Formel 1: Testauftakt in die neue Saison

Frederik Hackbarth

15 März. 2021

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Die Formel 1 hat in Bahrain ihren mit Spannung erwarteten Testauftakt absolviert. Drei Tage lange trainieren die Teams vor dem Start in die neue Saison in der Wüste von Sakhir

(Fotos: F1, Mercedes)


Endlich dröhnen wieder die Motoren! Herausforderer Red Bull erwischt dabei den besten Start: Max Verstappen spult am Freitag mit satten 139 Runden die meisten aller Fahrer ab und erzielt zudem die Tagesbestzeit, 0,215 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Lando Norris im McLaren.

Weit weniger glatt läuft der erste Tag für Titelverteidiger Mercedes. Valtteri Bottas wird am Vormittag gleich von einem Getriebeproblem eingebremst, absolviert nur sechs Runden und wird Letzter. Teamkollege Lewis Hamilton übernimmt am Nachmittag, bringt es aber ebenfalls nur auf 42 Umläufe und den mageren zehnten Platz, 2,2 Sekunden hinter der Spitze. "Schon auf der Aufwärmrunde gab es ein Problem. Das war natürlich kein idealer Start", resümiert Bottas. Hamilton fügt an: "Heute war kein besonderes sauberer Tag. Wir haben jetzt viel Arbeit vor uns."

Auch für die beiden Deutschen im Feld verläuft der Testauftakt eher enttäuschend. Sebastian Vettel kommt bei seiner ersten Ausfahrt im Aston Martin nur auf Rang 13. 51 Runden dreht der Heppenheimer, liegt am Ende drei Sekunden hinter der Bestzeit und zwei Sekunden hinter Stallgefährte Lance Stroll, der immerhin Vierter wird. Trotzdem findet Vettel: "Es hat Spaß gemacht und wir haben unser Programm abspulen können. Aber das Fahrverhalten des Autos und insbesondere die Lenkung sind schon sehr anders."

An sein neues Arbeitsumfeld gewöhnen muss sich auch Neuling Mick Schumacher. Der Deutsche kommt an seinem ersten Testtag als offizieller Stammpilot beim Haas-Team aber nur 15 Runden weit. Ein Problem am Auto und später eine von vielen roten Flaggen stoppen ihn frühzeitig: "Ich kam nicht wie erwünscht zum Fahren. Aber das Auto fühlt sich ganz bequem an", so Schumacher, der als 16. und Vorletzter einen Platz und 1,4 Sekunden hinter Teamkollege Nikita Mazepin bleibt – der Russe kann aber immerhin 70 Umläufe absolvieren.

Einen positiven Einstand in die Testfahrten erlebt der aus dem Renault-Werksteam hervorgegangene Alpine-Rennstall: Esteban Ocon belegt nach 129 Runden den dritten Platz. Stallkollege und Doppelweltmeister Fernando Alonso greift erst am zweiten Tag ins Geschehen ein. Zufrieden sein mit seinem Debüt im Ferrari, kann indes Alonsos Landsmann Carlos Sainz: nach einem kleinen Dreher zu Beginn kommt er auf Rang fünf, satte 1,3 Sekunden vor Teamkollege Charles Leclerc - dieser hatte den SF21 früher am Tag mit mechanischen Problemen abstellen müssen.


Insgesamt sind die Zeiten beim Testauftakt aber noch mit Vorsicht zu genießen, sowohl in Bezug auf die Veränderung der Strecke über den Tag, als auch beim Blick auf die eingesetzten Reifenkomponenten. Besonders getrübt wird das Bild durch teils heftige Sandstürme, die am Freitag über die Strecke fegen: "All die Jahre, die wir hier schon herkommen, habe ich so etwas überhaupt noch nicht gesehen. Der Sand war wie Regen", erklärt Weltmeister Hamilton: "Besonders für die Reifen und ihre Haltbarkeit ist das natürlich Gift, konstante Runden sind so kaum drin."

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Frederik Hackbarth

15 März. 2021