Formel 1: Red Bull in Baku obenauf

Frederik Hackbarth

04 Juni. 2021

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Kann Max Verstappen seine WM-Führung weiter ausbauen? Auf dem schnellen Stadtkurs von Baku hinkt Mercedes am ersten Tag noch gewaltig hinterher

(Fotos: Ferrari, Mercedes, Red Bull)

Beides sind Stadtkurse, doch eigentlich hat der Auftritt der Formel 1 in Baku mit dem in Monaco nicht viel gemeinsam: Highspeed heißt es am Kaspischen Meer, Schleichen im Vergleich dazu in den engen Gassen an der Côte d'Azur. Letzteres gelang vor zwei Wochen Red-Bull-Star Max Verstappen am besten, der seinen ersten Sieg im Fürstentum feierte. Doch auch in Aserbaidschan ist der Holländer schon wieder flott unterwegs: Bestzeit im ersten Training am Freitag, Rang zwei im zweiten.


Schneller ist am Nachmittag von Tag eins in Baku nur Teamkollege Sergio Perez. Die Red-Bull-Neuverpflichtung gilt als Baku-Spezialist, fuhr auf dem Kurs, der erst seit 2016 im F1-Kalender ist, schon zweimal aufs Podium. Im WM-Kampf wird der Mexikaner, den Red Bull bewusst als starken Wingman für Verstappen geholt hat, dem Führenden in der Weltmeisterschaft am Sonntag aber keine Steine in den Weg legen.

Red-Bull-Berater Helmut Marko frohlockt nach den ersten Eindrücke bereits: "Es ist heute relativ glatt und einfach gelaufen. Was wir ausprobiert haben, hat auf Anhieb geklappt." Was den Österreicher besonders freut: "Unsere Zeiten kamen eigentlich ohne Windschatten zustande. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, dass wir auch hier sehr wettbewerbsfähig sind."


Besonders alarmierend für den WM-Kampf ist aus Sicht von Widersacher Mercedes die Aufschlüsselung der Zeiten in den einzelnen Sektoren am Freitag: im ersten (drei Zehntel) und vor allem langsamen zweiten Sektor (satte sieben Zehntel) verliert Titelverteidiger Lewis Hamilton eine Sekunde auf Verstappen. Nur auf den langen Geraden im schnellen Schlusssektor nehmen sich die WM-Rivalen nichts.

Auch wenn die Mercedes-Piloten im dichten Stadtverkehr keine wirklich saubere Runde hinbekommen, rauchen nach den ersten beiden Trainings bei den Stuttgartern die Köpfe: Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas beenden den Nachmittag auf den Plätzen elf und 16 sogar außerhalb der Top-10. Auch in der ersten Session kommen die Silberpfeile nicht über die Ränge sieben und zehn hinaus.


Deutlich besser läuft es hingegen wie schon zuletzt in Monaco bei Ferrari: Carlos Sainz wird hinter den Red Bulls Dritter, dicht gefolgt von Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse leistet sich allerdings wie bei seinem Heimrennen vor zwei Wochen einen Abflug in die Bande und beschädigt sich dabei den Frontflügel. An der starken Form der Scuderia ändert das freilich nichts: im ersten Training sprengen Leclerc und Sainz als Zweiter und Dritter sogar das Red-Bull-Duo an der Spitze.

Für die beiden Deutschen verläuft der Freitag noch nicht nach Wunsch: Sebastian Vettel muss sich in beiden Sessions mit Platz 15 begnügen, bleibt dabei jeweils hinter Stallgefährte Lance Stroll und kann Aston Martins Aufschwung aus Monaco vorerst nicht bestätigen. Mick Schumacher wird vor allem am Nachmittag von technischen Kapriolen an seinem Haas eingebremst und liegt als 19. am Ende eine Position hinter Teamkollege Nikita Mazepin. In Session eins hatte indes der Russe den Tag mit einem Abflug und der roten Laterne am Ende des Feldes eröffnet.

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Frederik Hackbarth

04 Juni. 2021