Formel-1-Rückkehr nach Imola: Mercedes stark

Frederik Hackbarth

16 Apr. 2021

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Die Königsklasse ist zurück auf einer ihrer geschichtsträchtigsten Strecken: wie schon im Notfallkalender 2020 macht die Formel 1 wieder Station im italienischen Imola, wo am Wochenende (Start Sonntag, 15 Uhr) der Europaauftakt der Serie steigt, offiziell ausgelobt als Grand Prix der Region Emilia Romagna

(Fotos: Alpha Tauri, F1, Mercedes, Red Bull)

Immer verbunden bleiben wird der Name Imola mit dem schwarzen Wochenende von 1994 und den Tragödien um Roland Ratzenberger und Ayrton Senna. Nachdem bereits beim Training am Freitag Rubens Barrichello einen heftigen Unfall in der Zielschikane mit nur leichten Verletzungen übersteht, endet die Glückssträhne der Formel 1 einen Tag darauf: im Qualifying rast der Österreicher Ratzenberg nach Frontflügeldefekt an seinem Simtek-Ford in der ultraschnellen Villeneuve-Kurve in den Tod.


Zwölf Jahre nach dem letzten Todesfall an einem Grand-Prix-Wochenende und immerhin acht Jahre nach Elio de Angelis' Todessturz bei Testfahrten in Le Castellet wird der Formel 1 brutal ihre noch vorhandene Gefährlichkeit vor Augen geführt. Und die nächste Katastrophe lässt nur 24 Stunden auf sich warten: im Rennen verunglückt mit Ayrton Senna der größte Superstar des Sports. Bei seinem Unfall in der berüchtigten Tamburello hat Senna keine Überlebenschance, später wird er im Krankenhaus für tot erklärt. Die Schlagzeilen gehen um die Welt, der Motorsport steht unter Schock.

27 Jahre später gastiert die Formel 1 nun wieder einmal im April auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari – und erwartet die Fortführung des beim Auftakt in Bahrain so imposant begonnenen Duells der beiden WM-Anwärter Lewis Hamilton (Mercedes) und Max Verstappen (Red Bull). Den besseren Start verbucht, wie schon zuletzt in der Wüste, auch am Freitag Mercedes für sich: Valtteri Bottas erzielt gleich in beiden Trainings die Bestzeit, Hamilton liegt mit 41 respektive 10 Tausendsteln zweimal denkbar knapp dahinter.


Am Vormittag kann auch Verstappen mit den schwarzen Silberpfeilen mithalten, reiht sich mit 0,058 Sekunden Rückstand auf Rang drei ein. In der zweiten Übungseinheit stoppt den Holländer aber früh ein Antriebswellenproblem, er verliert den Rest der Session und wird nur als 14. gewertet. "Damit hinken wir jetzt natürlich etwas hinterher", sagt Verstappen. Nicht nach Wunsch läuft es auch für Teamkollege Sergio Perez: der Mexikaner kollidiert nach einem Missverständnis im ersten Training mit Alpine-Pilot Esteban Ocon, beide müssen ihr Auto abstellen. In der zweiten Sitzung wird Perez immerhin Sechster.

Formstark präsentieren sich beim Heimspiel hingegen die italienischen Teams von Ferrari und vor allem AlphaTauri: die kleine Red-Bull-Scuderia hat ihr Werk nur wenige Kilometer entfernt von der Strecke in Faenza und in diesem Jahr auch schon einige Tests in Imola absolviert. Pierre Gasly zeigt die positiven Auswirkungen davon mit den Plätzen fünf und drei, im zweiten Training gerade einmal 0,078 Sekunden hinter der Bestzeit von Bottas.

Auch Ferraris Performance kann sich mit den Plätzen vier und sechs für Carlos Sainz, respektive vier und fünf für Charles Leclerc sehen lassen. Lediglich ein Abflug von Leclerc am Ende der zweiten Session sorgt für einen kleinen Schönheitsfehler. Nicht an die Pace seines Ex-Teams heran kommt indes Sebastian Vettel. Im ersten Training wird der Aston-Martin-Pilot enttäuschender 14., im zweiten ist er sogar noch einen Rang weiter hinten platziert – in beiden Fällen fehlen gute anderthalb Sekunden zur Spitze.


Landsmann Mick Schumacher wird im lahmen Haas zweimal 19., kann aber zumindest in der zweiten Session deutlich seinen Teamkollegen Nikita Mazepin distanzieren. Der nach seinem misslungenen Auftaktrennen viel kritisierte Russe, legt auch am Freitag in Imola einige Dreher und einen Einschlag in die Mauer hin.

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Frederik Hackbarth

16 Apr. 2021