BMW entwickelt neue Verbrenner-Generation

Mathias Keiber

17 Jan. 2022

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Fans konventionell angetriebener Autos, aufgepasst: Die Münchner schreiben Ottos und Selbstzünder noch nicht ab, wie Entwicklungsvorstand Weber in einem Interview verrät.

Während der letzte Audi mit Verbrennungsmotor 2026 auf den Markt kommen soll, setzt der bayerische Premium-Konkurrent BMW zumindest vorübergehend weiter auf Technologieoffenheit. Im Interview mit „auto motor und sport“ (aktuelle Ausgabe) sagte Entwicklungsvorstand Frank Weber: „Wir brauchen den hochmodernen Verbrenner noch einige Jahre, um effektiv den CO2-Ausstoß im Pkw-Sektor global zu reduzieren. Deswegen arbeiten wir an einer neuen Motorengeneration: Otto, Diesel, Sechszylinder, Achtzylinder.“

BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber. (Alle Fotos: BMW)


Beim Sechszylinder wolle man die CO2-Emmissionen massiver als jemals zuvor bei einem Modellwechsel reduzieren, so Weber. Möglich mache dies ein vielversprechender Ansatz beim Ladungswechsel, den Weber jedoch nicht näher spezifiziert. Er sagt lediglich: „Da ist wirklich nichts so, wie es vorher war. Da steckt was völlig Neues im Zylinderkopf.“


Anders als Mercedes mit dem EQS plant BMW in der Oberklasse kein separates Elektro-Modell. Den neuen Siebener soll es stattdessen mit Verbrennungsmotoren sowie als reinen Stromer unter dem Namen i7 geben. Nichtsdestotrotz wird auch BMW vollelektrisch werden: „Spätestens mit der Neuen Klasse starten wir dann in ein Zeitalter, in dem es nicht mehr nur um BMW einerseits und BMW i andererseits geht, sondern nur noch um BMW. Ab dann ist die Marke im Grunde elektrisch“, so Weber.

Der neue Siebener bei Testfahrten.


Bei der sogenannten „Neuen Klasse“, eine Reminiszenz an die Modelle 1500 und 1800 aus den Sechzigern, handelt es sich um eine Architektur, aus der ausschließlich Elektro-Plattformen hervor gehen sollen. 2025 soll sie starten.


Derzeit gibt es bei BMW zwei Architekturen: Die sogenannte „Cluster Architecture“ (CLAR) für Heckantriebsplattformen mit Längsmotoren sowie die UKL-Architektur für Fronttriebler mit Quermotor – beide jeweils mit Allradoption. Auf diesen Architekturen entstehen auch die Elektromodelle. Ausnahme: der iX. Das Elektro-SUV baut auf einer exklusiven Elektro-Plattform auf, die für keine andere Modellreihe verwendet wird. 

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Mathias Keiber

17 Jan. 2022