Ford Focus Facelift: Optische und technische Neuerungen für den Kompakten

Ralf Kund

15 Okt. 2021

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Seit 2018 dreht die vierte Generation des Ford Focus bereits ihre Runden – Zeit für ein kleines, aber feines Facelift, das sich vor allem der Optik widmet, aber auch in punkto Bedienung, Fahrkomfort und Sportlichkeit ein paar Neuerungen anbietet

Zunächst hat Ford sein Ausstattungsangebot neu geordnet und bietet jetzt vier Grundlinien an: Cool & Connect löst Trend als Basis ab, darüber rangieren Activ“ als robuste, Titanium als elegante und ST-Line als sportliche Variante. Die drei letzten sind zudem mit den X und Vignale genannten Upgrades bestückbar. Der Einstiegspreis für Cool & Connect liegt bei der Limousine bei 22.450 Euro, der Kombi (Focus Turnier) ist ab 23.650 Euro zu haben.

Bei den Motoren fällt der EcoBlue-Turbodiesel mit 140 kW (190 PS) aus dem Programm. Dafür werden die beiden Mild-Hybrid-Benziner mit 92 und 114 kW (125/155 PS) jetzt mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Ford PowerShift bestückt, das im Sportmodus bis zu drei Gänge auf einmal zurückschalten kann und auch über Wippen am Lenkrad bedienbar ist. Den Einliter-Dreizylinder gibt es auch ohne BISG, den intergrierten Starter/Generator, der neben der Rekuperation auch Boost-Zwecken dient. Diese Basisvarianten leisten 74 und 92 kW (100/125 PS); dieselseitig markiert jetzt der 120 PS starke, 1,5-Liter-Vierzylinder die Leistungsspitze. Beim Focus ST fällt der Diesel aus dem Programm, es bleibt der 280 PS starke Benziner, den es ab 36.500 Euro als Limo, für 1200 Euro Aufpreis auch als Kombi gibt.  

Du erkennst den gelifteten Focus von außen am neuen Frontschürzendesign, das je nach Modellvariante unterschiedlich gestaltet wurde. Dabei wanderten die Nebelscheinwerfer in die Hauptscheinwerfer, die jetzt optional in dynamischer LED-Matrix-Technik ausgeführt sind und etwa einen blendfreien Fernlicht-Assi, kamerabasiertes Kurvenlicht, Abbiegelicht oder ein Verkehrsschild-basiertes Abblendlicht realisieren, das etwa an einer Kreuzung den Leuchtkegel automatisch verbreitert.


Infotainment mit riesigem 13-Zoll-Bildschirm


Im Inneren fällt sofort der neue 13,2-Zoll große Touchscreen auf, der den achtzölligen Vorgänger ablöst. Er ist querformatig oberhalb der Mittelkonsole platziert und soll intuitiver alle wesentlichen Funktionen steuern. Dazu gehört jetzt auch die Bedienung der Klimatisierung, wodurch Schalter und Knöpfe entfallen, was für einen aufgeräumter wirkenden Innenraum sorgt. Neu ist das aus dem Mustang Mach-E adaptierte Bediensystem „Sync4“, das neben cloudbasierter Navigation eine weiterentwickelte Sprachsteuerung bietet. „Sync4“ wird automatisch „Over the Air“ aktualisiert, spricht 15 Sprachen und soll (mit dem FordPass Connect-Modem) auch auf Fragen und Wünsche reagieren können, etwa auf Fragen nach dem Wetter entlang der Route, es kann Textnachrichten verfassen oder das Bordentertainment steuern.

Erweitert wurden auch die Assistenzfunktionen, etwa um einen Totwinkel-Assistenten, der bei Tempi zwischen 65 und 200 km/h den Bereich neben und bis zu 28 Meter hinter dem Auto scannt und warnt oder per Lenkimpuls eingreift, wenn sich bei einem Spurwechsel eine Kollision andeutet. Ebenfalls neu sind die Anhängererkennung bei Modellen mit Anhängerkupplung und der lokale Gefahrenwarner.


Feinschliff gab es auch bei Turnier und ST. Der Kombi verfügt jetzt über eine Falz im verstellbaren Kofferraumboden, die sich zu einer vertikalen Trennwand aufstellen lässt. Unterhalb des Ladebodens findet man einen speziell beschichteten Bereich mit einer wasserabweisenden Matte, die sich herausnehmen und leicht reinigen lässt. Neben neuer 18 und 19-Zöller für den ST gibt es neu entwickelte Sportsitze, die sich 14fach verstellen lassen und serienmäßig über eine Sitzheizung verfügen.

  

Ford Focus ST als Facelift

Ralf Kund

15 Okt. 2021