Elektrifiziertes Pony: Ford Mustang Mach-E

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Eingefleischte Mustang-Fans reiben sich die Augen. Auch vor der US-Ikone macht die Elektrifizierung nicht halt, angeblich ohne die typische DNA zu verlieren. Was Steve McQueen wohl dazu sagen würde?

Mit dem neuen Mustang Mach-E will der US-Autobauer Ford bei aller Klimaverträglichkeit die Eigenschaften seines legendären Sportcoupés erhalten. Als Stromer ist der Mustang 4,71 Meter lang, 1,88 Meter breitund bringt es auf ein „Stockmaß“ von 1,62 Metern. Damit überragt er den Ur-Mustang um eine knappe Lineal-Länge. Doch ist der Mach-E eben auch kein Sportcoupé, sondern ein 5-türiges Crossover-SUV, das optional auch mit Allradantrieb erhältlich ist. Serienmäßig werden die Kräfte jedoch an die Hinterräder geschickt.


Innen sorgen 10 Lautsprecher von Bang & Olufsen mit 560 Watt Ausgangsleistung für satten Sound. Fünf Erwachsene sollen laut Ford bequem Platz finden, für Gepäck bleiben bei Vollbesetzung dann noch 402 Liter Kofferraumvolumen. Werden die Rücksitze nach vorn geklappt, erweitert es sich auf bis zu 1.420 Liter.


Die Basis-Version mit 269 PS für 46.900 Euro verfügt über einen Akku mit 288 Lithium-Ionen-Zellen und eine nutzbare Speicherkapazität von 68 Kilowattstunden (kWh). Damit kommt man nach WLTP bis zu 440 Kilometer weit. Legt man etwas mehr als 7.500 Euro drauf, bekommt man die Extended-Range-Variante mit 88 kWh nutzbarer Kapazität. Das soll dann für bis zu 610 Kilometer reichen.


Auf Tempo kommt man mit Hilfe drei verschiedener Fahrmodi. Doch man sollte besser das Wort „cruisen“ benutzen, denn das Tempo ist beim Mustang Mach-E auf 180 km/h elektronisch begrenzt. Bei der später kommenden, 487 PS starken GT-Version bleibt die Tachonadel bei 200 km/h stehen, Tempo 100 ist aus dem Stand aber schon nach 3,7 Sekunden erreicht.


Für den neusten Softwarestand sorgt „Over the Air“-Technologie ohne lästige Werkstattaufenthalte. Wie von Ford gewohnt, ist das SUV mit zahlreichen intelligenten Assistenzsystemen ausgestattet. Die sorgen nicht nur für Komfort, sondern auch für die Sicherheit. Neu ist der digitale Schlüssel: Erkennt das Auto via Bluetooth, dass sich das entsprechend legitimierte Mobilgerät des Fahrers nähert, entriegelt es die Türen. Per Geheimcode kann man via Touchscreen das Auto starten. Ist das Smartphone nicht zur Hand startet man den Mustang Mach-E per Geheimzahl über ein Ziffernfeld in der B-Säule. Auf konventionelle Türgriffe konnte daher verzichtet werden.


Wallboxen zum Aufladen der Batterie sind in den Leistungsstufen 7,4 kW und 11 kW. Mit zweiter Option ist der Standard-Mach-E in rund sechs Stunden von zehn auf 80 Prozent aufgeladen. Serienmäßig liefert Ford zwei Ladekabel: Das sechs Meter lange Mode-3-Kabel ist geeignet für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen mit Typ 2-Anschluss. Hinzu kommt ein 6,70 Meter langes Heimladekabel für haushaltsübliche Steckdosen und den blauen CEE-Anschluss.

An Ladesäulen von Ionity und anderen HPC-Chargern ist eine Ladeleistung von bis zu 150 kW möglich. Dabei genügen dem Modell mit Extended-Range-Batterie und Heckantrieb im Durchschnitt bereits zehn Minuten für eine zusätzliche Reichweite von 119 Kilometern. Die Version mit Allradantrieb und Extended-Range-Batterie „tankt“ im selben Zeitraum Strom für rund 107 Kilometer. Sowohl für die heckgetriebene Variante als auch für den Mustang Mach-E mit Allradantrieb gilt in Verbindung mit der Extended Range-Batterie: An einer Schnell-Ladesäule ist der Akku in 45 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufgeladen.


Markteinführung für die Normalausführung ist Anfang kommenden Jahres. Sportliche Fahrer müssen sich bis Ende 2021 gedulden, dann kommt der GT.



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