Formel 1: Red Bull sagt Mercedes den Kampf an

Frederik Hackbarth

07 Mai. 2021

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Die Bandagen im WM-Duell der Formel 1 werden härter: Red Bull wildert beim großen Konkurrenten an der Personalfront

(Fotos: Mercedes, Red Bull)


Dieser Kampf wird längst nicht mehr nur auf der Strecke ausgetragen: Red Bull gegen Mercedes geht in der Formel 1 auch abseits des Sportlichen ans Eingemachte. Das Team von Didi Mateschitz hat in der Woche vor dem Spanien GP die Verpflichtung fünf weiterer hochrangiger Ingenieure von Mercedes High Performance Powertrains bekanntgegeben. Hintergrund: nach dem Honda-Rückzug aus der F1 will Red Bull seine Motoren künftig selbst entwickeln.


Zuletzt war mit Ben Hodgkinson bereits ein wichtiger Mann der Mercedes-Motorenschmiede dem Lockruf Red Bulls nachgekommen – bei seinem neuen Arbeitgeber wird der Brite Technischer Direktor. Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff sieht die Abgänge jedoch gelassen: "Wir haben 900 Mitarbeiter. Sie haben bestimmt bei 100 angefragt, wenn sie uns davon ungefähr 15 wegschnappen können, ist das ziemlich normal", sagt der Wiener.


An den Gründen für die erfolgreichen Abwerbeversuche lässt Wolff keinen Zweifel: "Das Gehalt zu verdoppeln ist eine Sache, es zu verdreifachen eine andere." Trotzdem nimmt Wolff es sportlich: "Ich freue mich auf den Kampf mit Red Bull Powertrains. Sie haben einen steilen Berg zu erklimmen."

Gleiches gilt auch für Max Verstappen, will er im WM-Duell 2021 Lewis Hamilton besiegen. Am ersten Trainingstag in Barcelona jedenfalls gibt sich Mercedes keine Blöße: Bestzeit in beiden Sitzungen, am Vormittag ist Valtteri Bottas Schnellster, am Nachmittag Teamkollege Hamilton. Verstappen kann in der ersten Session als Zweiter noch mithalten, in der zweiten fällt er als Neunter aber deutlich ab. Der Grund für sechs Zehntel Rückstand ist, dass der Holländer seine schnellste Runde auf den weichen Reifen nach einem Fehler in Kurve zehn abbrechen muss.


"Da bin ich ein bisschen weit rausgekommen. Insgesamt sind wir aber ganz wettbewerbsfähig, es gab heute nichts Schockierendes oder Verrücktes. Trotzdem müssen wir sicherstellen, dass wir morgen da sind", so Verstappen. Denn bei Mercedes sind die Gesichter nach den ersten Eindrücken in Spanien noch etwas zufriedener: "Das war unser bester Freitag bisher", findet Wolff und Hamilton fügt an: "Ein starker Start ins Wochenende, das sah nach guter Pace aus heute."

Für Hamilton winkt am Sonntag bereits der fünfte Sieg in Folge auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas – der letzte andere Sieger gelang 2016 ausgerechnet Verstappen, bei seinem sensationellen ersten Grand-Prix-Triumph im Alter von gerade einmal 18 Jahren.

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Frederik Hackbarth

07 Mai. 2021