Formel 1: Wütender Verstappen will zurückschlagen

Frederik Hackbarth

30 Juli. 2021

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Max Verstappen ist nach dem Crash mit Lewis Hamilton immer noch sauer. Red-Bull-Berufung abgeleht, nun will der WM-Leader die Antwort auf der Strecke geben

(Fotos: Formel 1, Mercedes, Red Bull)

Finaler Schlagabtausch vor der Sommerpause beim Formel-1-Rennen in Budapest: am Wochenende stehen sich WM-Spitzenreiter Max Verstappen und Titelverteidiger Lewis Hamilton erstmals seit ihrem viel diskutierten Crash vor zwei Wochen in Silverstone wieder gegenüber.

Medial hat die Kollision der beiden WM-Rivalen im Nachgang hohe Wellen geschlagen und Red Bull nach dem Großbritannien-Grand-Prix auf Grund Hamiltons milder Bestrafung von seinem Recht auf Überprüfung durch die FIA Gebrauch gemacht. Der neuerliche Protest des Verstappen-Teams wurde im Vorfeld des Ungarn-Grand-Prix aber abgewiesen. Begründung: es konnten keine neuen relevanten Beweise vorgelegt werden.

Offiziell ist die Causa damit vom Tisch, wie sehr die Wut über die vermeintliche Ungerechtigkeit aber noch in Verstappen schwelt, zeigt der Niederländer in seiner Presserunde am Hungaroring: "Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass ein Mitstreiter seinen Sieg nicht so überschwänglich feiern sollte, wenn er davor seinen Kontrahenten mit 51g in die Wand und anschließend ins Krankenhaus geschickt hat. Dieses Verhalten und auch die Reaktion vom Mercedes-Team finde ich respektlos. Es zeigt, wie sie wirklich sind."

Eine angemessene Antwort darauf will Verstappen nun auf der Strecke geben. "Es geht darum, Rennen zu gewinnen und genau das werde ich auch weiterhin tun", kündigt er vollmundig an. Sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft ist durch den Ausfall von Silverstone und Hamiltons zeitgleichem Sieg auf acht Punkte geschrumpft, das letzte Rennen vor der Sommerpause entsprechend für beide Rivalen wichtig, um das Momentum mit in den vierwöchigen Urlaub zu nehmen.

Dass es rein sportlich auch am Wochenende in den Hügeln hinter der Donaumetropole Budapest wieder eng zugehen wird, zeigen bereits die ersten Trainingsergebnisse am Freitag. Nachdem Verstappen die erste Session zur Mittagszeit noch für sich entscheiden kann, schlägt Mercedes zweieinhalb Stunden später im zweiten Training zurück: Valtteri Bottas schnappt sich knapp vor Teamkollege Hamilton die Tagesbestzeit, Verstappen muss sich mit drei Zehnteln Rückstand dahinter einsortieren. Die große Hitze bei fast 60 Grad Streckentemperatur kommt Mercedes dabei entgegen.

"Die Reifen schmelzen da draußen. Die richtige Balance zu treffen ist sehr hart", erklärt Hamilton. Mercedes bekommt es trotzdem noch besser hin als Red Bull. Verstappen beklagt zeitweise massives Über- und Untersteuern, spricht sich für den Kampf mit den Schwarzpfeilen aber dennoch Mut zu: "Die Lücke ist jetzt nicht so groß, dass man sie nicht schließen könnte", so der Niederländer, dem auch mögliche Regenfälle und damit verbunden niedrigere Temperaturen im weiteren Verlauf des Wochenendes helfen könnten.

Für die positive Überraschung am Trainingsfreitag in Budapest sorgt das Alpine-Team um Altmeister Fernando Alonso. Der Spanier, der am Donnerstag 40 Jahre alt geworden ist, überzeugt mit den starken Plätzen sechs und sieben, Teamkollege Esteban Ocon fährt im zweiten Training sogar auf Rang vier. Für die negativen Schlagzeilen ist bereits in der ersten Session Yuki Tsunoda verantwortlich. Er versenkt seinen AlphaTauri in Kurve vier nach einem Highspeed-Dreher in den Reifenstapeln: bereits die vierte rote Flagge, die der Japaner in dieser Saison auslöst.

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Frederik Hackbarth

30 Juli. 2021