Geheimprojekt: Apple Car

Während Apple nach wie vor weder bestätigt noch dementiert, dass es die Fahrzeugentwicklung unter dem Codenamen „Project Titan“ überhaupt gibt, erzeugen die Spekulationen über das „Apple Car“ hohe Wellen. Was sein könnte …

Das Projekt ist so geheim, dass sich die Experten von IHS Market an eine Zusammenstellung des Bekannten getraut haben, um wenigstens Wahrscheinlichkeiten zu definieren. Viel ist aufgrund der Apple-typischen Geheimniskrämerei um das Auto-Projekt nicht bekannt. Doch zu etwaigen Produktionsstandorten, potenziellen Partnern und Volumen rauscht es im Gerüchte-Wald. Das könnte eine von Apple praktizierte Marketingstrategie sein. Auf jeden Fall sorgt es für viel Aufmerksamkeit in der Autowelt. Hier eine Zusammenfassung der Gerüchte.


Gerücht Nr. 1: Die Erwartungen sind zu hoch. Bisher glänzte Apple mit bahnbrechenden Innovationen und durchgestylten Produkten. Das könnte dazu führen, dass das Produkt nicht auf den Markt kommt. Grund: weil es nicht Apples eigenen Ansprüchen genügt. Die Experten der Strategieberatung IHS Markit schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Markteinführung zum jetzigen Zeitpunkt jedoch auf über 50 Prozent. Aus strategischer Sicht könnte Apples Vorstoß in die Automobilbranche laut IHS aber sinnvoll sein. Nachdem die Kalifornier in diesem Jahr bereits mehr als 300 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt haben, könnte in den Verbrauchersektoren, die man derzeit bedient, kein nennenswertes zusätzliches Wachstum mehr zu erzielen sein.


Gerücht Nr. 2: In welcher Fahrzeugklasse Apple startet, ist unklar. Gerüchte, genährt durch Unternehmenskreise, künden von einem familienorientierten Modell, das sich zwischen einem Tesla Model X und einem Honda SUV e:concept bewegen soll.


Gerücht Nr. 3: Abseits des Fahrens haben die Kalifornier den Anspruch, das Benutzererlebnis auf eine neue Ebene zu heben, wobei die dazu gehörigen Produkte im Auto größtmöglich benutzerfreundlich sein sollen. Das könnte aber zum Nachteil des technischen Komforts eines Fahrzeugs sein.


Gerücht Nr. 4: Man denkt, eine Firma wie Apple könnte beim autonomen Fahren weit vorne sein. Jedoch ergab die Analyse von Fahrzeugpatenten und kalifornischen Tests zum autonomen Fahren von IHS Markit, dass der IT-Riese möglicherweise keinen Vorsprung beim Thema selbstlenkende Fahrzeuge habe. Das Gleiche gelte für die Batterietechnologie. Das könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass der Fokus auf Innendesign und Funktionen liegt.


Gerücht Nr. 5: Als Termin für die Markteinführung wurde das Jahr 2024 genannt. Das erscheint IHS nach dem derzeitigen Informationsstand jedoch ein „recht enges“ Zeitfenster zu sein, angesichts der typischen Zeitpläne für Beschaffung, Produktionsanlauf und Fertigung. Sollte dieser Termin allerdings eingehalten werden, kann das bedeuten, dass Apple auf einer bestehende Plattform eines OEM- oder einen Fertigungspartners produziert. Kooperationsüberlegungen werden von den Medien reichlich angestellt. Hyundai brachte sich als Partner ins Spiel. BMW war aber auch im Gespräch. Innerhalb der Branche ist Apple ja bereits als Zulieferer bekannt. Sollte das Unternehmen auf einen externen großen OEM zurückgreifen, hätte dass den Vorteil, sofort Volumen zu produzieren. Doch wie viel Mitsprache hat Apple dann noch? Es könnten aber auch Fremdfabrikanten wie Magna oder Valmet zum Zuge kommen. So oder so hätte das den Vorteil, dass die Kalifornier keine Kompetenzen und Kosten für den Aufbau einer Autoproduktion benötigen.


(Titelfoto: Apple)




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