BMW Concept XM: Der stärkste M aller Zeiten

Arne Roller

30 Nov. 2021

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Die Produktion des XM startet 2022. Viel wird sich bis dahin am Design nicht mehr ändern. In den sozialen Netzwerken jedoch kommt der jetzt gezeigte Concept XM in seiner jetzigen Form nicht gut an.



Im nächsten Jahr feiert die BMW M GmbH fünfzigsten Geburtstag. Und im gleichen Jahr kommt das neue Power-SUV namens XM auf den Markt: das stärkste M-Modelle aller Zeiten und gleichzeitig das erste eigene Modell von M seit dem legendären Mittelmotor-Sportwagen BMW M1. Aber nicht nur das, der XM ist auch das erste eigenständige M-Modell seit dem M1. Zudem wird er das erste elektrifizierte M-Fahrzeug und ausschließlich als Plug-in-Hybrid mit einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 80 Kilometern angeboten. Der neu entwickelte M Hybrid-Antrieb des jetzt vorgestellten BMW Concept XM kombiniert ein V8-Triebwerk mit einer E-Maschine und erzeugt eine Spitzenleistung von 550 kW/750 PS sowie ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern.



Beim Design des Concept-XM, der übrigens diesen Namen aufgrund einer Vereinbarung zwischen BMW und Citroën tragen darf (Citroën baute von 1989 bis 2000 ebenfalls ein Fahrzeug namens XM), bringt mit seinem Styling definitiv wieder die Kritiker hervor, die schon bei der Vorstellung des neuen 4er die Fackeln und Mistgabel geschwungen haben. Denn diese Niere ist, wie es zuletzt der Trend bei BMW ist, überdimensional groß. Daneben sehen wir Scheinwerfer, die in zwei separate Module aufgeteilt wurden. Sie umschließen die massive Niere mit ihren horizontalen Lamellen, einem achteckigen Umriss und Konturbeleuchtung.



Die anderen Styling-Elemente des Concept XM umfassen eine verdunkelte A-Säule, gleich darüber im Dach positionierte LED-Leuchten und Seitenfenster, die sich zum Heck hin sehr stark verjüngen. Das Concept XM erscheint in einer zweifarbige Lackierung, mischt ein mattes Gold-Bronzenes Dach mit dem Rest der Karosse in „Space Grey Metallic“ und steht auf 23-Zoll-Leichtmetallrädern.



Am Heck zeigen vier Auspuffrohre das Vorhandensein eines Verbrennungsmotors. Je zwei links sowie rechts, die im Gegensatz zu anderen BMW M-Auspuffanlagen vertikal angeordnet sind. Die Rückleuchten reichen horizontal weit in die Mitte des Fahrzeugs, sind aber nicht durchgehend. Stattdessen ist dort ein XM-Logo, leicht nach links versetzt. Eine Reminiszenz an den M1 sind die beiden BMW-Logos an den oberen, äußersten Enden der Heckscheibe.

Automotive News will von BMW erfahren haben, dass die Serienversion zu mehr als 90 Prozent dem jetzt vorgestellten Concept XM entsprechen wird.


Das Design scheint zumindest die Mehrheit der Leute auf Instagram nicht zu begeistern. Freundliche Kommentare zum Fahrzeug muss man hier wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Das Beste, was wir finden konnten: „Gar nicht so schlecht“, schreibt immerhin ein User. Damit steht er allerdings ziemlich alleine da.




Ein Auszug der weiteren Kommentare ist da weniger freundlich: Sie reichen von fragender Verwunderung, „Was um Himmels willen geht in der Design-Abteilung von BMW aktuell ab?“, über dunkle Vorhersagen „Die Zukuft von BMW sah nie schlimmer aus“ bis zu einem klaren: „Nein. Einfach nur Nein“. Auch am heute veröffentlichen Teaser-Video lassen die Kommentarspalten kein grünes Haar:



Vielleicht ist es da nicht schlecht, dass YouTube seit einigen Tagen die „Dislikes“ nicht mehr anzeigt. Die Diskrepanz zwischen Social Media-Kommentaren und tatsächlichem Kaufverhalten ist allerdings auch nichts Neues. Aus diesem Grund muss man bei BMW wohl nicht allzu besorgt sein. Und immerhin: Im Gegensatz zur Außenhaut des Concept XM bekommt der Innenraum in den sozialen Netzwerken keine Abreibung.



In der Kabine kommt das Concept XM mit einem fahrerorientierten Cockpit und hochwertigem Leder im Vintage-Stil in Braun daher. Auch Kupfer- und Kohlefaserwerkstoffe sind zu sehen. Das Bedienpanel erinnert wie der Wählhebel und der iDrive-Controller an aktuelle M-Modelle. Das große Curved-Display kennen wir in dieser Art bereits vom Elektro-SUV iX. Im Gegensatz zum braunen Leder vorne ist die Heckkabine in einem tiefen Aquamarin mit dem Namen Petrol gehalten. Die unteren Sitzteile sind aus Samt mit Rautensteppung. Schaut man nach oben, kann man sich an einem Dachhimmel mit einer dreidimensionalen Prismenstruktur erfreuen.



Das Serienfahrzeug, der BMW XM, wird ab Ende 2022 im BMW Group-Werk Spartanburg (USA) produziert. Mitte 2023 dürften dann die ersten Fahrzeuge bei den Kunden ankommen. Preislich wird sich BMW mit dem XM in neues Terrain wagen – schließlich soll er sich mit Bentley-, Porsche- und Lamborghini-Modellen messen. Der Preis dürfte daher deutlich jenseits von 150.000 Euro liegen.  


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Arne Roller

30 Nov. 2021