De Meo will Renault revolutionieren

CEO Luca de Meo soll den französischen Autohersteller wieder auf Spur bringen. Dafür entwickelte der ehemalige Seat-Chef die „Renaulution“-Strategie. Deren Ziel: „From volume to value“ – Marge über Absatz.

Der Plan basiert auf drei Phasen und vier Geschäftsfeldern. Phase eins heißt „Resurrection“ (Wiederbelebung), läuft bis 2023 und soll mittels höherer Margen Cash generieren. Darauf folgt die Phase „Renovation“, die bis 2025 läuft, die Erneuerung des Produkt-Lineups vorsieht und die Profitabilität steigern soll. In Phase drei soll es dann ab 2025 zur „Revolution“ kommen. Konkret heißt das: Renault will zu einem Pionier in der Wertschöpfungskette neuer Mobilität werden. Vor diesem Hintergrund wird die Zahl der Plattformen für den Autobau von sechs auf drei reduziert. Außerdem wird es statt bisher acht nur noch vier Antriebsstränge geben. Alle Modelle auf Basis existierender Plattformen sollen in weniger als drei Jahren auf dem Markt sein. Bis 2025 sollen 24 Modelle gelauncht werden, 10 davon reinrassige Stromer.


Vier klar definierte Business-Units


Die Kernmarke Renault soll „Moderne und Innovation“ verkörpern – nicht nur als Autohersteller, sondern auch in den Bereichen Technologie, Energie und Mobilitätsdienste. Teil der Strategie ist eine Modelloffensive im C-Segment. Per Elektrifizierung und Brennstoffzelle soll Renault 2025 den „grünsten Mix“ in Europa anbieten. Die Hälfte aller neuen Modelle soll dann vollelektrisch sein, weitere 35 Prozent hybridisiert. In Schlüsselmärkten wie Lateinamerika und Russland fokussiert sich Renault auf die renditestärksten Modelle.


Der Fahrplan von Dacia-Lada lautet: „Design-to-Cost“, also eine Steigerung der Effizienz auf Basis von einer statt vier Plattformen und elf statt 18 Karosserien. Sieben neue Modelle sollen bis 2025 auf den Markt kommen, davon zwei im C-Segment. Einen Verkaufs-Boost sollen wieder aufgelegte Kultmodelle bringen. Beim Antrieb setzen beide Marken, also Dacia und Lada, auf Autogas, Dacia bekommt zudem E-Technologie spendiert.


Sportwagen- und Motorsport-Fans können aufatmen: Alpine, Renault Sport Cars und Renault Sport Racing werden unter dem Dach von Alpine gebündelt. Konkret heißt das: Man bleibt der Formel 1 treu und fährt eine hundertprozentig elektrifizierte Produktstrategie. In Zusammenarbeit mit Lotus soll dabei ein Elektro-Sportwagen entstehen. 2025 soll der Geschäftszweig rentabel arbeiten, inklusive Investment in den Motorsport.


Spannend wird es unter dem Stichwort „Mobilize“: Die Geschäftseinheit soll neue Anwendungen für Daten-, Mobilitäts- und Energie-bezogene Dienste entwickeln. Angeboten werden sollen die Services privaten Auto-Nutzern genauso wie anderen Unternehmen. Damit will de Meo bis 2030 mehr als ein Fünftel des Konzernumsatzes generieren.


Finanzielle Ziele


2025 soll die operative Marge mehr als 3 Prozent betragen, 2025 soll dieser Wert auf über 5 Prozent steigen. Dabei helfen soll eine Reduzierung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf etwa 8 Prozent des Umsatzes. Darüber hinaus verspricht der Konzern, bis 2050 CO2-frei zu sein.


„Bei der Renaulution geht es darum, das gesamte Unternehmen von Volumen auf Wert umzustellen. Es ist mehr als ein Turnaround, es ist eine tiefgreifende Transformation unseres Geschäftsmodells“, macht de Meo klar. „Wir werden uns von einem Autokonzern, der mit Technologie arbeitet, zu einem Tech-Unternehmen entwickeln, der mit Autos arbeitet.“



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