Formel 1: Neuer Spitzenreiter Verstappen gewinnt in Monaco

Frederik Hackbarth

26 Mai. 2021

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Max Verstappen sichert sich mit seinem ersten Sieg beim Klassiker im Fürstentum auch die WM-Führung. Lokalmatador Charles Leclerc wird nach Pole zum großen Pechvogel.

(Fotos: Formel 1)


Am Ende war es fast eine sonntägliche Spazierfahrt: Max Verstappen hat den Monaco Grand Prix 2021 nach Belieben dominiert. "Es ist so etwas Besonderes hier zu gewinnen. Das wollte ich schon seitdem ich als kleiner Junge erstmals dieses Rennen gesehen habe", freut sich der Red-Bull-Star bei der Siegerehrung.


Nach 78 Runden auf dem Traditionskurs in den Häuserschluchten von Monte Carlo überquert Verstappen die Ziellinie neun Sekunden vor dem Zweitplatzierten Carlos Sainz im Ferrari. "Vorher hätte ich einen zweiten Platz in Monaco blind genommen, aber unter diesen Umständen lief es nicht ideal. Das Podium ist fürs Team", sagt der Spanier. Für die Scuderia ist es trotzdem nur ein kleiner Trost: denn eigentlich hatte die Traditionsmarke aus Maranello beim Saisonhöhepunkt der Formel 1 beste Chancen auf ihren ersten Saisonsieg.

Die in Monaco so wichtige Pole-Position sichert sich am Samstag nämlich Lokalmatador Charles Leclerc - mit seinem ersten schnellen Run in Q3 stellt der Monegasse den Ferrari auf P1. Beim zweiten Versuch crasht Leclerc allerdings ausgangs der Schwimmbad-Sektion und beschädigt sein Auto stark. Das Qualifying ist daraufhin beendet, Lerclercs Pole hat aber zunächst Bestand, weil Ferraris Checks an diverse Komponenten und vor allem dem sensiblen Getriebe nicht auf einen Wechsel und eine damit verbundene Rückversetzung hindeuten.


Das Drama spielt sich dann am Sonntag auf dem Weg zur Startaufstellung ab: am Auto des Pole-Setters streikt als Folgeschaden die linke Antriebswelle, schlussendlich kann Leclerc gar nicht starten und muss von der Boxenmauer aus tapfer zusehen, wie seine 19 Mitstreiter sich ohne ihn auf den Weg ins Rennen machen - mit Verstappen an der Spitze, der als zweitplatzierter Qualifyier den Platz an der Sonne erbt.

Am Start verteidigt sich der Niederländer aggressiv gegen Mercedes-Pilot Valterri Bottas, danach hat er freie Fahrt - zumal sein erster Verfolger nach einem verpatzten Boxenstopp komplett ausscheidet: die Radmutter rechts vorne klemmt bei Bottas, ein Reifenwechsel ist damit nicht möglich und der Finne muss frustriert aufgeben. Für Mercedes ist es ein rabenschwarzer Tag, denn die Pannen gehen auch bei Lewis Hamilton weiter: beim Briten geht die Strategie komplett in die Hose, am Ende wird Hamilton nur Siebter und verliert seine WM-Führung an Sieger Verstappen.


Profiteur der Hamilton-Misere ist unter anderem Sebstian Vettel. Hinter Lando Norris, der als starker Dritter im Retro-McLaren mit Gulf-Bemalung das Podium komplettiert, und Sergio Perez, der von Rang neun aus mit einem langen ersten Stint eine tolle Aufholjagd zeigt, wird Vettel Fünfter - und von den Fans dafür zum Fahrer des Tages gewählt. Entscheidend ist dafür auch ein tollkühnes Manöver des Deutschen bei der Ausfahrt aus der Boxengasse gegen AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly und den dahinter feststeckenden Hamilton.

Ein schönes Überholmanöver zeigt mit Mick Schumacher auch der zweite Deutsche im Feld, der sich bereits in Runde eins in der Loews-Haarnadel mutig an Teamkollege Nikita Mazepin vorbeiquetscht: am Ende liegt er aber trotzdem hinter dem Russen. Während Schumacher in den Monaco-Trainings gleich zweimal crasht und als Folge sogar das Qualifying verpasst, gibt sich Mazepin auf den engen Straßen am Mittelmeer keine Blöße und hat den Deutschen, der am Ende 18. und Letzter wird, das ganze Wochenende lang überraschender Weise im Griff.

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Frederik Hackbarth

26 Mai. 2021