Der Ford Transit wird stadtfein

Ralf Kund

16 Nov. 2020

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Mit 55 Jahren seit seiner Einführung auf dem deutschen Markt zählt der Ford Transit zu den dienstältesten Arbeitstieren. Für das Frühjahr 2022 kündigt Ford die Elektrifizierung seines Dauerbrenners an, der zudem mit einem 2,3 kW starken Onboard-Generator für externe Geräte ausgerüstet werden kann.

(Fotos: Ford)


Mit 55 Jahren seit seiner Einführung auf dem deutschen Markt zählt der Ford Transit zu den dienstältesten Arbeitstieren. Für das Frühjahr 2022 kündigt Ford die Elektrifizierung seines Dauerbrenners an, der zudem mit einem 2,3 kW starken Onboard-Generator für externe Geräte ausgerüstet werden kann.

Gründe für elektrifizierte Kleintransporter gibt es nicht erst seit dem Corona-bedingten Wachstum des innerstädtischen Lieferverkehrs genügend. Nach Transit Custom Plug-in-Hybrid und Eco Blue Hybrid stellt Ford jetzt die vollelektrische Variante E-Transit vor, einen weiteren Baustein im Plan des Ford-Konzerns, bis 2050 CO2-neutral zu sein.


Wie seine konventionelleren Brüder setzt „Europas meistverkaufter Transporter im 2-Tonnen-Segment“ (Ford Presseinfo) auf Vielseitigkeit: 25 Konfigurationsmöglichkeiten bietet der E-Transit, drei Radstände und zwei Dachhöhen erlauben eine nutzungsgerechte Konfiguration. Etwa als Kastenwagen, Kastenwagen mit Doppelkabine für sechs Personen oder reines Fahrgestell für maßgeschneiderte Aufbauten. Das maximale Ladevolumen entspricht dem des Kastenwagen-Transit mit Heckantrieb und umfasst 15,1 Kubikmeter, die Nutzlast soll bei 1616 kg liegen (bei Fahrgestellen bis 1967 kg), das zulässige Gesamtgewicht bei 4,25 Tonnen. Die 400 Volt Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 67 Kilowattstunden finden unter dem Laderaum Platz; auf sie und alle Hochvolt-Komponenten gibt Ford acht Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie.

Mit einer Leistung von 198 kW (269 PS) und 430 Nm Drehmoment ist der heckgetriebene E-Transit mit neu konstruierter Hinterachse für jegliche Transportaufgaben gerüstet, im sparsamen Eco-Fahrmodus sollen nach WLTP-Fahrzyklus bis zu 350 Kilometer Reichweite möglich sein. Daneben gibt es die Fahrmodi „Normal“ und „Rutschig“, die acht bis zehn Prozent mehr Energie verbrauchen. Aufgeladen werden kann der E-Transit sowohl über Gleich- als auch dreiphasigen Wechselstrom. Mit bis zu 11,3 kW dauert das vollständige Laden mit Wechselstrom 8,2 Stunden, die Gleichstrom-Schnelllade-Funktion soll bei 115 kW Ladeleistung ein Aufladen von 15 auf 80 Prozent in etwa 34 Minuten erlauben. Praktisch ist dabei eine Temperierfunktion, die den E-Transit während des Ladens an der Steckdose wärmt oder kühlt, was sich auf positiv auf die Reichweite auswirkt. Als Neuheit für Europa steht der On-Board-Generator „Pro Power Onboard“ zur Wahl, der über die Batterie betrieben wird und 2,3 kW leistet. Damit lassen sich externe Werkzeuge betreiben, Akkus laden oder der Frachtraum temperieren.

Zahlreiche Assistenzsysteme sollen den Umgang mit dem E-Transit sicherer machen. Dazu gehören etwa eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrszeichen-Erkennung, ein Toter-Winkel-Assi und vier Kameras für eine 360-Grad-Rundumsicht. Letztere ermöglichen die Funktionalität eines Rückwärts-Bremsassistenten, der das Fahrzeug beim rückwärts Herausfahren aus einer Lücke automatisch abbremst, wenn sich ein anderes Fahrzeug von hinten nähert.


Serienmäßig ist das FordPass Connect-Modem für die elektronische Fuhrparkverwaltung an Bord. Zudem soll der E-Transit als erstes europäisches Nutzfahrzeug von Ford die vierte Generation des Navigations- und Entertainmentsystems Ford SYNC erhalten, das neben verbesserter Spracherkennung auch die Möglichkeit von drahtlosen Updates (Over-the-air-updates) erlaubt.


Da E-Motoren einen geringeren Wartungsaufwand als Verbrenner haben, spricht Ford von etwa 40 Prozent niedrigeren Betriebskosten für den elektrischen Transit gegenüber einem vergleichbaren Diesel. Gebaut werden soll das bewährte Arbeitstier im Ford Otosan Werk im türkischen Kocaeli und in Kansas City für den nordamerikanischen Markt.        

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Ralf Kund

16 Nov. 2020