Dickes B: Brabus Rocket 900

Mathias Keiber

30 Nov. 2020

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Auf Basis des AMG GT 63 S 4Matic+ baut Brabus eine Horizontal-Rakete mit 900 PS und einem auf 1050 Nm begrenzten (!) Drehmoment. Drin wären eigentlich 1250 Nm.

(Bilder: Brabus)


Auf Basis des AMG GT 63 S 4Matic+ baut Brabus eine Horizontal-Rakete mit 900 PS und einem auf 1050 Nm begrenzten (!) Drehmoment. Drin wären eigentlich 1250 Nm.


Was tun, wenn auch der Mercedes-AMG nicht schnell und stark genug ist? Die Antwort auf diese Frage findet man nicht im Ländle, sondern im Pott beim Tuner Brabus. Die Bottropper bieten neben den „normalen“ Tuningvarianten von Motor, Fahrwerk und Optikkomponenten auch komplette Umbauten an. Die aller, aller krassesten davon erhalten seit 2005 das Label „Rocket“. Das erste solche Modell entstand auf CLS-Basis (C 219), ein weiteres basierte auf einer AMG-S-Klasse, nun ist der AMG GT 63 S 4Matic+ dran.

Zur Rakete wird das Fahrzeug dank seines neuen V8-Motors. Der hat statt 4 nun 4,5 Liter Hubraum, zwei Turbos mit höherem Ladedruck und zwei neue Benzin-Pumpen mit größerem Durchsatz. Dazu gehören eine aus dem Vollen gefräste und feingewuchtete Kurbelwelle mit auf 100 Millimeter verlängertem Hub, ebenfalls aus dem Vollen gefräste Spezialpleuel, größere geschmiedete Kolben und die Erweiterung der acht Zylinderbohrungen auf 84 Millimeter.

Dank all dessen macht der Leistungsoutput einen echten Quantensprung: von brachialen 639 PS im GT 63 S auf noch deutlich brachialere 900 PS. Auch das Drehmoment legt von 900 Nm auf 1050 Nm kräftig zu. Bereift ist die Horizontal-Rakete vorne mit 295/30- und hinten mit 335/25-Hochleistungspneus von Pirelli – auf Monoblock-Felgen in 21 und 22 Zoll.

In Kombination mit dem Speedshift MCT 9-Gang-Sportgetriebe und Allradantrieb katapultiert sich das viersitzige Coupé in nur 2,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die 200 km/h sind nach 9,7 Sekunden erreicht – und nach 23,9 Sekunden 300 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird wegen der Bereifung elektronisch auf 330 km/h limitiert. Fahrwerk und Motor könnten noch höhere Geschwindigkeiten gehen, die Hochleistungspneus jedoch nicht.

Die Komponenten des Body-Kits für die Verbreiterung des Supercars werden aus hochfestem, aber leichtem Carbon hergestellt: An der Front gibt es neue Kotflügel mit integrierten, geschwungenen Verbreiterungen, am Heck machen Carbon-Elemente den GT um insgesamt 7,8 Zentimeter breiter. Zum Umbau gehören auch maßgeschneiderte Innenkotflügel aus Kevlar.

Auch die neue Frontschürze ist aus Carbon: Die großen Lufteinlässe versorgen das Triebwerk und die vorderen Bremsen mit Frischluft, die im Kühlergrill integrierten Lufteinlässe sind Teil des RAM-Air Ansaugsystems. Für optimale aerodynamische Balance sorgen ein mehrteiliger Heckflügel sowie ein Heckdiffusor – natürlich beides aus Carbon, genauso wie die Sicht-Blenden an den Seiten des hinteren Stoßfängers und die Cover für die Seitenspiegel.

Maximal zehn Exemplare wird es von der limitierten Rakete geben. Kostenpunkt für eines davon: 505.000 Euro. Wer sich beeilt und noch dieses Jahr bestellt, drückt den Preis dank befristeter Mehrwertsteuersenkung auf unter eine halbe Million.


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Mathias Keiber

30 Nov. 2020