Neuer Ford Ranger (2022): Auch bei uns mit V6-Diesel

Arne Roller

24 Nov. 2021

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Ford hat den Ranger der nächsten Generation vorgestellt. Mit einem neuen Top-Motor und einem deutlich aufgewerteten Innenraum setzt der Neue auf mehr Premium.


Bereits seit 2011 ist der Ranger der aktuellen Generation in Südafrika auf dem Markt. Trotz seines fortgeschrittenen Alters sahen seine Verkaufszahlen fortlaufend sehr gut aus. Ford dominiert derzeit mit dem Ranger den relativ kleinen europäischen Pickup-Markt. Dabei half auch, dass Konkurrenten wie Nissan, Mercedes-Benz und Renault ihre Pick-ups vom Markt nahmen. Der aktuelle Ranger führte das Segment Ende September mit einem Anteil von 39,9 Prozent bei einem Absatz von 45.539 Einheiten in 20 europäischen Ländern an. Sein Hauptkonkurrent sowohl in Europa als auch auf den wichtigen Pick-up-Märkten Südafrika und Australien ist der Toyota Hilux. In den letztgenannten Märkten streiten sich die Modelle regelmäßig um Platz eins.





Ford Ranger: Konzipiert im Pick-up-Land


Entworfen und konstruiert wurde die neue Generation des Rangers in Australien. Bekanntermaßen ein Land, in dem sie ein oder zwei Dinge über das Fahren abseits befestigter Straßen wissen. Der neue Ranger stellt eine drastische Abkehr von der vorherigen Generation dar. Vorbei ist es mit den sind die kurvigen, fast Auto-ähnlichen Linien des noch aktuellen Ranger, der unlängst noch Sondermodelle erhielt. Stattdessen nimmt der mittelgroße Pick-up eine bulligere Ästhetik an, die sehr sowohl an den kleinen US-Kompakt-Pick-up Ford Maverick als auch an den größeren F-150 erinnert. Mit anderen Worten, Ford führt beim Ranger die „Truck-Ästhetik“ der US-Modelle ein. Die Pick-ups sollen aussehen wie dicke Brummer. Was den Innenraum und das Fahrverhalten angeht, dürfen sie hingegen das Feeling eines „normalen“ Autos vermitteln.


„Wir wollten ein wirklich robustes und dominantes Front-Design.“

Max Tran, Chefdesigner des Ranger


Der neue Kühlergrill ist wesentlich massiver sowie designtechnisch dominanter, die Scheinwerfer kommen in Form und Design denen des F-150 nahe, sind aber kleiner.


Das Design des neuen Ranger kommt dem der US-Pick-ups von Ford nun wesentlich näher.


Die Tagfahrleuchten, die sich in einem kompletten Bogen um die Scheinwerfer ziehen, sind dem neuen Ranger hingegen eigen und heben ihn von den anderen Modellen ab.


Die Rückleuchten greifen das Styling der Front-Scheinwerfer auf.



Ford Ranger: Maße und Ladefläche


Wie der Ranger, den er ersetzt, ist der Neue in zwei Karosserievarianten erhältlich – als Anderthalb- sowie Doppelkabiner. Über Nutz- oder Anhängelasten sowie die Leistungsdaten der Motoren spricht Ford bisher nicht. Es ist damit zu rechnen, dass Einzelheiten langsam und qualvoll nach außen dringen werden. Was wir wissen: 50 Millimeter beträgt der Längen- und Breitenzuwachs beim neuen Ranger, in diesem Fall gleichbedeutend mit einem um 50 Millimeter längeren Radstand und einer 50 Millimeter breiteren Pritsche.



Ford Ranger: Innenraum


Das neue, modernere Interieur wird von einem Armaturenbrett mit einem großen, hochformatigen Touchscreen ähnlich dem des Mustang Mach-E verankert.


 

Alles neu und wesentlich moderner: Der neue Touchscreen kommt in den Größen 10,1- sowie 12-Zoll und ist dem im Mustang Mach-E sowie allen Tesla-Modellen sehr ähnlich.


Der neue Touchscreen ist sowohl in 10,1- als auch in 12,0-Zoll-Größe erhältlich und wird mit der Infotainment-Suite Sync 4 von Ford geliefert. Obwohl dies dem Ranger eine Menge Funktionen hinzufügt, geschieht dies auf Kosten physischer Tasten. Einige Funktionen, wie zum Beispiel die Offroad-Modi, werden künftig über den Touchscreen gesteuert.



