Hersteller-Garantie: 3 Fragen beantwortet

Insgesamt garantiert Kia für seine Neuwagen am längsten. Noch länger garantiert die Schwester-Marke Hyundai für ausgewählte Modelle.

Was ist eine Garantie?


Wer ein Neufahrzeug kauft, erhält zugleich eine Garantie des Herstellers. Das ist die Zusage, dass das Auto qualitativ in Ordnung ist. Wenn nicht, wird nachgebessert. Was und wie durch die Garantie im einzeln abgedeckt ist, liegt allerdings im Ermessen der Hersteller. Für sie ist das Garantieversprechen in erster Linie ein Vertriebsinstrument. Besonders die koreanischen Marken Hyundai oder Kia nutzen das als vertrauensbildende Maßnahme.


Die Garantie bei Neufahrzeugen gilt je nach Hersteller ab dem Tag der Auslieferung oder der Fahrzeugerstzulassung. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung bleibt von der Garantie unberührt. Der Unterschied: Die Gewährleistung steht für eine Nachbesserungspflicht bei nicht offensichtlichen Mängeln, eine Garantie sichert eine vielleicht auftretende Schadensersatzleistung ab.


Doch die Laufzeit ist unterschiedlich. Meist gilt die Neuwagengarantie für zwei bis drei Jahre oder mit einer Kilometerbegrenzung. Will der Käufer länger Sicherheit, oder noch mehr Kilometer fahren, muss er eine kostenpflichtige Erweiterung buchen.


Wer garantiert am längsten für Neuwagen?


Das ist bei Hyundai anders. Der koreanische Hersteller mit Produktion in Europa gewährt beim Kauf eines Neufahrzeugs eine fünf Jahre andauernde Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Wer möchte, kann diese dann noch mal über die Partnerversicherung auf 8 Jahre verlängern. Bei den E-Modellen wie dem Kona Elektro (im Bild / Quelle: Hyundai) ist die Zusage von Anfang an auf 8 Jahre angelegt.


Das Hyundai-Garantiepaket ab Werk beinhaltet neben der Fahrzeug- auch eine Lackgarantie, jährliche Sicherheitschecks und eine Mobilitätsgarantie, die sich bei der Durchführung der vorgeschriebenen Wartungen bei einem Hyundai-Vertragspartner ohne Zusatzkosten sogar zu einer zeitlich unbegrenzten Langzeit-Mobilitätsgarantie verlängert. Beim Verkauf läuft die Restzeit für den neuen Eigentümer weiter. Darüber hinaus gewährt die Marke noch die sogenannte Baugruppengarantie. Sie deckt Schäden, die plattformbedingt sind, bis zum dreizehnten Jahr ab.


Konzernschwester Kia steht für eine Garantie-Dauer von sieben Jahren oder 150.000 Kilometer Laufleistung, inklusive der Schadensbehebung bei einer Durchrostung für ihr Modell ein. Die Garantie ist auch hier fahrzeuggebunden. Will man länger, kostet es auch hier.


Wie sieht es mit Gebrauchtwagen aus?


Bei Gebrauchtwagen kann man auf Wunsch eine Garantie dazu buchen. Hier sollten Käufer aber darauf achten, dass die Vereinbarung fahrzeuggebunden und nicht an den Eigentümer geknüpft ist. Das verspricht beispielsweise das neue Angebot „Toyota Relax“. Das Auto darf in dem Fall aber nicht älter als zehn Jahre sein und nicht mehr als 160.000 Kilometer Laufleistung haben.


Im Gegenzug müssen die Inspektionen bei der Vertragswerkstatt durchgeführt werden. Und selbst wenn man in dieser Zeit das Auto weiterverkauft, läuft die Garantie. Denn sie ist fahrzeuggebunden. Dafür bedarf es nicht mal eines vollständigen Scheckheftes oder unvollständiger Servicehistorie. Eingeschlossen ist ein Großteil der Materialkosten für mechanische und elektronische Bauteile sowie die Lohnkosten beim Vertragspartner. Ausgenommen von der Garantie sind lediglich Verschleißteile und ähnliche Bauteile, steht in den Bedingungen.


Auch die Marken von Volkswagen bietet unterschiedliche Pakete für Gebrauchtwagen an. Die Leistungen sind auch hier vom Hersteller festgelegt. Darum sollte man genau lesen, was für das Geld geboten wird. Auskunft darüber, was, wann und wie viel bei den jeweiligen Modellen abgedeckt wird, gibt es auf den Internetseiten der Hersteller bzw. bei Händler.

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