Die 10 beliebtesten Kleinstwagen Deutschlands

Mathias Keiber

11 Jan. 2021

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Das Segment der Kleinstwagen, auch A-Segment oder Minis genannt, wird zunehmend elektrifiziert und erfreut sich aufgrund der Innovationsprämie großer Beliebtheit. Denn alle E-Minis sind voll förderfähig – also mit insgesamt 9000 Euro. 2020 wurden in Deutschland insgesamt 145.027 Kleinstwagen verkauft. Das entsprach einem Marktanteil von 5 Prozent. Wir zeigen Dir die 10 beliebtesten Modelle.


1.Fiat 500

Der meistverkaufte Kleinstwagen im Jahr 2020 war der Fiat 500 (ab 23.560 Euro). Von insgesamt 145.027 Neuzulassungen im Segment entfielen 32.039 auf den kleinen Italiener. Kult schlägt Vernunft – anders lässt sich dieser Erfolg nicht erklären, denn der Retro-Fiat-500, der 2020 verkauft wurde, ist ein altes Auto, bei dem zwischen Qualität und Preis eine gewaltige Kluft aufgeht. Seit November letzten Jahres wird allerdings der Nachfolger ausgeliefert und der ist bei äußerst ähnlichem Design tatsächlich ein anderes Auto.


(Fotos: Fiat)


2. VW Up

Der VW Up ist nicht mehr jung, nicht billig – und trotzdem beliebt. 26.872 Käufer fand der 9 Jahre alte, ab 13.375 Euro erhältliche Kleinstwagen im vergangenen Jahr. Das Modell ist markentypisch solide und bietet ob der kantigen Karosserie tatsächlich vier groß gewachsenen Menschen Platz – wenn auch nicht unbedingt Komfort. Erhältlich ist er mit Dreizylinder-Benziner und eigentlich auch als vollelektrischer als E-Up. Nur ist der aktuell nicht bestellbar. Der Grund: Als voll förderfähiger Stromer war der E-Up effektiv ab 12.421 Euro erhältlich. Die Nachfrage überlastet noch immer die Produktionskapazität.

(Fotos: Volkswagen)


3. Renault Twingo

Die dritte Generation des Renault Twingo ist schon relativ betagt – seit 2014 gibt es sie, Mitte 2019 wurde sie modellgepflegt. 2020 reichte das für 17.694 verkaufte Exemplare in Deutschland. Der kleine Franzose ist ab 11.490 Euro erhältlich, mit der Konkurrenz aus Korea und Wolfsburg aber nicht ganz auf Augenhöhe: Die Rückbank reicht allenfalls für kleine Erwachsene und außerorts gibt es souveränere Minis. Dafür gibt es den Twingo nun auch als Twingo Electric, effektiv ab 15.890 Euro. Die vom Zoe bekannte Batteriemiete hat Renault mittlerweile dorthin befördert, wo sie von Anfang an hingehört hätte – in den Mülleimer. Versteckte Kosten gibt es somit keine mehr. Das noch nicht erhältliche Basismodell soll um 21.000 Euro (abzgl. Prämie) kosten.

(Fotos: Renault)


4. Hyundai i10

Der Hyundai i10 (ab 10.990 Euro) ist seit 2019 in aktueller Generation auf dem Markt und damit der jüngste Vertreter seines Segments. 13.220 Exemplare konnten die Koreaner 2020 in Deutschland absetzen. Während andere Marken die Zukunft der Kleinstwagen vollelektrisch sehen, geht Hyundai einen eigenen Weg: Den neuen i10 gibt es sogar als N-Line (ab 18.790 Euro) mit 100 PS und bietet als solche ein überaus spritziges Fahrvergnügen. Dank vier Zentimeter mehr Radstand haben vorne und hinten zwei Erwachsene gut Platz. Dazu sorgen intuitive Bedienbarkeit und eine Fülle serienmäßiger Assistenzsysteme für eine aussichtsreiche Bewerbung um den Status „Klassenprimus“.

