E-Autos: UN-Kommission will mehr Regulierung bei Batterien

Arne Roller

16 Nov. 2021

Die Staaten sind sich grundsätzlich einig: Es braucht mehr Verbraucher- und Umweltschutz bei E-Autos und Plug-in-Hybriden.

Was den Zustand und die Langlebigkeit ihrer Batterien angeht, befinden sich E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Besitzer aktuell im Blindflug. Gleichzeitig steigt der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen in großen Märkten wie China, der EU und den USA stetig und erreichte im Jahr 2020 bereits drei Millionen Fahrzeuge. Das entspricht 4,6 % des Gesamtabsatzes. In Europa erreichte der Marktanteil der E-Autos bereits 10 %. Zeit, etwas zu tun, findet das WP.29 (Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften) der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) und hat dementsprechend einen Vorschlag über eine neue Regelung zur Gewährleistung einer Mindesthaltbarkeit von Fahrzeugbatterien hervorgebracht.



Regelung über Kapazitätsverluste bei Batterien


Dem Vorschlag stimmten sowohl die EU, China als auch die USA und viele weitere Einzelstaaten zu. Autohersteller müssten entsprechend der geplanten Regulierung nachweisen, dass die Batterien ihrer Elektro- und Hybridfahrzeuge über bestimmte Zeiträume oder gefahrene Kilometer nicht zu viel an Kapazität verlieren – nämlich weniger als 20 % über fünf Jahre/100.000 Kilometer oder weniger als 30 % über acht Jahre/160.000 Kilometer. „Das würde die Verwendung von Batterien schlechter Qualität verhindern“, sagt die UNECE.



Wertvolle Informationen für GebrauchtwagenkäuferInnen


Der Vorschlag sieht weiterhin vor, dass jedes Fahrzeug seinen Batteriezustand an die zuständigen nationalen oder regionalen Behörden übermittelt. Dies könne beispielsweise „Over-the-Air“ geschehen. „Durch die vorgeschlagene Verordnung werden dem Fahrzeugbesitzer genaue Informationen über den Zustand und die verbleibende Kapazität der Batterie frei zugänglich gemacht“, sagt André Rijnders, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Umweltverschmutzung und Energie (GRPE), die ebenfalls dem WP.29 angehört. Informationen über den Batteriezustand eines gebrauchten E-Autos könnten dann in Zukunft auch bei der Kaufentscheidung helfen.


Ziel der geplanten Regelung ist es laut der UNECE, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen weiter zu verbessern. Über den Vorschlag wird im März 2022 abgestimmt. 


(Foto: DeepGreenMetals)

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Arne Roller

16 Nov. 2021