Golf R: Großer Bruder von GTI, GTD und GTE am Start

Mathias Keiber

05 Nov. 2020

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Unter den kompakten Kraftmeiern aus Wolfsburg ist er der Allerkräftigste: In der achten Generation der Volkswagen-Ikone gibt es wiederum einen Golf R. Der Radikalinski ist stärker jeder andere Serien-Golf jemals war.

(Fotos: Volkswagen)


Unter den kompakten Kraftmeiern aus Wolfsburg ist er der Allerkräftigste: In der achten Generation der Volkswagen-Ikone gibt es wiederum einen Golf R. Der Radikalinski ist stärker jeder andere Serien-Golf jemals war.


Erst 241, dann 250, dann 270, dann 300 und jetzt 320 – auf so viel PS bringt es die fünfte Generation des Golf R. Als traditionell allradgetriebenes Modell wird dem ihm die Ehre zuteil, als erster Volkswagen noch 2020 mit einem neuen Allradantrieb durch zu starten. „4Motion mit R-Performance Torque Vectoring“ nennt der sich und soll laut Volkswagen die Fahrdynamik des Golf R auf einen neuen Level hieven.



Vom Vorgänger übernimmt der neue Golf R den 2-Liter-Turbobenziner, der allerdings noch einmal ordentlich auf Vordermann gebracht wurde: Er liefert 20 PS mehr als der Vorgänger und ist damit der stärkste Serien-Golf aller Zeiten. Mit einem maximalen Drehmoment von 420 Nm sprintet das Kraftpaket in nur 4,7 Sekunden von Tempo 0 auf 100 und dann weiter auf 250, mit optionalem „R-Performance“-Paket sogar auf 270.


Das 4Motion-System mit Torque Vectoring sorgt dabei für die Verteilung der Motorkraft auf die vier Antriebsräder. Über ein neues Hinterachsgetriebe wird die Kraft dabei nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, sondern ebenso variabel zwischen den zwei Hinterrädern – und das bis zu 100 Prozent pro Rad. Das Resultat: mehr Agilität in den Kurven und kein Untersteuern. Zudem ist der Allradantrieb mit den elektronischen Differenzialsperren und der adaptiven Fahrwerksregelung vernetzt. Die dadurch erhöhte Traktion ermöglicht besonders präzise Fahreigenschaften.



Final abgestimmt hat Volkswagen den Golf R auf der Nürburgring-Nordschleife. In den vollen Genuss dieses ortsgebundenen Feintunings kommt, wer sich für das Performance-Paket entscheidet. Denn es beinhaltet ein speziell auf die Grüne Hölle zugeschnittenes Fahrerprofil. Alle wesentlichen Antriebsparameter werden in diesem Modus auf die legendäre Rennstrecke ausgelegt. Und dabei handelt es sich um deutlich mehr als Marketing-Hokuspokus: Bei internen Testfahrten auf der Nordschleife war der serienmäßig mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattete Golf R pro Runde bis zu 19 Sekunden schneller als sein Vorgänger – Brett!



Außerdem zum Performance-Paket gehören ein größerer Heckspoiler, 19-Zoll-Räder und der Drift-Modus. Standard gegenüber dem GTI ist der zusätzliche Race-Modus“, bei dem die Segelfunktion abgeschaltet und beim Auspuffsound noch ein paar Dezibel draufgelegt werden. Serienmäßig liegt das Top-Modell 2 Zentimeter tiefer als der Standard-Golf und fährt auf 18-Zöllern vor.


Drei Außenlackierungen stehen zur Wahl: das R-typische Blaumetallic, Weiß und außerdem Schwarz mit Perleffekt. Spezifische Designelemente gibt es natürlich auch, zum Beispiel einen Frontstoßfänger mit einem Splitter und im Grill das R-Logo.



Der Innenraum gestaltet sich derweil wie erwartet: hier eine Carbon-Einlage, dort ein R-Emblem, Edelstahl auf den Pedalen und natürlich eine digitale Instrumententafel. Fahrer und Beifahrer nehmen auf Sportsitzen mit Kopfstützen Platz. Den Rest des Interieurs kennt man im Großen und Ganzen vom herkömmlichen 8er-Golf.


Worin sich der R vom Standard-Golf natürlich gewaltig unterscheidet, ist der Preis. Knapp 50.000 Euro sind für das Kraftpaket mindestens fällig. Bestallbar ist er ab heute.



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Mathias Keiber

05 Nov. 2020