Spektakuläre IndyCar: Hier hebt der Sieger ab

Frederik Hackbarth

10 Aug. 2021

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Die Formel 1 hat Ferien, Motorsport gibt es trotzdem: die DTM fährt in Zolder, ein besonderes Spektakel liefert aber die IndyCar-Serie

(Fotos: DTM, NBC IndyCar)


Während in der Formel 1 gerade die Sommerpause begonnen hat, geht es bei ihrem Pendant auf der anderen Seite des Atlantiks in die entscheidende Saisonphase: die US-amerikanische IndyCar-Serie liefert am Wochenende beim Music-City-Grand-Prix in Nashville Rennsport vom Feinsten.

Die Premiere eines neuen Stadtkurses, rund um das Footballstadion der Tennessee-Titans und über die Brücken der Stadt, sorgt 80 Runden lang für großes Spektakel: Massenkarambolagen, Stau, fast ein dutzend Geldphasen und am Ende sogar ein fliegender Sieger!

Ex-Formel-1-Pilot Marcus Ericsson, in der Königsklasse zuletzt 2018 für Alfa Romeo am Start, kollidiert in der Anfangsphase des Rennens mit Sébastien Bourdais, hebt über dessen Hinterrad meterweit in die Luft ab. Doch obwohl sein 800kg-Bolide von Dallara bei der Landung hart auf den Boden aufschlägt, beim Crash die Frontpartie abreißt und sich danach unter dem Auto verkeilt, kann Ericsson anders als sein Unfallgegner weiterfahren.

Der frühe Boxenstopp wird für den Schweden sogar zum Glücksfall, denn diverse Gelbphasen im weiteren Verlauf des Rennens bremsen die Führenden immer wieder ein. Während Ericsson aufschließen kann, muss die Spitze aus Spritmangel hinter dem Pacecar stoppen.

Besonders bitter ist das für den Mann des Wochenendes: Colton Herta, erst 21-jähriger Sohn von IndyCar-Legende Bryan Herta, dominiert in der Musik-Stadt von den Trainings, über das Qualifying, bis hin zum Großteil des Rennens das Geschehen. Selbst durch sein Pech mit der Strategie scheint der Andretti-Autosport-Pilot nicht aufzuhalten, pflügt nach den Stopps von hinten durchs Feld und ist schon wieder Zweiter, als er es auf seiner Aufholjagd übertreibt und das Auto sechs Runden vor Schluss in der Mauer versenkt.

Am Ende setzt sich doch die Erfahrung durch: Hinter Ericsson spielt auch der sechsfache Meister Scott Dixon seine ganze Routine aus. Beim letzten Nachtanken spart er sich den Reifenwechsel und damit wertvolle Zeit, um bis auf die zweite Position nach vorne zu rutschen. Auf alten Gummis kann er den Leader zwar nicht mehr ernsthaft attackieren – in der Meisterschaft schiebt sich der Altmeister durch die gewonnenen Punkten aber ebenfalls auf Rang zwei und näher an den Gesamtführenden Alex Palou ran. Mit James Hinchcliffe und Ex-Meister Ryan Hunter-Reay sortieren sich zwei weitere alte Hasen dahinter ein, beide fahren noch um ein Cockpit für die nächste Saison.

Unterwegs ist am Wochenende auch die DTM: Im belgischen Zolder beschert Kelvin van der Linde Audi am Samstag gemeinsam mit Mike Rockenfeller einen Doppelsieg, noch vor dem Ferrari von Ex-Formel-1-Pilot Alex Albon – und sich selbst damit die Gesamtführung in der Meisterschaft. Daran ändert auch der darauf folgende Sieg von BMW-Fahrer Marco Wittmann nichts, der sich im Sonntagsrennen vor Maxi Götz (Mercedes) und Liam Lawson (Ferrari) durchsetzt.

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Frederik Hackbarth

10 Aug. 2021