Die zehn beliebtesten Sportwagen Deutschlands

Attila Langhammer

18 Jan. 2021

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Von den rund drei Millionen Neuzulassungen im Jahr 2020 entfällt gerade mal ein schmächtiges Prozentchen auf die Muskelklasse. Wir zeigen Dir die zehn beliebtesten Sportler Deutschlands

(Fotos: Hersteller)


1. Porsche 911 – 7330 Neuzulassungen

Wenig überraschend liegt bei den Sportlern mit dem Porsche 911 (7330 Neuzulassungen/ ab 106.352 Euro) das Auto vorn, das für viele Autofans der Protosportwagen an sich ist. Wie der Golf ist der 911 eben mittendrin und hat viele Talente: als Basismodell fast schon unauffällig, zumindest in manchen Großstädten; als Turbo sauschnell und als GT3 super-sportlich. Aber weil seine fetten Jahre einfach nicht vorbei zu gehen scheinen, wird der Kerl auch immer dicker. Und das findet nicht jeder begehrlich.


2. BMW Z4 – 4321 Neuzulassungen

Lange haben Autofans auf den ganzen Welt auf BMWs neuen Sportwagen gewartet. Ende 2018 kam der Roadster Z4 (ab 42.000 Euro) dann endlich auf den Markt. Den gibt's in zwei Varianten, als Vierzylinder mit 197 oder 258 PS oder als Sechszylinder mit 340 PS. Weil der Wagen von vornherein als Kooperationsprojekt mit Toyota entwickelt wurde gibt es außerdem noch den japanischen Ableger als Coupé – Toyota GR Supra (ab 48.900 Euro). Das insgesamt etwas agiler und fahrfreudigere Importmodell wurde im letzten Jahr aber nur 308 Mal neu zugelassen.


3. Ford Mustang – 3437 Neuzulassungen

Auf Platz Drei findet sich mit dem Ford Mustang (ab 49.300 Euro) ein echter Exot, der irgendwie auch ein Oldtimer ist. Statt Downsizing und Turbo gibt's hier noch V8-Power, fünf Liter Hubraum, Saugtechnik und ein Sechsganggetriebe zum Selberschalten. Autofreund, was willst Du mehr? Verarbeitung und Gewichtsreduzierung? Nö, der Mustang war schon hinterher, als er das erste Mal auf den Markt kam, warum soll sich ausgerechnet jetzt daran was ändern. Der Mustang bezaubert ja, weil er so eigensinnig ist. Und fürs Geld eine Menge bietet.


4. Audi TT – 3243 Neuzulassungen

In den Fünfziger (und frühen Sechzigern) war ein Porsche das Wildeste was aus der Massenware VW Käfer hervorgehen konnte, heute ist der Audi TT (ab 42.050 Euro) das Wildeste, was VWs Teile-Krabbelkiste MQB hervorzubringen vermag. Besonders rühmlich natürlich mit dem Fünfzylinder im TT RS, der mit der Einführung des Ottopartikelfilters allerdings viel von seiner Klangkraft eingebüßt hat. Aber auch unterhalb der Maximalmotorisierung sorgt der Flitzer für interessierte Blicke und fährt bei Bedarf recht zügig ums Eck.


5. Porsche 718 Boxster / 718 Cayman – 2919 Neuzulassungen

Als 1996 der erste Boxster auf den Markt kam, wurde er belacht. Als 2005 der Cayman, das Coupé der zweiten Boxster-Baureihe, auf den Markt kam, wurde er belacht. Mittlerweile sind sowohl der 718 Boxster (ab 58.395 Euro) als auch der 718 Cayman (ab 56.372 Euro) als echte Porsche etabliert. Und manch einer sieht sogar den wahren 911 in den kleineren, leichteren Fahrzeugen. Fakt ist, auch die Einsteigermodelle fahren auf dem sportlichen Niveau, das die meisten Menschen mit Porsche verbinden, daher solltest Du Dich nicht mit irgendwelchen haltlosen Dünkeln aufhalten.


6. Mercedes-AMG GT – 1893 Neuzulassungen

Mit dem Mercedes-AMG GT (ab 122.160 Euro) sind die Stuttgarter Nobelnachbarn des Sportwagenherstellers wahrscheinlich zum ersten Mal ganz dicht auf den 911er aufgefahren. Der AMG GT ist der erste Sportler von Mercedes, der sich mindestens genau so vielschichtig gibt wie ein 911. Nachdem im vergangenen Jahr das Black-Series-Modell vorgestellt wurde, eine Sonderedition die bei Mercedes das (langsame) Ende einer Baureihe ankündigt, dürfen wir schon auf den Nachfolger gespannt sein. Der hat dann allerdings große Fußstapfen zu füllen.


7. Mercedes-AMG SLC – 1097 Neuzulassungen

Während solche Ausflüge ins Supersportliche wie mit dem AMG GT auf Platz sechs bei Mercedes fast noch den jugendlichen Eskapaden zuzuordnen sind, gehören komfortable Roadster fast schon traditionell ins Programm des Stuttgarter Herstellers mit dem Stern. Theoretisch ließe sich der Mercedes-AMG SLC (eingestellt) bis zum 190 SL der Fünfziger Jahre zurückverfolgen. Obwohl Mercedes die Produktion des Metalldach-Roadsters bereits im Sommer 2020 eingestellt, hat es der kleine Flitzer noch in die Top Ten geschafft. Ein Nachfolger ist leider nicht in Sicht.


8. Jaguar F-Type – 913 Neuzulassungen

Was der Bauer nicht kennt, dass fährt er nicht. Anders ist das schwache Abschneiden des Jaguar F-Type (ab 64.200 Euro) eigentlich nicht zu erklären. Vielleicht denkt manch Autokäufer immer noch, das britische Autos so unzuverlässig sind, wie vor fünfzig oder vierzig Jahren. Alles Quatsch – der F-Type hat einen ganz eigenen Charakter, der ihn deutlich vom restlichen Angebot unterscheidet. Andererseits wirkt solch ein Fahrzeug mit einem Vierzylinder (Basismodell) irgendwie deplatziert. Trotz Null-Hundert in 5,7 Sekunden ist so ein R4-Turbo einfach langweilig.


9. Lamborghini Aventador – 728 Neuzulassungen

Gegenüber dem (teils) bescheiden motorisierten Kätzchen aus England bringt der italienische Stier Lamborghini Aventador S Zylinder im Überschwang mit. Sein Zwölfzylinder-Sauger leistet 740 PS und lässt aus keiner Perspektive Zweifel an seiner Kernkompetenz – auffällig schnell sein – aufkommen. Mit seinem Wuchtmotor wird es für ihn zukünftig aber zunehmend schwerer sich den Emissionsvorschriften zu beugen. Deshalb in diesem Jahr noch schnell einen kaufen und die Statistik ankurbeln.


10. Audi R8 – 488 Neuzulassungen

Im Audi R8 (ab 144.000 Euro) werkelt immerhin ein feiner Zehnzylinder und auch dieses Aggregat gehört mittlerweile auf die Liste der Bedrohten Arten. Darüber hinaus gibt's von diesem Sportler sowohl eine Variante mit Allrad- als auch eine mit Hinterradantrieb. Dabei überzeugt die unsportlich erscheinende Vierradvariante mit ihrer unglaublichen Traktion und erlaubt beeindruckende Sprintstarts aus dem Stand.


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Attila Langhammer

18 Jan. 2021