Formel 1 in Portugal: Hamilton vor 100. Pole

Frederik Hackbarth

30 Apr. 2021

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Die Formel 1 bestreitet ihr drittes Saisonrennen: Lewis Hamilton jagt die nächste Bestmarke, Sebastian Vettel will indes aus der Krise fahren

(Fotos: Alpine, Aston Martin, Mercedes, Red Bull)


WM-Leader Lewis Hamilton steht beim Gastspiel der Formel 1 am Wochenende in Portimao vor seinem nächsten Meilenstein für die Rennsport-Geschichtsbücher: bereits im Qualifying am Samstag kann der Brite als erster Fahrer der Historie die magische Marke von 100 Pole-Positions knacken.


Den Grundstein dafür legt Hamilton am Freitag mit der Bestzeit im zweiten Freien Training: mit einer Zeit von 1:19.837 Minuten liegt Hamilton am Ende 0,143 Sekunden vor WM-Verfolger Max Verstappen. In der Gesamtwertung trennt den Mercedes- und den Red-Bull-Piloten nur ein Punkt. Dritter wird mit über drei Zehnteln Rückstand Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil. In der ersten Session zur Mittagszeit hatte der Finne die Zeitenliste noch angeführt, vor Verstappen und dessen Teamkollegen Sergio Perez. Hamilton musste sich zunächst als Fünfter einordnen.


Der Blick auf die Abstände, gerade auf den wegweisenden Longruns für das Rennen, zeichnet ein denkbar knappes Bild an der Front: mit Zeiten von im Schnitt 1:23,2 (Bottas) und 1:23,5 (Verstappen) auf den Medium-Reifen geben sich die beiden Top-Teams nicht viel. Lediglich Hamilton (1:24,1) fällt auf der mittleren Reifenkomponente etwas ab. Experte Paul di Resta glaubt dennoch: "Es ist sehr ausgeglichen, wobei es so wirkt als hätte Mercedes etwas Qualipace fürs Rennen geopfert."

Auch ist der erste Tag an der Algarve zumindest für Imola-Sieger Max Verstappen gepflastert von kleineren Problemchen: im ersten Training beklagt der Niederländer starke Vibrationen durch einen Bremsplatten, im zweiten Training dann ein langes Bremspedal. Ganz wohl fühlt sich Verstappen in Portimao zwar noch nicht – der neue Unterboden, den Red Bull mit nach Portugal gebracht hat, scheint aber zu funktionieren. Stallgefährte Perez braucht, wie Platz zehn am Nachmittag zeigt, indes weiter Eingewöhnungszeit in seinem neuen Team.


Anders scheint das im Fall von Fernando Alonso zu sein: mit den Plätzen fünf und sechs für ihn und Teamkollege Esteban Ocon ist Alpine die Überraschung am Freitag in Portugal. Lediglich 0,383 Sekunden fehlen Altmeister Alonso zur Spitze. Umrahmt werden die beiden Alpine-Renner von den Ferrari-Piloten Carlos Sainz auf Rang vier und Charles Leclerc auf Position sieben. McLaren, zuletzt in Imola mit Lando Norris noch auf dem Podium, muss sich am Freitag erstmal als fünfte Kraft einordnen.

Am Ende des Feldes finden sich einmal mehr die beiden Deutschen wieder: bei Mick Schumacher, der am Freitag zweimal den 18. Rang belegt, war das im Haas vor der Saison klar. Sebastian Vettels Form im Aston Martin ist bis dato aber eine Negativüberraschung: in Portimao kommt der vierfache Champion nur auf die Ränge 16 und 15 – mit jeweils einer halben Sekunden Rückstand auf Teamkollege Lance Stroll. Für einen Lacher sorgt Vettel zudem, als er aus Versehen lieber vor der McLaren-Box hält als bei seiner Aston-Martin-Crew. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Die viele Kritik nach dem Saisonstart an sich und seinem Team hält der Heppenheimer für ungerechtfertigt: "Ich denke nicht, dass die ersten beiden Rennen ein faires Bild davon abgeben, was ich kann oder wo wir stehen", so Vettel. Trotz der Pannenserie in Imola habe ihm die Zeit im Auto geholfen: "Ich habe immer noch das Gefühl, dass mir jede Runde etwas bringt und es besser wird, selbst wenn man die Fortschritte nicht gleich sehen kann. Aber wir können sie spüren und hoffentlich auch schon bald zeigen."

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Frederik Hackbarth

30 Apr. 2021