E-Auto: Käufer verdienen überdurchschnittlich gut

Studien von KfW und LeasePlan untersuchten, wer sich für E-Autos interessiert, wer einen Kauf plant oder bereits gekauft hat.

(Foto: BEM)


Welche Zielgruppe interessiert sich am meisten für E-Autos, wollte LeasePlan in seinm jährlichen „Mobility Insights Report“ von Konsumenten in 22 Ländern erfahren. Das Fazit der international angelegten Studie „Elektrofahrzeuge und Nachhaltigkeit“ ist, dass sich die Gruppe der 18- bis34-jährigen Autofahrer für die E-Mobilität begeistert.


Doch wer hat im vergangenen Jahr tatsächlich gekauft oder plant den Kauf eines E-Autos, fragt die KfW-Förderbank bei 4.000 deutschen Haushalten nach. Antwort: Haushalte mit überdurchschnittlichen Einkommen nutzen rund dreimal so häufig Elektrofahrzeuge wie unterdurchschnittlich verdienende Haushalte. Ähnliches gilt für Haushalte, die in Ein- oder Zweifamilienhäusern wohnen: Hier sind Elektroautos mehr als doppelt so häufig anzutreffen wie bei Objekten mit mehreren Parteien.


Auch das Alter wurde abgefragt. Das Sample wurde anhand des Durchschnittsalters (57 Jahre) in zwei Hälften aufgeteilt – zum einen die, die jünger als der Durchschnitt, zum anderen die, die älter als der Durchschnitt sind, heißt es bei der KfW. Bei der älteren Hälfte ist der „Technikvorstand“ des Haushaltes (d.h. der, der die Entscheidung auch fürs E-Auto bestimmt hat) mindestens 57 Jahre alt. Hier beträgt der Anteil der Haushalte, die ein Elektroauto besitzen oder eine Anschaffung planen, rund 1,6 Prozent. Bei der jüngeren Hälfte („Technikvorstand“ unter 57 Jahre) beträgt der Anteil der Haushalte, die ein Elektroauto besitzen oder eine Anschaffung planen, rund 3,3 Prozent.


Vergleicht man die Zielgruppe der Ein- oder Zweifamilienhausbewohnern mit denen, die in Wohnobjekten mit mehr Parteien wohnen, fahren die Bewohner bei den Einzel-, Reihen- und Doppelhausbewohnern mehr als doppelt so häufig ein E-Auto. Insgesamt besitzen nach KfW-Angaben 1,3 Prozent der Haushalte in Deutschland ein batterieelektrisches Auto oder einen Plug-in-Hybrid.


Etwa ein Drittel (32%) der Haushalte erwartet keinen Umstieg auf ein Elektroauto. Die Hauptargumente für einen Kauf eines E-Fahrzeugs sind bei 78 Prozent der Klimaschutzaspekt „und der innovative Charakter der Technik (62%). Gründe, sich gegen einen E-Autokauf zu entscheiden, sind die Praktikabilität in Sachen Ladeinfrastruktur (69%) und Reichweite (54%). Dazu kommen die höheren Preise (61%) gegenüber herkömmlichen Antrieben.


Die Bedenken wegen einer möglicherweise schlechteren Umweltbilanz von Elektroautos gegenüber anderen Antrieben haben gegenüber der Erhebung von 2017 zugenommen. Das Argument wird inzwischen von fast jedem zweiten Haushalt (48%) angeführt. Bei der letzten Befragung waren es nur 36 Prozent.


Erstaunlich ist, dass Menschen auf dem Land mehr E-Autos fahren als städtische Bewohner. Im ländlichen Raum liegt der Anteil rund 50 % höher als in den Mittel- und Großstädten. Dies dürfte nach Meinung der KfW-Studienautoren zumindest teilweise auf die Lade- bzw. Stellplatzmöglichkeiten zurückzuführen sein. Die scheinen auf dem Land besser zu sein als in der Stadt, kommen die Analysten zum Schluss.

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