Facelift für den VW Polo – Ein Bestseller macht sich Golf-Fein

Ralf Kund

23 Apr. 2021

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Der VW Polo hat ein Facelift erhalten. Neben neugestalteten Lichtspielen trägt er jetzt vor allem viel Assistenztechnik aus dem Golf auf

(Fotos: VW)

Mit umfangreichen technischen und optischen Neuerungen geht die überarbeitete sechste Generation des VW Polo ab September an den Start. Nach dem Facelift wirkt VWs kompakter Erfolgstyp (18 Millionen gebaute Exemplare) erwachsener und nähert sich auch technisch seinem großen Bruder Golf weiter an. Daneben hält die Möglichkeit zum teilautomatisierten Fahren im VW Polo Einzug: Mit dem „IQ Drive Travel Assist“ sind mit Abstandstempomat mit Kennzeichenerkennung („Prädiktives ACC“) und Spurhalte- und -Wechselassistent (“Lane Assist“) jetzt auch Sicherheitsfeatures zu haben, die bislang höheren Modellreihen vorbehalten waren.

Dieselmotoren werden für den VW Polo nicht mehr angeboten, auch der 150 PS starke 1.5-Liter Benziner fliegt aus dem Programm. Gesetzt ist dagegen eine GTI-Version, die im Sommer vorgestellt wird. Der Einstiegspreis soll weiterhin bei unter 16.000 Euro liegen.


So wertet Volkswagen den Polo optisch auf – ein virtueller Rundgang


Dominiert wird der optische Eindruck des neuen VW Polo von der neugestalteten Front- und Heckpartie, bei der serienmäßig LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten zum Einsatz kommen. Sie werden von einem durchgehenden LED-Leuchtenband („Kühlergrill-Querspange“) verbunden, wie man es von den ID-Modellen, Golf und Arteon kennt. Die Motorhaube wurde stärker konturiert, der neue Stoßfänger betont die Breite der Front. Details wie Quer- und Längstreben werden mit unterschiedlichen Anmutungen (Chromoptik, Hochglanz-Schwarz) über die neu geordneten Ausstattungslinien („Polo“, „Life“ und „Style“, dazu eine neue R-Linie) gespielt. 

Die Heckpartie wird von dreidimensional ausgeführten LED-(Rück-)Leuchten geprägt, die erstmals zweigeteilt sind und in die Heckklappe übergehen. In der Topversion haben sie einen animierten Wischeffekt und beziehen beim Bremsen Teile des Rücklichts in die Leuchtgrafik ein.


Innenraum


Im Innenraum kommt serienmäßig das „Digital-Cockpit“ zum Einsatz, das in der Basis „Polo“ aus einem 8,0-Zoll großen Zentraldisplay („Digital Cockpit Pro“ mit 10,25 Zoll in der Style-Version) und einem 6,5-Zoll Monitor (8 Zoll bei Style) für das Audiosystem besteht. Das Lenkrad ist jetzt immer multifunktional, also mit Tasten versehen. Darüber wird etwa der serienmäßige Spurhalteassistent gesteuert, der über die Erweiterung durch den „IQ Travel Assist“ teilautonomes Fahren (Level 2) erlaubt.

Ein neuer Center-Airbag zwischen den Vordersitzen soll verhindern, dass Fahrer und Beifahrer bei einem Crash zusammenstoßen. Auch zum Lieferumfang gehören der Umgebungssensor „Front Assist“, der über eine City-Notbremsfunktion verfügt. Für eine hochwertigere Anmutung ist bereits ab der Basisversion die Instrumententafel von geschäumtem Kunststoff eingefasst.    

Eine Navigationsfunktion kann über „App-Connect“ („Ready2Discover“, Serie ab „Life“) nachgerüstet werden; sie ist funktional immer an Bord und kann Online freigeschaltet werden. Apple Carplay und Android Auto sind ebenfalls an Bord und können optional auch kabellos eingebunden werden.   


Neu geordnete Ausstattungslinien


Die gewohnten Ausstattungslinien „Trendline, Comfortline und Highline“ werden durch die neu konzipierten und sortierten Linien („Polo“, „Life“ und „Style“, neue R-Linie) ersetzt. „Life“ hat etwa eine Mittelarmlehne und 15- statt 14-Zoll-Räder sowie Leder an Lenkrad und Schaltknauf, die Top-Versionen „Style“ und „R-Line“ zeigen ähnlich wie beim Golf zusätzliche Ausstattungsfeatures wie LED-Matrix-Scheinwerfer oder eine sportlichere Ausprägung durch optische Unterschiede wie Heckdiffusor, 16-Zoll-Räder („R-Line“).

Zudem gibt es vier neue Farben, neue Felgen und ein Sportpaket (nur Style und R-Line) inklusive Sportfahrwerk und elektronischer Differenzialsperre.           


Motoren


Motorenseitig fallen die Diesel aus dem Programm, ebenso der 150-PS-Benziner. Zum Marktstart stehen drei Einliter-Dreizylinder mit 80, 95 und 110 PS zur Wahl, DSG gibt es für den 95-PS-Turbo optional, beim 110 PS-Turbo-Aggregat ist es Serie. Nachgereicht wird ein 90 PS starker Erdgas-/Benzinantrieb.  

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Ralf Kund

23 Apr. 2021