Ford Ranger: Die Motoren


Auf dem europäischen Markt startet der neue Ranger mit verschiedenen Dieselmotoren. Es wird weiterhin einen Single-Turbo und einen Biturbo-Dieselmotor mit zwei Liter Hubraum geben. Aktuell leisten diese je nach Ausstattungslinie 130 und 170 PS (Single-Turbo) sowie 213 PS (Biturbo). An diesen Zahlen wird sich –wenn überhaupt – nur wenig ändern.


Bei der neuen Top-Motorisierung jedoch handelt es sich um einen würdigen Nachfolger für den von vielen vermissten 3,2-Liter Fünfzylinder, den Ford aus dem Programm genommen hatte. Hier kommt künftig ein V6-Diesel mit drei Liter Hubraum zum Einsatz! Das wird die Herzen vieler Pick-up-Fans höherschlagen lassen und kann und soll zudem mehr Premium-orientierte Kunden an den Ranger heranführen. Auch hier hat Ford jedoch noch nichts Genaueres zum Motor geäußert. Der „Powerstroke“-Diesel, der für kurze Zeit auch unter der Haube des Ford F-150 arbeitete, kommt für den Job infrage. Die Maschine leistet in ihrer aktuellen Ausführung bei 186 kW/253 PS und stellt ein maximales Drehmoment  von 597 Newtonmeter bereit. Auf diese oder ähnliche Werte kann man sich auch beim neuen V6-Ranger einstellen.


Für 2024 hat Ford bereits eine elektrifizierte Variante angekündigt, bei der es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Plug-in-Hybriden handeln wird.  



Ford Ranger: Optimierter Allradantrieb


Den neue Ranger wird es wie das aktuelle Modell weiterhin auch mit einem Zuschalt-Allrad geben, bei dem das Fahrzeug standardmäßig mit Hinterradantrieb unterwegs ist. Schaltet man den Allrad bei diesem System hinzu, sind beide Achsen starr miteinander verbunden. Das sorgt in Kurven bei Verspannungen im Antriebsstrang: Das kurveninnere Rad hat einen kürzeren Weg zurückzulegen und bekommt Schlupf.


Ford bietet daher beim neuen Ranger auch einen permanenten Allradantrieb an. Unklar ist noch, ob es sich dabei um einen automatisch zuschaltenden Allrad oder einen mit Zentraldifferential im Verteilergetriebe handelt. Einen Hinweis gibt es auf den Bildern vom Innenraum. Dort sehen wir beim Antriebs-Wahlschalter eine Einstellung namens „4A“, was auf einen Automatik-Allrad schließen lässt.


Der „4A"-Schalter deutet darauf hin, dass der Ranger einen automatischen Allradantrieb erhalten wird.



Ford Ranger:  Nomenklatur der Modellversionen bleibt


Drei vom aktuellen Ranger bekannte Ausstattungsvarianten sind bereits angekündigt: XLT, Sport und Wildtrak. Die Produktion des neuen Ranger startet im nächsten Jahr in Thailand und Südafrika, wo – wie auch beim noch aktuellen Modell – die Fahrzeuge für den europäischen Markt gebaut werden. Laut Ford wird der Bestellstart für Deutschland ab Ende 2022 beginnen. Die ersten Fahrzeuge stehen dann Anfang 2023 bei den Händlern.


Wie gehabt: von links nach rechts die Modelle XLT, Sport und Wildtrak.



Ford Ranger: Basis für den neuen Amarok


Auch für Fans des VW Amarok ist der neue Ranger interessant. Denn er stellt dessen Basis. Bei der Entwicklung des neuen Ranger waren daher auch VW-Ingenieure mit an Bord.

Der Amarok ist aktuell nicht mehr als Neuwagen erhältlich, seine Produktion in Deutschland wurde bereits im Sommer 2020 eingestellt. Es dürfte allerdings noch etwa dauern, bis der Amarok auf Ranger-Basis ins Rampenlicht tritt. Volkswagen jedenfalls hat bereits angekündigt, dass sein Design  „eindeutig anders“ werde als das des Ranger.

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Arne Roller

24 Nov. 2021