Ford Mustang Mach 1: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

26 Mai. 2021

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Mehr Pferde für das Pferdchen: Die auf 460 PS gesteigerte V8-Motorleistung des Ford Mustang Mach 1 ermöglicht eine Beschleunigung auf 100 km/h in nur 4,4 Sekunden.

Das limitierte, besonders agile Sondermodell des Mustang Mach 1 soll mit optimiertem Antriebsstrang und verbesserten Aerodynamik-Elementen perfekt für den Track Day-Einsatz sein.

Der aerodynamische Abtrieb des Mach 1 legt um 22 Prozent zu (Alle Bilder: Ford)


Welche Highlights bietet der Ford Mustang Mach 1?


Die Mach 1-Version zeichnet sich durch eine maßgeschneiderte Aerodynamik und neuen Performance-Komponenten aus. Das Modell wird ausschließlich als Fastback (2-Türen, 4 Sitze) angeboten und beschleunigt in nur 4,4 Sekunden auf 100 km/h und übertrifft damit den serienmäßigen Mustang GT in puncto aerodynamischem Abtrieb um 22 Prozent – dies stabilisiert seinen Geradeauslauf bei hohen Tempi und ermöglicht größere Geschwindigkeiten speziell in schnellen Kurven. 

Sein 5,0 Liter großer Voll-Aluminium-V8-Motor vereint ein hochleistungsfähiges Open-Air-Induktionssystem mit einem speziellen Ansaugkrümmer, 87 Millimeter großen Drosselklappen und einer Kombination aus Niedrigdruck-Zentralrohr- und Hochdruck-Direkteinspritzung. Das Ergebnis sind 338 kW (460 PS), die bei 7.250 Touren bereitstehen, und ein maximales Drehmoment von 529 Newtonmetern bei 4.900 Umdrehungen.


Mach 1-Kunden können zwischen zwei sehr präzise schaltenden und robusten Getriebe-Optionen wählen. Erstmals für einen Serien-Mustang in Europa kommt die manuelle 6-Gang-Schaltbox TREMEC TR-3160 mit Schaltwegverkürzung und besonders belastbarer Zweischeibenkupplung zum Einsatz. Dank Drehzahl-Angleichungs- und Direktschaltfunktion sorgt sie auch bei engagierter Fahrweise für sanfte Gangwechsel. Alternativ steht ein 10-Gang-Automatikgetriebe von Ford zur Verfügung, das mit einem verstärkten Drehmomentwandler den höheren Anforderungen angepasst wurde.

Beide Getriebe profitieren von einem eigenen Ölkühler. Beim Automatikgetriebe kommt ein zweiter Luft-Öl-Kühler hinzu, der die thermische Effizienz um weitere 75 Prozent steigert. Auch die angetriebene Hinterachse erhält eine spezielle Kühlung sowie ein serienmäßiges Sperrdifferenzial.


Ein ausgeglichener Temperaturhaushalt prägt auch die Aerodynamik und das Design des Mustang Mach 1. Diesem Zweck passen sich die einzelnen Elemente des Kühlergrills an, vom oberen Einsatz über die seitlichen Kühllufteinlässe bis zur unteren Öffnung. Neu sind darüber hinaus der Frontsplitter unterhalb der Bugschürze und der einteilige Heckspoiler. Besonders positiv auf die Abtriebskräfte und die aerodynamische Balance wirkt sich zudem der verkleidete Fahrzeug-Unterboden aus. Er wurde verlängert und mündet in einen funktionalen Performance-Diffusor, während Finnen den Bremsen gezielt Kühlluft zufächern.


Die üppig dimensionierte Bremsanlage setzt auf Sechs-Kolben-Bremssättel des Rennsportspezialisten Brembo und einen stärkeren Bremskraftverstärker. Sie ermöglicht ein präzises Bremsgefühl und eine konstant leistungsstarke Verzögerungswirkung – der Anhalteweg aus 100 km/h fällt mit weniger als 32 Metern recht kurz aus.

Als Garanten für ein besonders sportliches Handling dienen Radaufhängungs-Komponenten aus dem Mustang Shelby GT350 und GT500 sowie das elektronisch geregelte, verstellbare MagneRide-Fahrwerk. Es wurde für den Einsatz neu justiert und um straffere Federraten sowie größere Querstabilisatoren ergänzt. Im Zusammenspiel mit der elektro-mechanischen Servolenkung und der ausgefeilten Aerodynamik ermöglicht es das direkteste Einlenkverhalten und die präzisesten Rückmeldungen an den Fahrer, die jemals einen von Ford in Europa angebotenen Mustang auszeichneten. Dies betrifft auch die weiter reduzierten Nick- und Wank-Bewegungen speziell bei voller Beschleunigung und hartem Bremsen.

Fünf Fahrprogramme („Normal“, „Sport+“, „Schnee/Nässe“, „Rennstrecke“, „Drag Strip Mode“) und Elektronik-Funktionen unterstützen das Performance-Erlebnis. So wird der Drive Mode um einen Track-Modus für den Rennstrecken-Einsatz erweitert. Track Apps dienen als Beschleunigungsmesser und -Timer. Das Mach 1-Sondermodell hat auch eine Launch Control-Startautomatik. Sie wird ebenfalls über das serienmäßige 12-Zoll-Display der digitalen Instrumententafel aktiviert.


Welche Änderungen gibt es am Design?


Die vom Rennsport inspirierte Optik des Mustang Mach 1 zählt zu den charakteristischen Kennzeichen dieser legendären Sondermodell-Familie, deren Geschichte bis ins Jahr 1969 zurückreicht. Den Auftritt der jüngsten Generation bestimmen in erster Linie die zahlreichen aerodynamischen Funktionselemente wie der Kühlergrill und der Frontsplitter unterhalb der Bugschürze sowie der Heckspoiler und der Diffusor. Eine markante Lackierung in hoch- oder mattglänzendem Magnetic-Schwarz hebt sie besonders hervor. Die unverwechselbaren 19-Zoll-Räder erhalten ein dezentes Finish in Dunkelgrau.

Zu den acht markanten Farb-Kombinationen für die Karosserie, die Motorhaube und die seitlichen Zierstreifen gehört auch Jet-Grau mit Dekor in einem Mix aus satiniertem Schwarz und reflektierendem Orange – selbst die Bremssättel tragen das strahlende Orange. Eine andere Komposition ist Grabber-Gelb mit Streifen in satiniertem Schwarz und Weiß. Ganz gleich, welche Farbe die Karosserie trägt: Die Mach 1-Logos zwischen den Heckleuchten und auf den vorderen Kotflügeln bleiben jeweils in schwarz. Die präzise eingepasste Performance-Abgasanlage mit Active Valve-System mündet in vier verchromten Endrohren mit einem Durchmesser von jeweils 11,4 Zentimetern. 

Wie sieht es im Innenraum aus?


Im Interieur zeichnen sich die Sport-Ledersitze durch metallgraue Ziernähte aus. Eine spezielle Plakette auf dem Armaturenträger weist neben dem Mach 1-Logo auch die individuelle Produktionsnummer des limitierten Sondermodells aus. Die Serienausstattung umfasst Komfort-Features wie beheiz- und klimatisierbare Vordersitze, das Ford Navigationssystem inklusive Ford SYNC3-Konnektivitätstechnologien und das FordPass Connect-Modem sowie ein B&O Sound System mit einer Leistung von 1.000 Watt und zwölf Lautsprechern.

Die Auslieferungen der ersten Mustang Mach 1 in Europa haben begonnen. Ford bietet das Sondermodell ab 60.800 Euro an.

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26 Mai. 2021