(Fotos: Hyundai)


5. Toyota Aygo

Die zweite Generation des Toyota Aygo kam 2014 auf den Markt, 2018 folgte ein Facelift. In Deutschland entschieden sich 2020 insgesamt 12.156 Neuwagenkäufer für das ab 10.840 Euro erhältliche Modell. Auf der Rückbank ist es ähnlich eng wie im Twingo, der TÜV stellte gar Mängel beim Abblendlicht fest. Dafür ist der Aygo sparsam und kaum pannenanfällig.

(Fotos: Toyota)


6. Smart Fortwo

11.557 Neuwagenkäufer entschieden sich 2020 für den Smart Fortwo, der ausschließlich mit Elektroantrieb vorfährt, dafür aber als Coupé (ab 21.940 Euro abzgl. Prämie) oder als Cabrio (25.200 Euro abzgl. Prämie). Seine natürlichen Vorteile als Zweisitzer – Wendigkeit, Sparsamkeit, geringer Platzbedarf – lässt sich Daimler teuer bezahlen. Selbst nach Abzug der vollen Innovationsprämie bleibt die geschlossene Variante deutlich über 12.000 Euro. Damit und auch wegen seiner Normreichweite von gerade einmal 159 km ist der Smart ein Auto, das Stil über Substanz stellt.

(Fotos: Daimler)


7. Kia Picanto

Der Kia Picanto ist in aktueller Generation seit 2017 erhältlich, seit Juli 2020 mit Facelift. 7495 Exemplare verkaufte die zum Hyundai-Konzern gehörende Marke im letzten Jahr in Deutschland von dem Modell. Mit einem Einstiegspreis von 10.750 Euro ist es vergleichsweise günstig und kommt obendrein mit Sieben-Jahre-Garantie. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis spielt der Picanto damit ganz vorne mit. Doch auch davon abgesehen: Der Picanto ist nicht der siebtbeste Kleinstwagen auf dem deutschen Markt; er ist besser.

(Fotos: Kia)


8. Fiat Panda

Der Fiat Panda ist nicht totzukriegen: Seit 40 Jahren gibt es ihn! Früher eine Kiste auf Rädern bekam das Modell mit seinem Facelift (ab 11.990 Euro) im November 2020 ein leicht SUV-mäßiges Erscheinungsbild, das die Variante Cross (ab 15.490 Euro) noch weiter betont. Der serienmäßige Mildhybridantrieb kombiniert einen Einliter-Dreizylinder mit 70 PS mit einem 3,6 kW starken integrierten Startergenerator. Das senkt den Verbrauch. insgesamt wurden im letzten Jahr 7090 Panda in Deutschland verkauft.

(Fotos: Fiat)


9. Peugeot 108

Der Peugeot 108 (ab 10.950 Euro) teilt sich die Plattform mit dem Toyota Aygo (und dem Citroën C1), ist mit 5150 verkauften Exemplaren im Jahr 2020 aber nicht halb so beliebt bei deutschen Käufern wie sein japanischer Bruder. Laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ lässt PSA den 108 wie auch den C1 auslaufen. Einen eklatanten Verlust stellt das nicht dar: Zwar ist der 108 ein solides Stadtauto, aber im Innenraum ist es laut und Fahrten können schon mal schnell zur Schaukelpartie werden.

(Fotos: PSA)


10. Škoda Citigo

Von den 4894 Neuzulassungen des Škoda Citigo entfielen 4746 auf den vollelektrischen Citigo-e iV (ab 24.360 Euro abzgl. Prämie). Die Verbrenner-Variante ist mittlerweile Geschichte und der Stromer – wie sein Plattform-Bruder VW E-Up – aktuell nicht bestellbar. Verwunderlich ist das nicht: Letztendlich handelt es sich um eine Weiterentwicklung des E-Up, seine Lithium-Ionen-Batterie verschwindet komplett im Unterboden. Ärgerlich aber: Anfangs bot Škoda in Deutschland eine Basisversion des Elektro-Citigo 20.950 Euro (UVP) an. Mittlerweile gibt es nur noch die „Best of“-Version. Dass jedoch auch die nicht bestellbar ist, fällt aus Käufersicht dann wohl eher in die Kategorie „Worst of“.

(Fotos: Škoda)


(Absatzzahlen: KBA)

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Mathias Keiber

11 Jan. 2021