Besonders besonders: Extrem aufwändige Lackierung für limitierten McLaren Speedtail

Ralf Kund

06 Aug. 2021

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Der McLaren Speedtail mit dem Namen "Albert", zeigt was das MSO-Team der Briten in puncto Individualisierung drauf hat

(Fotos: McLaren)

Alles lässt sich steigern: Für unsereins ist ein McLaren allein schon ein höchst exklusives Auto. Die nächste Stufe ist dann die entsprechend kleinere Riege der limitierten Fahrzeuge, aus der der auf 106 Exemplare limitierte McLaren Speedtail stammt. Der zeigt sich mit drei Sitzen (der Fahrer sitzt mittig wie beim McLaren F1 der 90er), V8-Hybrid mit vier Litern Hubraum, 1050, PS einer Höchstgeschwindigkeit von 403 km/h und einem Beschleunigungsvermögen von 13,0 Sekunden auf 300 km/h schon sehr erlesen, was sich auch im Preis von über 2,3 Millionen Euro niederschlägt. Wie (fast) immer bei derart besonderen Autos waren alle 106 Stück schon kurz nach der ersten Vorstellung 2017 verkauft. Oder besser: Besonders guten Kunden zugeteilt.   

Jetzt hat McLarens Truppe für die ganz besonderen Fälle, die MSO (McLaren Special Operations), einen der letzten gefertigten Speedtails als Basis genommen, um im Auftrag eines Händlers in – ja wo wohl sonst – Beverly Hills ein irre aufwändiges Lackierprojekt umzusetzen: In zwölf Wochen Handarbeit wurde die Außenhaut des „Albert“ behandelt, wurde zerlegt und wieder zusammengefügt, abgeklebt und lackiert, bis zum perfekten Ergebnis.

Viel Liebe zu Details und der Historie von McLaren erkennt man erst bei näherer Betrachtung. „Albert“ etwa ist nicht etwa der Name des Käufers, sondern schlägt eine Brücke zum legendären F1, dessen Prototyp 1992 auf dem Albert Drive-Testgelände seine ersten Runden drehte. Auch der erste Versuchsträger für den Speedtail aus dem Jahr 2019 wurde auf den Namen Albert getauft.

Die Lackierung selbst ist voller historischer Bezüge: In Magnesium Silber war das erste F1-Straßenauto lackiert, das 1992 über die Straßen von Monaco fuhr; dieser Farbton dominiert das Heck. Ueno Grey, das den Frontbereich beherrscht, zierte den F1 GTR, mit dem McLaren 1995 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Die feinen Linien wurden vom ersten getarnten Albert Speedtail adaptiert. Sie dienten der Tarnung und zeigen den optimierten Luftstrom über dem Auto.

Zwei Spezialisten arbeiteten zwölf Wochen an der Lackierung. Davon entfielen zwei Wochen allein auf das Abkleben, sechs Wochen lang wurde lackiert, die restlichen vier Wochen gingen für den Trocknungsprozess und das Ab- und wieder Anbauen der Einzelteile drauf. Dabei wurden fast zwei Kilometer an Tape zum Abkleben verbraucht.

Der McLaren Speedtail ist nach P1 und Senna die dritte Variante der sogenannten McLaren Hypercars und gilt als ideeller Nachfolger des F1. Er ist das derzeit schnellste McLaren-Straßenauto und wiegt 1430 kg. Die Produktion der 106 Speedtails begann 2019. Speedtail Albert, zu dessen Preis sich McLaren nicht äußert, wird am 8. August im Rahmen des Sunset GT, einem luxuriös orientierten Cars & Coffee-Event in Sunset Plaza, LA, zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

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Ralf Kund

06 Aug. 2021