Formel 1 2021: Neue Dienstautos für Vettel, Schumi & Co

Frederik Hackbarth

05 März. 2021

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Die Formel 1 ist auf dem Weg aus der Boxengasse ins Starting Grid. Wir zeigen Dir die ersten Rennwagen der Saison 2021

(Fotos: Alfa-Romeo, Alpha Tauri, Alpine, Aston-Martin, Haas, McLaren, Mercedes-Benz, Red Bull)

Mit Spannung erwartet, nun ist er endlich da: Sebastian Vettel und sein neues Aston-Martin-Team haben ihren Boliden für die Formel-1-Saison 2021 vorgestellt, den AMR21. Der Deutsche geht nach dem Abschied von Ferrari in sein erstes Jahr beim britischen Sportwagenhersteller, dessen Name durch ein Rebranding des früheren Racing-Point-Rennstalls nach über 60 Jahren in die Königsklasse zurückkehrt. Gefahren wird in traditionellem British Racing Green! Auffälig aber: weil in letzter Minute doch noch der Vertrag mit Sponsor BWT verlängert wurde, weisen sowohl das Auto als auch die Overalls pinke Applikationen auf. Ursprünglich war das Design mit einem hellgrün-gelben Kontrast geplant.


Vettel dürfte die Optik egal sein, mit dem AMR21 hat er endlich wieder siegfähiges Material zur Verfügung. "Ich kann es kaum erwarten das Auto zum ersten Mal zu fahren", sagt der vierfache Weltmeister, der glaubt: "Wir sind hoffentlich näher dran an der Spitze als am Mittelfeld. Die Favoritenrolle gehört natürlich Mercedes, danach kommt Red Bull. Dahinter wird aber alles sehr eng." Im Vorjahr holte Racing Point in der Team-WM Platz vier - allerdings nur wegen eines Punktabzuges für Plagiatsvorwürfe. Auch 2021 ähndelt der Wagen wieder stark dem von Branchenprimus Mercedes, erstmals in seiner Karriere hat Vettel nun auch den starken Antrieb der Stuttgarter im Heck.


Im Kräftegleichgewicht der Formel 1 sollte sich im Vergleich zur Vorsaison nur wenig verschieben. Denn durch die Corona-Pandemie wurde die große Regelreform auf 2022 verschoben, die erlaubten Änderungen für dieses Jahr fallen entsprechend überschaubar aus. Die Boliden sind bei allen Teams eine Evolution des Vorjahresautos. Bei Red Bull geht man sogar soweit, diesen Umstand auch im Namen RB16B auszudrücken. Mit Max Verstappen und Sergio Perez, der als Ersatz für den schwächelnden Alex Albon verpflichtet wurde, will die Brause-Truppe den Druck auf die Seriensieger von Mercedes merklich erhöhen.

Bei den Stuttgartern hat indes Weltmeister Lewis Hamilton als Letzter der 20 Fahrer im Feld einen neuen Vertrag unterschieben und um ein weiteres Jahr verlängert. Erhalten bleibt Mercedes neben dem siebenfachen Champion auch die schwarze Lackierung aus dem Vorjahr - einzig ein silberner Farbtupfer auf der Motorabdeckung ist 2021 neu und weist auf die Silberpfeil-DNA hin. Teamkollege Valtteri Bottas bleibt an Hamiltons Seite und soll den Briten auf der Jagd nach seinem achten WM-Titel unterstützen - damit wäre er dann alleiniger Rekordhalter vor Michael Schumacher.

Mit Spannung sind am anderen Ende des Feldes die Augen auf dessen Sohn Mick Schumacher gerichtet, der beim Auftaktrennen Ende März in Bahrain sein Formel-1-Debüt geben wird. Der 21-Jährige startet für Haas. Bei der Präsentation des neuen Autos haben die Amerikaner am Donnerstag im Netz aber gleich einmal den Spott der Fangemeinde auf sich gezogen. Weil Schumachers Teamkollege, der russische Bezahlfahrer Nikita Mazepin, viel Geld und Sponsoren aus seiner Heimat mitbringt, ist das Auto in russischen Farben lackiert und wirkt damit fast schon wie ein Staatsprojekt.

Für Schumacher ändert der Einfluss und die optische Dominanz seines Stallgefährten auf dem VF-21 aber erst einmal nichts: der Deutsche weiß, dass auf ihn ein Lehrjahr auf den hinteren Rängen zukommt, denn Haas hat die technische Weiterentwicklung des Autos größtenteils eingefroren. Luftsprünge sind für den jungen Schumacher damit nicht drin, trotzdem bekennt er: "Ich werde mir den Arsch aufreißen und alles geben, was ich kann."


Und noch ein weiterer großer Name im Motorsport kehrt 2021 in die Formel 1 zurück: Fernando Alonso. Der Spanier gibt nach zwei Jahren Pause sein Comeback in der Königsklasse für Alpine, das aus dem Renault-Werksteam hervorgeht. Der Untermarke des französischen Herstellers soll dadurch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zukommen. Passend dazu hat das Team, nach einer zunächst schwarzen Testbemalung, den Alpine-Renault A521 für die offizielle Präsentation umlackiert: nun dominieren die französischen Nationalfarben den blauen Renner.

Allein: PS-Superstar Alonso wird nach seinem bei einem Fahrradunfall erlittenen Oberkieferbruch zwar rechtzeitig fit für den Saisonstart, die Team-Vorstellung musste er wegen der geltenden Quarantänebestimmungen zwischen England und seinem Wohnort in der Schweiz aber sausen lassen. Den Shakedown absolvierte im britischen Silverstone Teamkollege Esteban Ocon.


Nachdem auch schon McLaren, AlphaTauri und Alfa Romeo ihre Boliden für 2021 vorgestellt haben (alle neuen Autos in der Bildergalerie oben!), fehlen nun nur noch Ferrari und Williams. Am 12. März beginnt die Saison mit den offiziellen Testfahrten in der Wüste von Sakhir.




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Frederik Hackbarth

05 März. 2021