitive und einfache Bedienung treffen.


BMW iX: Lounge-Atmosphäre im Innenraum


Auch im Interieur des iX geht BMW neue Wege: Nachhaltigkeit und Fokus auf Wohlbefinden im Innenraum. „Wir haben den BMW iX von innen nach außen gestaltet. Besonders wichtig war uns dabei ein modernes, wohnliches und reduziertes Interieurdesign mit einem großzügigen Raumgefühl", sagt Domagoj Dukec, Leiter BMW Design. "Wir wollten das Interieur als beschützend gestalten, als ein Refugium für die Passagiere. Das Auto soll ein Platz sein, an dem man sich gerne aufhält, nicht nur zum Fahren. Alles ist reduzierter, dabei aber nach wie vor luxuriös. Luxus bedeutet auch, alles genau dann zu haben, wenn man es braucht. Daher haben wir viel von dem, was wir "Shy Tech" nennen, implementiert. Technologie, die sich nur dann zeigt, wenn man sie braucht. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche, aber ohne Verzicht."


Lounge auf Rädern mit viel Platz und Wohlfühl-Materialien: Der Innenraum des iX ist gleichzeitig gediegen und futuristisch.


Optisch setzt auch der Einsatz von CFK im Seitenrahmen, am Heck und auch im Innenraum Zeichen: Die Faserstrukturen der Carbon-Komponenten sind sowohl im Einstiegsbereich als auch bei geöffneter Heckklappe deutlich zu erkennen und vermitteln dem Betrachter sportliche Modernität.


BMW iX: Sportpaket schon vorgestellt


Bei der Weltpremiere zeigte BMW den iX sowohl in Kaschmirsilber metallic als auch in Aventurinrot metallic in Kombination mit dem Sportpaket, welches schon an der Front durch drei besonders großen Lufteinlässe deutlich erkennbar ist.


Ganz in (Aventurin)Rot: Redakteur Arne Roller vor dem iX mit Sportpaket.


Die großen, dreieckigen Einlässe an den Außenseiten der Frontschürze lenken den Fahrtwind gezielt zu den Air Curtains. Markant und voll im Trend ist das Kontrastspiel zwischen der Farbe Rot auf der einen und den schwarzen Zierelementen sowie den Felgen auf der anderen Seite.


BMW iX: Produktion beginnt 2021 in Dingolfing


Der iX lässt sich auf einer Linie mit den Hybridfahrzeugen und reinen Verbrenner-Pkw von BMW fertigen. Ab der zweiten Jahreshälfte startet die Produktion, vorerst ausschließlich in Dingolfing. Von dort aus wird der iX mit seinem Marktstart Ende 2021 in die ganze Welt exportiert. Der Preis für BMWs E-SAV dürfte sich im Raum von 100.000 Euro bewegen.

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