Chiron habillé par Hermès: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

20 Mai. 2021

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Der maßgeschneiderte „Chiron habillé par Hermès“ ist ein von edelster Handwerkskunst inspirierter Hypersportwagen, der seinesgleichen sucht.

Ein wahrhaft einzigartiger Bugatti: der „Chiron habillé par Hermès“ (Alle Bilder: Bugatti)


Wie kam die Zusammenarbeit zwischen Bugatti und Hermès zustande?


Der amerikanische Unternehmer und Immobilieninvestor Manny Khoshbin gehörte 2015 zu den Ersten auf der Bestellliste des Chiron. Nach etwa sechs Jahren Bauzeit hält er nun seine ganz eigene Vision des Hypersportwagens in den Händen. Für den langjährigen Bugatti-Fan ließen der Hersteller und das Luxus-Label Hermès ihre Partnerschaft wieder aufleben. Das Ergebnis wurde nun von Bugatti vorgestellt: Der „Chiron habillé par Hermès“ besticht durch individuellen Look, mit den für Hermès charakteristischen Applikationen von Farben, Stoffen und Veredelungen.

Es ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen den beiden französischen Marken. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte Ettore Bugatti Sättel und Leder-Zaumzeug bei Émile-Maurice Hermès bestellt, dem Enkel des Unternehmensgründers Thierry Hermès. In den 1920er Jahren tauchten die Lederarbeiten der Marke dann auch in den Rennwägen Bugattis auf. Im Jahr 2008 ließ Bugatti diese Partnerschaft mit dem „Bugatti Veyron Fbg par Hermès“ wieder aufleben.


Welche Design-Highlights bietet das Unikat?


Das Farbschema ist in dem kreidefarbenen Lederton ‚Craie‘ gehalten, der durch die Handtaschen und anderen Luxusartikel des Hauses Hermès berühmt geworden ist. Der hintere Stoßfänger, sämtliche Gitterabdeckungen, Verkleidungsteile und die Leichtmetallräder ‚Classique‘ sind ebenfalls in dem Farbton gehalten. Besonders ist außerdem das H-Monogramm der Pariser Marke im Hufeisen-Kühlergrill und das ‚Courbettes‘-Motiv auf der Unterseite des Heckflügels.

Khoshbin entschied sich außerdem für das optionale Glasdach mit zwei Glaseinsätzen über Fahrer- und Beifahrersitz. Die einzigen Teile des Exterieurs, die nicht im ‚Craie‘-Farbton gehalten sind, sind die Motorabdeckung, die Bremssättel in ‚Italian Red‘ sowie die Einstiegsleisten aus poliertem Aluminium.

Die im Interieur verarbeiteten Materialien stammen fast ausnahmslos von Hermès. Der ‚Craie‘-Farbton wird im Leder der Sitze, an der Mittelkonsole, der C-Linie, am Dach und an der Rückwand sowie rund um die Türgriffe wieder aufgenommen. Das speziell von Bugatti entwickelte und im Bereich des Armaturenbretts, Klimabedienteils und der Mittelkonsole verwendete ‚Ecru‘-Leder ist farblich abgestimmt, die Teppiche in ‚Beige‘ ebenfalls. Das ‚Courbettes‘-Design wird auch im Interieur des Chiron wieder aufgegriffen, nämlich am Panel und der Ablage der Mittelkonsole sowie an den Türverkleidungen.

Welche Modelle hat Khoshbin noch?


Khoshbin war von der Reservierung des Produktionsslots bis hin zur Auslieferung auf eigenen Wunsch in den Umsetzungsprozess integriert. Neben hunderten E-Mails standen zwei persönliche Besuche bei der Fertigung auf dem Programm. Bugatti und Hermés machen das allerdings auch nicht für jeden der eh schon exklusiven Kunden, doch Khoshbin hatte die richtige Idee mit der Kooperation und sich für eine öffentliche Begleitung des Herstellungsprozesses bereit erklärt. Der Sammler hat bereits drei moderne Bugatti-Modelle in seiner Garage, und bald wird ein viertes dazukommen. Neben dem Hermès Chiron stehen zwei Veyrons, einer davon ein Grand Sport Vitesse „Les Légendes de Bugatti“ Rembrandt Bugatti. Und bald wird der Bugatti Baby II für den Sohn geliefert, der irgendwann auch den Hermès-Chiron erben soll.

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Lukas Schmidt

20 Mai. 2021