Hyundai Tucson N-Line: fünf Fragen beantwortet

Mathias Keiber

27 Jan. 2021

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Kaum ist der neue Tucson auf dem Markt, präsentiert Hyundai schon die sportliche N-Line seines Kompakt-SUV mit dem einprägsamen Grill.

(Abbildungen: Hyundai)


Was macht die N-Line äußerlich aus?


Mit den parametrischen Flächen im Kühlergrill des Tucson ist Hyundai ein gestalterischer Geniestreich gelungen – wer die Front einmal gesehen hat, wird sie nicht vergessen. Es wäre töricht gewesen, an den parametrischen Formen für die N-Line etwas zu ändern. Besonders toll: Erst wenn das Fahrzeug gestartet wird, werden die teilverspiegelten „Parametric Hidden Lights“ der LED-Tagfahrlichter sichtbar. Für die N-Line wurden die parametrischen Elemente sogar mit feineren Kanten ausgearbeitet, die abhängig vom Blickwinkel zusätzliche Reflektionen erzeugen sollen.

In den Grill ist das N-Line-Logo integriert, darunter befindet sich der Stoßfänger mitsamt größerem Lufteinlass. Harmonisch fügt sich der silberfarbene Unterfahrschutz in das Frontdesign ein. Schwarze Einfassungen umrahmen die Hauptscheinwerfer, die wie beim normalen Tucson zwischen Tagfahrlicht und unterem Lufteinlass positioniert sind. Ganz im Sinne der Designphilosophie „Sensuous Sportiness“ heben die Proportionen des betont breit und flach gestalteten Kompakt-SUV sein entsprechend dynamisches Erscheinungsbild hervor – jedenfalls an SUV-Standards gemessen.

Seitliche Design-Merkmale der N-Line sind die in Wagenfarbe lackierten Zierleisten an der Seite des Fahrzeugs, die in glänzendem Schwarz lackierte untere Fensterlinie und serienmäßige 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Am Heck wurde der Dachspoiler für die N-Line-Ausführung verlängert, zudem trägt er jetzt Finnen. Ein Diffusor-Einsatz und ein rotes Reflektorband direkt darüber drücken die N-Line optisch dichter an die Straße. Käufer können zwischen sieben Außenfarben wählen, zudem ist in Verbindung mit der Außenfarbe „Shadow Grey“ die optionale Dachlackierung in „Phantom Black“ verfügbar.


Wie sieht der Innenraum aus?


Sportliche N-Line-Designmerkmale charakterisieren auch das Interieur. Dazu gehören zum Beispiel die Sitze: Sie sind mit N-Logo versehen, mit einer Kombination aus Leder und Wildleder bezogen, beides in Schwarz, und tragen rote Kontrastnähte. Letzteres gilt u.a. auch für die Türinnenverkleidung und die Armlehne. Das der Version vorbehaltene Lenkrad trägt unten am Kranz ein N-Logo, ein weiteres findet sich auf dem Leder-Schaltknauf bzw. der Abdeckung der Shift-by-Wire-Konsole, je nach gewählter Kraftübertragung. Eine weitere Besonderheit der N-Line ist die Alu-Optik der Pedale, der Fahrer-Fußstütze und der Türschwellen.


Wie schaut’s in Sachen Motorisierungen und Fahrwerk aus?


Zum Marktstart wird es zunächst zwei Motorisierungen geben: einen 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS und einen gleich großen Benziner mit 180 PS. In beiden Fällen handelt es sich um 48V-Mildhybride. Ein Vollhybrid mit 230 PS und ein Plugin-Hybrid mit 265 PS Systemleistung folgen.


Wie für die reguläre Version ist auch für die N-Line optional ein adaptives Fahrwerk bestellbar. Dank sogenannter „Electronic Controlled Suspension“ (ECS) soll das Kompakt-SUV damit vielseitiges Fahrverhalten bieten. Zum Beispiel kontrolliert die ECS automatisch die Feder-Dämpfer-Abstimmung für Fahrkomfort und Agilität. Dazu berücksichtigt die Elektronik permanent verschiedene Parameter: Geschwindigkeit, Straßenoberfläche, Kurvenfahrt, Bremsanforderungen und Beschleunigung. Indem die Dämpferkraft an jedem einzelnen Rad reguliert werden kann, soll die ECS spürbar Rollen, Nicken und vertikale Bewegungen der Karosserie reduzieren.

In der N-Line soll die ECS insgesamt schneller auf Bewegungen des Fahrzeugaufbaus und Lenkbefehle reagieren. Im Normal-Modus soll das Fahrwerk erst dann straffer werden, wenn das Fahrzeug typische Landstraßengeschwindigkeiten erreicht. Für den Sport-Modus wurde die Abstimmung geschärft, womit Fahrer mehr Kontrolle und Rückmeldung im kompletten Geschwindigkeitsspektrum erhalten. Konkret verspricht Hyundai: „Bessere Verbindung zur Straße vom ersten Meter an und effektivere Unterdrückung der Wankneigung ergeben in jeder Situation ein souveräneres Fahrgefühl.“


Welche Technik hält das Cockpit der N-Line parat?


Zunächst einmal gibt es das volldigitale und konfigurierbare Dual-Cockpit, das aus zwei Monitoren mit je 10,25 Zoll Bilddiagonale besteht. Das Instrumentendisplay steht offen und ohne Gehäuse hinter dem Lenkrad, ein Touchscreen ist in die Mittelkonsole integriert. Hier ist das Infotainmentsystem beheimatet, zu dem in der N-Line auch die „Bluelink“-Telematik gehört. Serienmäßig verfügt die N-Line über den Multi-Air-Modus: Er beruht auf einer Kombination aus direkten und indirekten Lüftungsdüsen, um beim Betrieb von Klimaanlage oder Heizung eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen. Dank Drei-Zonen-Klimaautomatik können Passagiere auf der Rückbank ihre eigene Wunschtemperatur wählen, belüftete Sitze vorne sowie eine Sitzheizung vorne und hinten sorgen für zusätzlichen Komfort.

Zahlreiche Assistenzsysteme sind im Angebot: Ein optionaler Totwinkelassistent zeigt das, was die Außenspiegel nicht zeigen können, auf einem Monitor im Instrumentendisplay an, sobald der Fahrer den Blinker setzt. Ein ebenfalls gegen Aufpreis erhältlicher Autobahnassistent hält die N-Line automatisch in der Mitte der Spur, während er gleichzeitig die Geschwindigkeit an den umgebenden Verkehr und die Vorgaben aus dem Navigationssystem anpasst. Ebenfalls optional in den Vollhybrid- und Plugin-Hybrid-Modellen ist ein Parkassistent mit Fernbedienung: Damit lässt sich das Fahrzeug über einen Knopf auf dem Fahrzeugschlüssel selbsttätig in die Lücke oder aus ihr heraus bewegen.


Ab wann ist der Tucson N-Line erhältlich?


Im Frühling wird die sportlich designte Variante mit den Mildhybrid-Motorisierungen bei den Händlern in Deutschland bestellbar sein. Im Sommer 2021 folgt die N-Line für die Vollhybrid- und die Plugin-Hybrid-Versionen. Die Preise? Dazu sagt Hyundai noch nichts. Auch nicht, ob es eine vollwertige N-Version geben wird. Ich meine: Das Design des Tucson hätte eine verdient.

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Mathias Keiber

27 Jan. 2021