Hyundai Grandeur Restomod: Lang leben die Achtziger!

Mathias Keiber

16 Nov. 2021

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Ein geiler Schlitten, geil aufgemotzt. Und Piano spielen lässt sich damit auch noch…

Hyundai feiert das 35-jährige Jubiläum seiner Flaggschiff-Limousine Grandeur mit einem retro-futuristischen Restomod. 1986 war der Wagen, basierend auf dem Mitsubishi Debonair, mit einem 2-Liter- oder wahlweise mit einem 2,4-Liter-Vierzylindermotor erhältlich, später wurde das Motorenangebot durch einen V6 mit 3 Litern Hubraum ergänzt.

Natürlich nichts dergleichen im Restomod, stattdessen gibt es einen nicht näher spezifizierten vollelektrischen Antrieb. Und den sieht man dem Revival-Car sogar an, gewissermaßen jedenfalls. Denn das Designteam von Hyundai hat den Grandeur der ersten Generation mit der vom Ioniq 5 bekannten „Parametric Pixels“-Außenbeleuchtung versehen. Dazu kommen neue Seitenspiegel, abgedeckte Räder und Schiebeverkleidungen.

Für das luxuriöse Interieur des Restomods wählten die Designer einen Ansatz namens „Newtro“, was für Neuheit plus Retro steht. Letzteres zeigt sich in Form bronzefarbener Beleuchtung, die an historische Audiogeräte erinnern soll. Die Vordersitze sind mit burgunderrotem Samt bezogen, die Rückseiten mit elegant genähtem und geschnürtem kastanienbraunem Nappaleder. Soweit, so Retro. Doch was ist mit dem Neuen?

Nun, analoge Instrumente und mechanische Tasten sind verschwunden, dafür gibt’s einen ultrabreiten Touchscreen. Auch die Mittelkonsole im Hochkant-Format ist ein einziges digitales Touch-Panel. Ansonsten herrscht auf dem Fahrersitz jedoch ein 80er-Jahre-Vibe, auch dank Einspeichen-Lenkrad und Gangwahlschalter im Jet-Stil.


Ein derart dekoratives Interieur soll natürlich auch entsprechend klingen. Für den guten Ton sorgt eine Anlage des südkoreanischen Sounddesigners Guk-il Yu mit 18 Lautsprechern. Das Audiosystem soll besonders toll klingen, weil die Zusammensetzung der Mittelkonsole und des Armaturenbretts auf der Grundlage der Akustiktheorie von Konzerthallen entworfen wurde.

Dazu gibt es auch noch ein zugegebenermaßen leicht ans Lächerliche grenzendes Gimmick: Der Touchscreen hat eine Pianofunktion, die genutzt werden kann, wenn das Fahrzeug parkt. Von diesem Anfall des Überschwangs mal abgesehen, kann man anhand der Fotos aber durchaus konstatieren: So geht Restomod. Well done, Hyundai!

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Mathias Keiber

16 Nov. 2021