Chinesische Autohersteller erhöhen Innovationsleistung

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Wie im Vorjahr fährt der Volkswagen-Konzern bei der Leistungs- und Innovationsstärke beim jährlichen „Connected Car Innovation“-Index an der Spitze Europas größter Autokonzern schlägt die deutschen Wettbewerber Daimler und BMW deutlich. Aber die Aufsteiger sind chinesische Hersteller.


Volkswagen ist besonders innovativ beim Thema vernetztes Fahrzeug mit 89 von möglichen 100 Prozent und führt vor Daimler (77 Prozent) und BMW (57 Prozent). Doch die Überraschung der aktuellen „Connected Car Innovation (CCI)“-Studie des Center of Automotive Management (CAM) sind die chinesischen Unternehmen, die bereits im Windschatten der deutschen Premiumhersteller fahren.

 

„Neben Great Wall –auf Platz fünf – verzeichnen auch SAIC und BAIC hohe Zugewinne. „Die deutschen Automobilhersteller können trotz leichter Einbußen ihre Führungsposition im CCI-Innovationsvergleich behaupten. Der Volkswagen Konzern bleibt der innovationsstärkste Automobilkonzern im Bereich Connected Car. Zweitplatzierter wird knapp dahinter Daimler, während BMW auf Rang drei gelangt. Tesla kommt auf Platz vier, Great Wall, Hyundai, SAIC und Ford folgen auf den Rängen fünf bis acht.“ Damit steigt erstmals eine chinesische Marke in die Top-Five auf. Great Wall konnte satte 14 Plätze gut machen. „Newcomer aus China wie Xpeng oder Nio machen den etablierten Automobilherstellern zunehmend Konkurrenz“, resümieren die Studienautoren.

 

Ein weiteres Fazit lautet, dass nur eine Minderheit der Autohersteller die erfolgsrelevanten strategischen Kompetenzen in den Zukunftsfeldern Connectivity, Interfaces, autonomes Fahren allein aufbauen kann. „Viele andere werden in Zukunft auf tiefgreifende Kooperationen mit Innovatoren angewiesen sein, die im Kompetenz-Ranking von Alphabet, Intel und Didi Chuxing angeführt werden“, heißt es in der Expertise, die auf Basis von rund 3.400 Innovationen im Zeitraum von 2015 bis 2020 erstellt wurde. Dies wurde mit einer Projektion für das Jahr 2030 ergänzt und zudem die Strategien der Unternehmen bewertet.

 

Auch im Länderranking schließt China auf: Während im Jahr 2016 nur sieben Prozent der globalen Innovationsstärke von chinesischen Automobilherstellern erbracht wurde, waren es im vergangenen Jahr schon ein Anteil von einem Viertel. „Deutschland liegt zwar mit 35 Prozent der globalen Innovationsstärke nach wie vor an der Spitze, kann allerdings die hohen globalen Innovationsanteile der Vorjahre nicht halten (2016: 43 %). Auf Position drei rangieren die amerikanischen Hersteller mit 16 Prozent vor den koreanischen Automobilherstellern (7,1 %). Japanische Autobauer erreichen 6,7 Prozent. Verlierer ist PSA. Der französische mit den drei Marken, der jetzt unter dem Dach von Stellantis ist,“ verliert 14 Plätze und kommt nur noch auf Rang 23.“

 

Dabei sind die untersuchten Connected Services-Use-Cases wahre Umsatzbringer. „So können im Jahr 2030 Umsatzpotenziale von 800 bis 1.000 Euro pro Fahrzeug und Jahr erzielt werden, was zu Gesamtumsätzen von über 200 Mrd. Euro weltweit führen kann.“ Also ist die Innovationsstärke in diesem Feld nach wie vor zukunftssichernd.

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